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Sex mit allen Sinnen

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Die sieben Elemente der Lust

Ein innovatives Coaching führt Sie zum besten Sex Ihres Lebens: Sieben lustvolle Schritte öffnen Ihnen nicht nur die Augen, sondern alle Sinne - und lassen Sie Erotik mit völlig neuer Hingabe genießen.

Das ist Ihnen garantiert auch schon passiert: Da liegt man mit dem Liebsten im Bett, er lässt langsam seine Finger über IhrenKörper wandern, eigentlich wäre alles perfekt - aber dann stellt sich der Kopf quer. Erst ziept ein Haar, dann juckt es im Knie, und Sie sind genervt, weil vorm Haus gerade jemand Müll in die Tonne wirft. Nun beginnt Ihr Partner, sich über Ihre Zurückhaltung zu wundern, und Sie merken daran, dass er vielleicht auch nicht so überzeugt bei der Sache ist - und die Erotikpleite ist perfekt.

Sicher, es gibt Schlimmeres, aber jammerschade ist es trotzdem. Jedes Mal. Denn Sie verdienen richtig guten Sex, auch und sogar gerade dann, wenn nicht alles drumherum perfekt ist - und wann ist das schon der Fall! Wir zeigen Ihnen, welche sieben Elemente aus einem Akt den "besten Sex Ihres Lebens" machen.

 

Wie Sie Ihre Sinne, Ihren Geist und Ihren Körper öffnen können - und Störfaktoren keine Chance haben. Und wie Sie Sex wieder zu dem machen, was er sein sollte: die aufregendstarke Basis Ihrer Liebesbeziehung.

Element 1: Ja, ich habe Lust!

Erinnern Sie sich, wie's am Anfang war? Wie Sie beide nicht genug voneinander bekommen konnten - und keiner was falsch machen konnte? Sie machten Sachen, die Sie vorher nie gemacht hatten - und kamen auf Ideen, von denen er noch nie was gehört hatte. Doch dieser Schwung geht mit der Zeit oft verloren, auch weil der Beziehungsbeginn eine Ausnahmesituation ist, die man auf die Dauer kaum durchhalten könnte.

Leider fahren viele Paare mit der Sex-Quantität auch die Qualität herab. Sex wird zu einer Art Fastfood-Sex - man einigt sich stillschweigend auf die Formen, die am schnellsten gehen und keinen irritieren. Frauen gehen dabei oft noch etwas rascher in die Defensive, blockieren, auch sich selbst. Was sie in diesem Moment vergessen, ist, dass echte Liebe sich auch und vor allem im Sex ausdrückt. In Akzeptanz, Wohlwollen, Verständnis.

Wenn Sie das verinnerlichen, ändert sich Ihre Sichtweise von "Es geht ihm immer bloß um Sex" zu "Er liebt und begehrt mich" und "Er traut mir zu, dass ich mit seinen Wünschen umgehen kann, sogar mit denen, die zu äußern ihm schwerfällt." Wenn Sie ihm diese Einstellung zeigen, wird er Sie auch gegenüber Ihnen beweisen. Bestärken Sie sich möglichst oft darin, ihm Ihre Zuneigung auch sexuell zu zeigen.

Übung

Legen Sie sich entspannt hin. Schließen Sie die Augen, platzieren Sie Ihre linke Hand auf Ihrem Venushügel, die rechte Hand mittig unterhalb Ihrer Brust; dort ist Ihr Gefühlszentrum, das Sonnengeflecht. Spüren Sie, wie es in Ihnen warm und glühend wird, während Sie an Ihre Liebe zu ihm denken. Und nun lassen Sie diese Wärme hinabfließen zu Ihrem Unterleib und sagen Sie laut: "Hier liebe ich dich auch."

