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Wieviel Sex ist normal?

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Für jede 4. Frau spielt Sex keine Rolle mehr

Wieviel Sex ist normal? Das hängt von der Beziehung und vom Alter ab: Deutschlands bekannteste Sex-Expertin Erika Berger klärt auf

Alltag in vielen deutschen Ehen: Beide kommen müde von der Arbeit, möchten entspannen. Lust auf Sex? Fehlanzeige. So geht es auch Petra (45) und Frank (41): Obwohl sie sich immer noch attraktiv finden, schlafen sie kaum noch miteinander. Arbeit, Haushalt und Kind halten vor allem Petra derart auf Trab, dass sie meist zu erschöpft ist. Das umstrittene TV-Experiment "7 Tage Sex" (am 27.2., 21:15 Uhr auf RTL) soll ihr Liebesleben wieder aufpeppen: Darin verpflichten sich acht Paare, eine Woche lang jeden Tag Sex zu haben und darüber zu berichten...

Hand aufs Herz: Nimmt die Lust nicht in jeder Beziehung mit den Jahren ab? "Natürlich", sagt TV-Moderatorin und Autorin Erika Berger. "Wenn man im Alltag mit Beruf und Kindern viel um die Ohren hat, werden andere Dinge wichtiger als Sex." Ein schleichender Prozess, wie Zahlen belegen. Denn wir haben mal nachgefragt: Wieviel Sex ist eigentlich normal?

Wieviel Sex ist normal? Laut Dr. Jakob Pastötter, Präsident der Deutschen Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Sexualforschung, schlafen Partner ab dem siebten Jahr seltener miteinander als zu Beginn der Partnerschaft. "Bis dahin haben Paare im Schnitt 150-mal im Jahr, also zwei- bis dreimal pro Woche, Sex. Danach flaut die Häufigkeit nach und nach ab und pendelt sich bei zwölf- bis 50-mal im Jahr ein." Abhängig ist das aber auch vom Alter. "In der Altersgruppe ab 45 gehen wir von ein bis dreimal im Monat aus", so der Sexualforscher. Doch in manchen Ehen kommt das Liebesleben ganz zum Erliegen: Etwa 15 bis 20 Prozent aller Paare haben Schätzungen zufolge gar keinen Sex mehr.

Muss man sich in so einem Fall Sorgen machen? "Nein", sagt Erika Berger. "Eine Beziehung kann auch ohne Sex wunderbar funktionieren. Allerdings nur, wenn beide Partner damit einverstanden sind." Sie rät, die Erotik nicht einfach einschlafen zu lassen, sondern mit dem Partner darüber zu reden - auch wenn das schwerfällt. "Besonders viele der heute 60- bis 70-Jährigen sind regelrecht sexfeindlich erzogen worden. Aber es ist ungeheuer wichtig, dass man sich über seine Wünsche austauscht." Dabei erleben viele eine Überraschung: "Wenn man lange zusammen ist, glaubt man, den anderen genau zu kennen - auch in sexueller Hinsicht. Häufig stellt sich heraus, dass die Annahmen über den Partner falsch sind." Das kann die Erotik beflügeln. Wenn es körperliche Probleme gibt (Erektionsstörungen bei ihm, hormonelle Beeinträchtigungen bei ihr), sollte man sie offen beim Arzt ansprechen.

Führt die anhaltende Lustlosigkeit zu Frust, kann ein Besuch bei einem Sexualtherapeuten helfen. Oft reichen schon wenige Sitzungen. Grundsätzlich aber gilt: Man muss keinen Sex haben, um sich nah zu sein. Erika Berger: "Jede liebevolle Berührung hat eine unmittelbare Wirkung - in jedem Alter." Und wieviel Sex normal ist, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.

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