
Nehmen oder nicht nehmen – das ist bei der Pille heute kaum noch die Frage: Rund 70 Prozent aller Frauen verhüten damit, die Erfolgsgeschichte währt bereits 50 Jahre. Und selbst wenn Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme stören, können wir wirklich dankbar für die bequeme und effektive Variante der Verhütungsmethoden sein. Oder wie fänden Sie es, wenn Ihr Gynäkologe Ihnen statt einer kleinen Tablette Krokodilskot oder Kondome aus Schafsdarm vorschlagen würde? So urige Verhütungsmethoden gab es nämlich früher…
Sehen Sie in unserer Bildergalerie die 5 abstrusesten Verhütungsmethoden von damals.
5 Dinge, die Sie noch nicht über Verhütungsmethoden wussten
Verhütungsmethoden: Kondome – früher ökologisch wertvoll
Erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts können die Überzieher unter den Verhütungsmethoden industriell aus Latexgummi hergestellt werden. Vom alten Ägypten bis hin ins späte Mittelalter ging es da weitaus rustikaler zur Sache, was Verhütungsmethoden betrifft: Die Männer stülpten sich gesäuberte Schafsdärme, Fischblasen oder Kuhhäute über – mit mäßigem Erfolg.
Fazit: Umweltfreundlich, aber besonders ineffektiv: Palmblatt- oder Strohwickel ums beste Stück, die eine Zeugung verhindern sollten.
Verhütungsmethoden: Herzhaftes Hatschi als Empfängnisschutz
Der griechische Arzt Soranus von Ephesus (um 100 n. Chr.) hatte einen Verhütungstipp den Verhütungsmethoden beizusteuern, der erst mal praktisch klingt: Nach dem Sex sollte die Frau einfach kurz in die Hocke gehen und kräftig niesen, um die Spermien auch wirklich ganz auszustoßen.
Fazit: Man wusste offenbar nicht, wie flink die kleinen Dinger schwimmen – und wie wenig ein Hatschi sie bremsen kann.
Verhütungsmethoden: Magische Rituale gegen den Kindersegen
Vor allem im Mittelalter setzten die meisten Frauen bei den Verhütungsmethoden auf Aberglaube und Magie. Die Highlights der damaligen Antibaby-Bräuche bzw. Verhütungsmethoden: einem Frosch dreimal ins Maul spucken, einen Beutel mit Hasenkot um den Hals hängen oder einen Brei aus gebratenen Kaulquappen essen.
Fazit: Könnte sein, dass derartig unappetitliche Maßnahmen die Männer dann gleich grundsätzlich fernhielten…
Verhütungsmethoden: Spermienschutz mit Frischeduft
Moderne Diaphragmen aus Latex oder Silikon wehren Spermien zuverlässig ab. Die Wirkung der historischen Verhütungsmethoden-Variante dürfte eher Glückssache gewesen sein: Ägypterinnen der Frühzeit ohne Kinderwunsch versuchten, den Muttermund mit einer halben ausgepressten Zitrone zu verschließen.
Fazit: Klingt allemal besser als ein Tampon aus getrocknetem Krokodilkot, der ebenfalls in Ägypten angewendet wurde.
Verhütungsmethoden: Von Akazie und Weihrauch
Die alten Verhütungsmethoden waren zumindest eines: unglaublich kreativ! Was da alles an Scheidenspülungen vorgeschlagen wurde, klingt abenteuerlich. Saure Milch mit Honig vermischt, Extrakte aus Akazienknospen und Weihrauch oder Essiglösungen. Dabei zeigen Untersuchungen, dass der Effekt dieser Verhütungsmethoden damals recht überzeugend gewesen sein muss.
Fazit: Honig verklebt die Gebärmutter, saure Milch und Akazienextrakt verändern den Säurehaushalt, was einen Großteil der Spermien unschädlich macht.
Veröffentlicht in Laura





