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Geheimnis Liebe: Ändere dich! Nicht deinen Partner...

Wunderweib,

Das Glückprinzip

Beziehungscoach und Buchautorin Gabriela Friedrich im Gespräch.

Einen Partner zu finden ist leicht. Die ewige Liebe schwer. Langeweile, mangelnde Kommunikation und Eifersucht - das sind meist die Killer der Liebe. Die Frau kommt häufig in Liebeskrisen zum Entschluss, der Partner sei der Falsche. Beziehungscoach Gabriela Friedrich (45) rät in ihrem Buch: „Ändere nicht deinen Partner, ändere dich selbst!“. Eine neue Strategie für die Liebe, um die negativen Beziehungsmuster zu sprengen.

Ein weiterer Ratgeber der Liebe, allerdings mit neuer Botschaft: „Ändere nicht deinen Partner, ändere dich selbst!“ Klingt plausibel. Aber sollten nicht beide Partner in die Liebe investieren und darum kämpfen?

Gabriela Friedrich: "Natürlich ist es wunderbar, wenn beide Partner bereit sind, zu Gunsten ihrer Liebe eingefahrene Verhaltensroutinen zu verändern und sie wieder achtsam zu pflegen. Wenn Frau sich selbst ändert, führt das schon zu Veränderungen in dem System ihrer Partnerschaft. Bei meinen Klientinnen erlebe ich, dass sich ihre Liebe zum Partner um 180 Grad zum Guten wendet."

Fast jede dritte deutsche Ehe wird geschieden. Trennt man sich von seinem Partner, aber nicht von seinen Problemen?

"Der Haupttrennungsgrund dürfte wohl in der Erwartungshaltung an den Partner stecken. Meist suchen wir im Partner das, was uns vermeintlich fehlt. Räumt man mit der von mir beschriebenen Technik die Ursachen für seine Probleme auf, gerät man mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr an den „falschen“ Partner. So steht einer erfüllten Liebe kaum noch etwas im Weg."

Eine glückliche Liebe - wer will das nicht? Aber oft klappt es nicht. Manche verlieben sich meist in den falschen Partner. Bei anderen zerbricht die Liebe zum Partner dann, wenn sie enger wird. Andere haben einen Partner und fühlen sich trotzdem einsam. Was läuft da schief?

"Auch wenn sich Liebe als ausgesprochen volatiles Gefühl unserer Kontrolle entzieht, lässt sich das schon vieles tun, um die Chancen auf eine glückliche Beziehung zu verbessern. Allerdings erfordert das neben viel Liebe, Geduld und Humor auch eine große Portion Achtsamkeit und ein genaues Hinschauen, was sich da gerade in einem selbst im Umgang mit dem Partner abspielt. Es gibt viele unbewusste innere Muster, die uns steuern. Wenn wir die erkennen und uns davon befreien, ist meist schon vieles für die Liebe gewonnen."

"Emotionaler Hausputz" für die Liebe zum Partner:

Was sind Ihre Strategien, um negative Beziehungsmuster zu erkennen und sie für die Liebe aufzulösen?

"Ich mag die Frage: „Was ist wirklich?“ Immer wieder gestellt und mit großer Ehrlichkeit sich selbst gegenüber beantwortet, bewirkt sie etwas wie mentales Zwiebelschälen. Wir decken immer mehr Schichten von einander überlagernden Gefühlen, Prägungen, verinnerlichten Vorbildern und Reaktionsautomatismen auf. All dieser Psychomüll verzerrt unsere Wahrnehmung dessen, was wir mit unserem Partner erleben und lässt uns Dinge tun, von denen unser bewusster Verstand weiß, wie sehr sie der Liebe schaden."

Glauben Sie an eine glückliche und dauerhafte Liebe?

"Selbstverständlich! Aber es erfordert Mut, „an sich zu arbeiten“, und ohne gegenseitigen Respekt, Achtung und einen Schuss Demut und Dankbarkeit wird es schwierig für die Liebe."

Haben Sie zurzeit einen Partner? Wenn ja, was ist Ihr persönliches Erfolgsrezept für die Liebe?

"Ich habe meine Liebe gefunden und ich genieße die positive Wirkung dessen, was ich im Buch propagiere. Wichtig ist mir und meinem Partner sicherlich Leichtigkeit, Unbeschwertheit und eine Menge Humor. Faszinierenderweise verschwinden just die störenden Verhaltensweisen von meinem Partner von ganz alleine, die ich zuvor schmunzelnd unter „der ist nun mal so“ verbucht hatte."

Ein großes Problem der Liebe ist die mangelnde Kommunikation. Gibt es ein Rezept, um Gespräche mit dem Partner wieder in die Gänge zu bringen, ohne dass es zu gegenseitigen Vorwürfen oder gar zu Konflikten in der Liebe kommt?

"Quantität ist ja nicht gleich Qualität! Natürlich hat man seinem Partner am Anfang einer Liebe unheimlich viel zu erzählen. Das wird – zumal Routine im Alltag mit ins Spiel kommt – natürlich weniger. Dem kann man entgegenwirken. Beginnen Sie mit einer Grundhaltung der Offenheit und Neugier zu ihrem Partner. Statt zu erzählen, fragen Sie lieber ihren Partner. Gehen Sie auf Forschungsreise und lassen Sie sich davon überraschen, was Sie alles noch nicht über ihren Partner wussten."