Extra-TippSagen Sie ihm beim Akt mit Ihren Augen, Ihren Tönen: Ich will dich bei mir haben, in mir haben, dir nah sein; es gefällt mir, was wir gerade machen. Umschmeicheln Sie ihn mit Ihrem Körper, ziehen Sie ihn an sich heran und in sich hinein, als wollten Sie mit ihm verschmelzen. Er wird es spüren und Ihnen zurückgeben.

Element 2: Werden Sie schamlos

Keine Angst, hier geht es nicht darum, möglichst verrucht durch die Gegend zu stolzieren. Hier geht es viel mehr um Schamlosigkeit im wahrsten Sinne des Wortes, und der besagt nur, dass Sie sich nicht schämen sollen. Vor allem nicht für Ihren Körper und am allerwenigsten für die Zentren Ihrer Lust. Sicher, das sagt sich leicht - schließlich schämen wir uns doch aus 100 Gründen.

Für die Figur, die mal nicht perfekt rasierte Bikinizone, für unsere Unsicherheiten - und manchmal sogar noch dafür, dass wir uns schämen. Aber einen echten Grund gibt es dafür eigentlich nicht: Wenn Ihr Partner Sie liebt, ist beinahe jede Scham unnötig. Und tatsächlich schämen Sie sich doch bereits jetzt schon für erstaunliche Dinge nicht: Er darf Sie morgens ungeschminkt sehen, ungeföhnt und abends auch noch in dem alten T-Shirt, mit dem Sie gern ins Bett huschen.

Verlassen Sie sich also drauf: Dieser Mann verträgt ganz andere Sachen! Sie können ihm Ihre verborgensten Körperstellen offen zeigen, Ihre intimsten Sonderwünsche verraten, Ihre Lust in jeder Form. Also zeigen Sie's ihm - sonst schränkt das nicht nur ein, was Sie erleben können, sondern auch Ihre Genussfähigkeit: weil Sie dann, statt ganz in der Lust aufzugehen, immer am Zensieren Ihres Verhaltens sind.

Übung

Erfinden Sie ein erotisches Alter Ego: die "sexbewusste" Frau, die in Ihnen steckt! Geben Sie ihr einen Namen: Es muss nicht "Lola" sein, aber er sollte für Sie frech klingen, locker, offen, unverklemmt. In diese Rolle versetzen Sie sich, sobald Sie spüren, wie Scham Ihre Handlungen, Ihre Lust begrenzt! Beispiel: Ihr Freund will Ihre Intimzone ganz genau anschauen und Sie möchten am liebsten die Beine zuklappen.

Was würde "Lola" tun? Sie würde freimütig zeigen, was sie hat, und sagen: "Alles für dich! Kannst ruhig mal kosten!" Lola kann sich auch deswegen so gut öffnen, weil sie nicht nur ganz klar sagt, was sie will, sondern auch, was sie nicht will. Und für Lolas Partner ist das okay, weil sie ihm lustvolle Alternativen bietet. Wenn Sie an Freimütigkeit Lola ebenbürtig sind, nicht aber in Aktion und Ton, gehen Sie einen Schritt weiter.

Extra-Tipp

Weihen Sie Ihren Partner ein - und spielen Sie einfach mal Lola. Kommen Sie schon, nur mal zum Spaß. Geben Sie absichtlich Gas, stöhnen und ächzen Sie, winden Sie sich, zerwühlen Sie das Laken. Tragen Sie ruhig mal dick auf, das würde Lola auch tun. Das geht Ihnen zu schnell? Machen Sie's langsamer: Tasten Sie sich erst im Stockdunklen an Lolas Rolle heran. Oder sagen Sie ihm, er solle sich erst mal die Ohren zustöpseln, bevor Sie losstöhnen. Und dann drehen Sie richtig auf!

