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Wie viel Sex braucht die Liebe?

Laura,

Sex

Jede Woche zweimal? Oder ist einmal alle vier Monate auch noch okay? In puncto Sex erwarten wir meist viel. Und sprechen zu wenig darüber...

Laut Oswald Kolle hat der Deutsche 139-mal pro Jahr Geschlechtsverkehr. Also 2,6-mal pro Woche - wer hätte das gedacht?

Mehr als 55.000 Menschen wurden befragt - mit überraschendem Ergebnis: Die Deutschen treiben's nicht nur oft, sie wollen es auch noch öfter, und das bitte mit mehr Schmackes! Fast jeder Zweite (sowohl Männer als auch Frauen) wünscht sich mehr Sex, und fast zwei Drittel (Männer 69 Prozent, Frauen 68,2 Prozent) wollen mehr Abwechslung.

Aber woran liegt es, dass wir mit unserem Sexleben so unzufrieden sind?

Die Gründe sind vielfältig: Mal will der andere nicht, wenn wir gerade wollen, oft drückt beruflicher Stress auf unsere Libido oder erstickt der öde Alltag die Leidenschaft schon im Keim. Die Folge: Frust bei der Lust und das Gefühl, dass das, was man an Liebesleben hat, irgendwie nicht genug ist.

Dabei ist es ganz leicht, diese Sorge zu beheben.

"Miteinander reden", empfehlen Psychologen wie Ragnar Beer von der Uni Göttingen, "und Wünsche offen mit dem Partner besprechen." Das Problem ist nämlich, wie Beer in seiner jüngsten Studie herausfand, dass Paare oft nicht die leiseste Ahnung von den Wünschen des anderen haben, weil dieser sich schlicht nicht traut, sie zu äußern. Um diese Scheu zu überwinden, entwickelte Beer einen Fragebogen im Internet ( www.theratalk.de ), der von beiden Partner getrennt ausgefüllt wird. Am Ende bekommen beide nur die Fantasien des Partners zu Gesicht, die deckungsgleich sind. Das Ergebnis ist ein Sex-Wunschzettel, bei dem man sicher sein kann, zu bekommen, wonach man sich sehnt.

Was Sexualwissenschaftler auch gern empfehlen, um die sexuelle Zufriedenheit zu steigern, ist das Sex-Date: Man verabredet sich mit seinem Partner zu einem festen Termin in der Woche, bei dem man sich vornimmt, miteinander zu schlafen. Viele Paare schwören darauf und entdecken dabei ganz neue Seiten an sich. Denn gerade dieses Neuentdecken - "den Partner mit den Augen eines Fremden sehen", wie die New Yorker Paarthera peutin Esther Perel sagt -, ist wichtiger Zunder, um Lust und Leidenschaft neu zu entfachen.

Aber was, wenn wir die 139 Mal trotz aller Gespräche und Sex-Dates im Jahr nicht schaffen? Haben wir dann zu wenig Sex? "Nein, natürlich nicht", sagt Professor Uwe Hartmann, Sexualwissenschaftler und Psycho loge an der Medizinischen Hochschule Hannover. "Fangen Sie bloß nicht an, eine Beischlafstatistik zu führen." Statistiken setzen unter Druck, genau wie alle Studien, die in den Medien auftauchen. "Es gibt keine Norm, nach der Paare nur gut miteinander leben, wenn sie sich regelmäßig lieben. Wie viel normal ist, hängt ganz allein vom persönlichen Befinden ab", sagt Hartmann. Und das bedeutet: "Eine Partnerschaft braucht genau so viel Sex, wie beide bereit sind zu geben. Und je offener darüber gesprochen wird, umso besser wird er sein und die Zufriedenheit beider steigen."

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