„Ich verdiene etwas Besseres!“ Frau hofft nach der Trennung vom Partner meist darauf, dass sie jetzt die erfüllte Liebe findet. Funktioniert das in der Praxis oder läuft es mit einem neuen Partner wieder alles im alten Trott?

"Da es unsere inneren Muster sind, die einen Partner wählen und unser Beziehungsverhalten bestimmen, ist es wahrscheinlich, beim nächsten Partner früher oder später wieder Ähnliches zu erleben. Deswegen ist es sinnvoll, einige der unbewussten Steuerungsmechanismen loszuwerden – das macht den Weg frei für neue, positive Erfahrungen in der Liebe."

Auch mit ihrem Partner gab es Zeiten, in denen Sie am liebsten das Handtuch geworfen hätten. Wie haben Sie diese Krise in der Liebe gemeistert?

"Ich habe meine eigenen Reaktionen auf sein vermeintliches Ego-Verhalten kritisch angeschaut und mich dafür bei meinem Partner entschuldigt. Das hatte nichts mit Liebe und Wertschätzung zu tun. An der Stelle von meinem Partner hätte ich auf mein Gezicke und häufige Kritik auch bockig reagiert. Ich habe das geändert, bin entspannter, wertschätzender und humorvoller geworden, und siehe da - aus einem egomanen Mann wurde ein liebevoller, fürsorglicher Partner."

Stressfreie Liebe ohne Nebenwirkungen zum Partner:

Welche Rolle spielt der Sex in einer Langzeitbeziehung? Was kann man tun, damit eine Liebe frisch und das Begehren zum Partner bestehen bleibt?

"Die Libido ist eine individuelle Sache. Generell helfen Sex und Zärtlichkeit die Bindung zum Partner zu festigen. Damit die Lust aufeinander erhalten bleibt, braucht es eine gute Balance zwischen Nähe und Distanz. Was immer verfügbar ist und was wir zu gut kennen, übt allerdings keinen Reiz in der Liebe aus. Deshalb braucht Begehren einen Touch von Fremdheit und Sehnsucht. Getrennte Schlafzimmer können da ebenso hilfreich für die Liebe sein wie die Forschungsreise ins Innerste vom Partner. Auch das Anmieten eines Hotelzimmers für eine heiße Nacht kann der Liebe neuen Schwung geben. Wenn wir erst einmal realisieren, wie viele Überraschungen der uns scheinbar vertraute Partner noch für uns bereithält, wird er auch wieder interessant und reizvoll."

Man sagt, eine Liebe, in der es nicht mal kracht, ist langweilig. Braucht man in der Liebe wirklich DEN „Versöhnungssex“?

"Wenn Sie oder Ihr Partner dieses Drama und die emotionale Intensität mögen, spricht nichts dagegen. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten, um die Liebe komplett ohne Konflikte, bunt und lebendig zu erhalten. Dazu gibt es im Buch eine Menge Inspiration."

Gehen oder bleiben? Wann sollte man die Notbremse in der Liebe ziehen und seinen Partner verlassen?

"Ich würde dazu raten, zu gehen, wenn der Partner körperliche oder psychische Gewalt ausübt. Es gibt auch eine Reihe von Persönlichkeitsstörungen und Suchterkrankungen, bei denen die Gefahr eines Schadens für die Liebe groß ist. Dann ist es besser zu gehen. Es gibt Frauen, die es über Jahre mit einem bösartigen, unehrlichen Partner aushalten, was sicherlich auch in ihren eigenen Konditionierung und Werten begründet ist. Mein Rat wäre eher zu gehen, die Ursachen in sich zu beseitigen, die für das Bleiben beim Partner verantwortlich waren, und dann mit einem netten, warmherzigen Partner neu durchzustarten."

Experten sagen, Monogamie komme in der Natur praktisch nicht vor. Sind wir als Partner überhaupt in der Lage absolut treu zu sein?

"Das ist eine Frage von Hormonen. Einem Mann mit einem hohen Testosteronspiegel wird Treue schwerer fallen als einem Partner mit einem niedrigen. Wir reagieren generell eher mit einer Ausschüttung des Glückshormons Dopamin auf einen Partner fürs Bett als auf den Vertrauten. Es hängt aber natürlich von eigenen Werten und Prioritäten ab, wie man auf einen fremden erotischen Reiz reagiert. Untreue mit einem eingebauten Steinzeitprogramm rechtfertigen zu wollen, ist natürlich unsinnig."

Gewohnheit und Alltagsrituale sind für eine Liebe charakteristisch. Doch Glücksgefühle bekommt der Mensch, wenn er etwas Neues oder Aufregendes erlebt. Wie bringen Sie diese beiden Pole in Ihrer Liebe in Balance?

"In meiner Liebe gibt es bewusst Zeit für gemeinsame genussvolle Unternehmungen, bei denen ich mit meinem Partner etwas Neues entdecke. Ich genieße es, meinen verschiedenen Persönlichkeitsfacetten spielerisch Ausdruck zu verleihen. Da hat Routine in der Liebe keine Chance. Glücklicherweise habe ich einen Partner, der mich immer wieder überrascht."

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