Element 3: Genießen können

Viele Frauen können sich beim Sex nicht richtig fallen lassen, weil sie unterbewusst fürchten, der Partner würde sie überrollen. Nach dem Motto: "Wenn ich das jetzt zulasse, nutzt er die Freiheiten vielleicht für ganz andere Dinge, die ich gar nicht will." Wie stark Frauen das befürchten, hängt einerseits von schlechten Erfahrungen mit Sex-Dampfwalzen ab, andererseits vom aktuellen Partner - respektiert er Ihre Grenzen immer? Auch wenn Sie ihm komplett das Ruder überlassen?

Wenn Ihre Antwort "Ja" lautet (und das sollte sie, bevor Sie an Sexdetails feilen), ist die Frage, ob Sie es auch schaffen, im Bett die Kontrolle abzugebe

n und den Anderen machen zu lassen. Das können Sie am besten testen, indem Sie sich - fesseln lassen. Sie verkrampfen schon bei dem Gedanken daran und fühlen sich unbehaglich?

Das geht vielen Frauen so, es ist ein Indiz dafür, dass Sie vermutlich bei jedem Sex unter leichter Daueranspannung stehen, eine übervorsichtige "Hab-Acht-Haltung" einnehmen und skeptisch beobachten, was wohl als Nächstes passiert. Eine Genuss bremsende Haltung, die Ihnen wahrscheinlich gar nicht mehr auffällt, weil Sie es kaum noch anders kennen.

Übung

Empfehlenswert ist hier die "Verbindende Umarmung": Stellen Sie sich beide fest auf Ihre Füße, positionieren Sie sich einander gegenüber. Legen Sie die Arme um ihn. Konzentrieren Sie sich auf sich selbst, Ihren Körper, Ihr Gefühl. Werden Sie nun ruhig, ganz ruhig. Umarmen Sie Ihren Partner so, wie Ihnen danach ist, aber spüren Sie auch, wie er gehalten werden will. Nun bleiben Sie mehrere Minuten

so, und zwar so lange, bis sich bei beiden eine spürbare Entspannung einstellt.

Sexuelle Erregung ist bei dieser Übung von David Schnarch, einem der besten Sexualtherapeuten der USA, weder wichtig noch erwünscht. Doch Sie erfahren dabei unter anderem, ob einer von Ihnen sich bei großer körperlicher Nähe verspannt oder rasch zurückzieht. Daran können Sie innere Blockaden und Ängste erkennen. "Falls Sie in Ihrer Beziehung nie oder nur selten entspannte Verbundenheit erleben, werden Sie vielleicht feststellen, dass Sie sich bei der Umarmung kribbelig fühlen", so Schnarch, "dass Sie sich lösen möchten. Versuchen Sie, trotzdem an ihm zu bleiben."

Ziel ist, einen Zustand zu erreichen, in dem Sie sich gern vorstellen, so weiter zu verharren. Gleichzeitig können Sie durch häufiges Ausführen lernen, im engen Kontakt mit dem Partner zur Ruhe zu kommen, sich zu entspannen, seelische Verbindung mit ihm aufzunehmen, auch dann gelassen und im seelischen Gleichgewicht zu bleiben, wenn er es nicht ist. Das Gute: Wenn Sie einander hier unterstützen können, lässt es sich auch auf den Sex übertragen.

Extra-Tipp

Wenn Sie mitten im Akt eine Blockade spüren, können Sie entweder die Umarmung im Liegen versuchen, oder Sie sagen sich innerlich ein Mantra wie: "Ich habe Vertrauen - lasse mich fallen - ich gebe mich hin - es fühlt sich schön an - alles wird gut ..."

Element 4: Brücke der Gefühle

Es ist nicht leicht, beim Sex alle Gefühle zuzulassen und sie dem Anderen zu zeigen. Das gilt nicht nur für negativ Besetztes wie Wut, Traurigkeit, Unsicherheit, Ängste, sondern auch für Liebe, Leidenschaft, Anlehnungsbedürfnis und so weiter. Der Grund: Beim Sex ist man sich ohnehin schon körperlich nahe, sodass zusätzliche emotionelle Nähe leicht zu viel werden kann. Dennoch ist diese Nähe absolut lohnend.

Wenn Sie ihn nicht nur in Ihren Körper, sondern auch in Ihre Seele lassen, entsteht tiefste Innigkeit. Manchmal bekommt Sex dann etwas geradezu fantastisch Fließendes. Ihre beider Bewegungen und Aktionen stimmen sich aufeinander ab, Sie öffnen sich ganz selbstverständlich, lassen sich nur von Ihrer Lust leiten. Man erreicht diesen besonderen Zustand, indem man beim Sex über Blicke, Mimik, sich Mitteilen eine "Gefühlsbrücke" herstellt.

Die meisten Menschen tun das nicht: Sie haben vom ersten Kuss bis zum Orgasmus fast ununterbrochen die Augen zu oder blicken am Partner vorbei - sie blenden ihn aus. Das ist keine böse Absicht, sondern eher Selbstschutz: Man könnte ja Dinge sehen, die einem nicht gefallen, etwa den entrückt-glasigen Blick des Partners oder dessen Erstaunen über Ihre Reaktionen.

Daher ist das Schließen der Augen, um Empfindungen auszukosten, absolut okay. Aber um mit dem Partner innig verbunden zu sein, sollte man sie möglichst oft aufmachen. Nicht nur für Blickkontakt oder um ihm ein Lächeln oder eine andere Emotion zu zeigen, sondern auch um ihn und seine Reaktionen besser wahrzunehmen.

Übung

Öffnen Sie Ihre Augen für den Liebsten. Sehen Sie ihm ins Gesicht, während Sie stöhnen, erotische Worte austauschen oder ihn stimulieren. Das kann sich zuerst seltsam anfühlen, Willenskraft kosten, sogar verwirrend sein. Denn die entstehende Intimität kann so intensiv werden, dass man sie kaum noch aushält. Vielleicht ist auch Ihr Partner irritiert, fühlt sich beobachtet oder ähnliches.

Beruhigen Sie ihn dann, bitten Sie ihn, es auch einmal zu versuchen. Erwarten Sie freilich nicht, dass er es sofort erwidert, man muss sich daran gewöhnen. Ein weiterer Pfeiler der Gefühlsbrücke ist Reden während des Aktes. Viele Paare wickeln ihn schweigend ab oder geben nur das Nötigste von sich. Was fehlt, ist der Austausch: Wie fühlt man sich gerade? Was wünsche ich mir? Und wie steht's da beim Anderen? Das müssen weder lange, ablenkende Dialoge sein noch ausgefeilter "Dirty Talk". Schlichte Worte tun's am besten, etwa "das fühlt sich gut an" oder "fass mal hier hin ...".

Extra-Tipp

Vieles kann sogar antörnend sein, wie "schön", "geil", ein schlichtes "fester", wenn Sie's gern fester hätten, oder einfach nur "tiefer", wenn Sie ihn tiefer spüren möchten. Übrigens können auch einfache Fragen anregen, wie etwa ein sinnliches: "Gefällt dir das?"

Element 5: Reize setzen

Im Wort "Sinnlichkeit" kommt nicht umsonst das Wort "Sinn" vor: Denn für vollendete Sinnlichkeit müssen Sie sich ganz dem Sehen, Schmecken, Riechen, Hören, Fühlen hingeben. Das Problem daran ist: Im Alltag wird das exakte Gegenteil verlangt. Um von den unzähligen Eindrücken, die auf uns einprasseln, nicht hoffnungslos überwältigt zu werden, müssen wir oft abschalten - etwa so, wie man bei Werbung im Fernsehen wegzappt.

Und diese Haltung gewöhnt man sich an: Wir gehen achtlos an Dingen und Menschen vorbei, ohne sie genau anzusehen, wir schieben uns etwas in den Mund, ohne es gründlich auszukosten, Musik und Geräusche gehen zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus, ja, wir lassen uns sogar berühren oder küssen, ohne richtig hinzufühlen. Lernen Sie, dem gezielt entgegenzusteuern. Damit Sie sich dann öffnen können, wenn Sie es wollen.

Halten Sie dazu im Alltag öfter mal inne. Riechen Sie an Lebensmitteln, kauen Sie langsamer, versuchen Sie, jede Geschmacksnuance zu erfassen. Lassen Sie Ihre Umgebung und die Natur auf sich wirken, horchen Sie auch hin. Und wie steht's damit zwischen Ihnen und Ihrem Partner? Können Sie sich gut riechen, schmecken seine Küsse gut? Ist es angenehm, ihn anzufassen? Und wo besonders? Sehen Sie einander gern an?

Wenn das schwerfällt, wenn Sie finden, sich dazu zu sehr an ihn gewöhnt zu haben, dann betrachten Sie ihn mal ganz in Ruhe, als wäre er ein fremder Mann und Sie eine Unsichtbare. Vielleicht sehen Sie ihm sogar mit "Lolas" Augen zu (siehe Punkt 2): Wie er sich an- oder auszieht, sich rasiert und so weiter, auch die Details: seine Hände, seine Lippen, seinen Penis.

Übung

Wenn Sie bewusst ein oder zwei Sinne ausschalten, schärfen Sie damit zugleich die übrigen. So können Sie mit verbundenen Augen Ihren Liebsten viel besser hören, seine kleinen und großen Atemstöße, die Variationen seines Seufzens, Stöhnens. Sie spüren ihn auch intensiver, wenn Sie ihn Stück für Stück ertasten, Sie bemerken seine Reaktionen, wie unterschiedlich sich die Hautregionen anfühlen. Diese Art von Fühlen wird noch intensiver, wenn Sie sich zusätzlich die Ohren verschließen. Dann können Sie wiederum deutlicher riechen und schmecken.

Extra-Tipp

Spielen Sie gezielt mit diesem Mechanismus. Der eine von Ihnen trägt eine Augenbinde, der andere bietet ihm alle möglichen Sinnesreize (die er sich vorher zurechtgelegt hat) und lässt ihn raten, was es ist. Das können duftende Dinge sein, kleine Häppchen zu essen oder Berührungsvarianten (weiche Materialien, Vibrierendes, Kinderspielsachen etc.). Gehen Sie mit diesem Vorhaben im Kopf doch mal (getrennt) extra in ein Kaufhaus einkaufen, genießen Sie die Vorfreude, wie er verzweifelt zu erraten versucht, womit in aller Welt Sie ihm da gerade sanft über sein bestes Stück streifen ...

Element 6: Wechselspiele

Was macht einen guten Thriller aus? Die Spannung. Aber Spannung erzeugt man nicht, indem man den Helden in eine zweistündige Prügelei verwickelt. Er muss mal fliehen, mal zur Ruhe kommen, mal läuft ihm die Zeit davon, mal der Gegner - und dann fiebern wir mit. So ist es auch mit Sex. Wenn man einfach wild loslegt oder sein gewohntes Programm abspult, schaltet man leicht ab, wir spüren den Körper des Partners so wenig wie den eigenen.

Was ist zu tun? Wechseln Sie das Tempo, wechseln Sie die Intensität. Wechseln Sie die Lautstärke - wie die Regisseurin Ihres eigenen Erotik-Thrillers. Wenn Sie neben ihm liegen, gehen Sie ganz langsam vor, berühren Sie seine Brust, seine Arme, Beine, seinen zuckenden Penis.

Lassen Sie Ihre Bewegungen nicht stärker werden, sondern zarter, kleiner, bis Sie selbst sie kaum noch spüren. Und wenn Ihr Lover schwer zu bremsen ist, stoppen Sie ihn mit Worten und Taten, etwa indem Sie seine Hüften packen und festsetzen - bis Sie beide nicht anders können, als Vollgas zu geben.Übung

Ideal hierfür ist das "Rein-ganz-raus-Spiel": Er soll bei jedem Stoß seinen Penis ganz herausziehen, dann wieder eindringen, wieder komplett hinaus, wieder hinein usw., bedächtig und rhythmisch. Das ruhige Tempo kommt zum Großteil von selbst, weil er gut zielen muss. Sie selbst liegen relativ weit geöffnet, etwa mit der Hüfte auf der Bettkante, während er zwischen Ihren Beinen kniet.

Er darf übrigens gern mitspielen: etwa indem er nur ein Stückchen weit eindringt, sich dann gemach wieder zurückzieht, dann noch ein bisschen weiter hineingleitet, stehenbleibt, dann tiefer rutscht oder zurück, je nach Lust und Laune. Noch heißer fühlt sich das für Sie von hinten an, weil Sie nichts sehen können. Falls er dann innehält, werden Sie sich ihm ungeduldig entgegenbewegen!

Und auch Sie können mit ihm spielen, etwa ihn mit Ihren Schenkeln einklemmen, dass er nur halb in Sie hineinkommt, oder Ihre Hüften zurückziehen und ihn nur eine Winzigkeit einlassen (lächeln Sie ihm dabei wissend ins Gesicht). Noch viel intensiver für beide wird es, wenn Sie ein gutes Gefühl für Ihre Scheidenmuskulatur haben. Haben Sie je damit den Penis bewusst umschlossen, mit Bewegungen geneckt, eingesogen oder gebremst?

Extra-Tipp

Jedes Mal, wenn er beim Stoßen zurückgeht, verengen Sie sich, als wollten Sie ihn festhalten. Kommt er rein, lassen Sie locker, geht er wieder ein Stück raus, umfassen Sie ihn. Fühlt sich für beide sehr schön an! Das Gleiche können Sie machen, wenn Sie ihn reiten: beim Hochgehen anspannen, beim Runtergehen locker lassen.

Element 7: Alle Zonen stimulieren

Es ist eigenartig, aber oft glauben wir schon nach kürzester Zeit zu wissen, was unseren Partner am meisten stimuliert. Doch das täuscht: Wir kennen meist nur die kleinen Tricks und Reize, denen wir zufällig während der ersten Kennenlernphase begegnet sind.

Sich gegenseitig gründlich zu erforschen, das machen nur wenige Paare wirklich. Das ist schade, denn so setzen sie nur einen Bruchteil dessen ein, womit sie einander Lust bereiten könnten. Außerdem ändern sich reizbare Zonen und Vorlieben im Lauf der Zeit. Doch dagegen hilft ein Mittel: die Neugier aufeinander - sie hält den erotischen Reiz dauerhaft lebendig.

Übung

Einer von Ihnen beiden legt sich entspannt hin (erst auf den Bauch, dann auf den Rücken), der Andere geht eine halbe Stunde lang von Kopf bis Fuß über dessen Körper und liebkost jede Stelle auf verschiedene Arten: Streicheln, Küssen, Knabbern, Massieren, sanftes Kneifen, was immer Ihnen einfällt. Die Aufgabe des Liegenden: laufende Rückmeldung. Und zwar präzise: "Das fühlt sich gut an", "fühlt sich sexy an", "ist kuschlig, aber nicht erotisch". Dann ist der Andere dran.

Extra-Tipp

Ähnlich gut: Rollentausch, bei dem Sie sich typisches Verhalten und das Gefühl von Aktiv und Passiv, Nehmen und Genommenwerden bewusst machen. Sie übernehmen dabei den Part, den normalerweise eher er inne hat - etwa die aktivere, treibende Kraft zu sein, ihn zu verführen und zu nehmen. Und er das Gegenteil davon - passiv empfangend zu sein und nicht ins Geschehen einzugreifen. Sie werden merken, dass die ungewohnte Rolle knifflig sein kann, aber Ihnen beiden völlig neue Erlebniswelten eröffnet.

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