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Der Hochzeitsknigge - Benimmregeln für Gäste

Hochzeitsknigge Benimmregel 1:

Wie viel Weiß darf man als Freundin der Braut riskieren? Mein neues Prada-Kleid hat so viele Blumen drauf, dass man das Weiß gar nicht mehr richtig sieht. Ehrlich!

Vergessen Sie’s. Weiß darf nur Ihre Unterwäsche sein. Die Braut steigert sich seit Monaten in ihren Sahnebonbon-Auftritt hinein – Sie würden also, Blumen hin oder her, als Hochverräterin gelten.

Hochzeitsknigge Benimmregel 2:

Muss ich Kirchenlieder mitsingen?

Orientieren Sie sich am Hymnen-Bluff unserer Fußball-Nationalelf: Brummen Sie einfach ein bisschen mit oder bewegen Sie tonlos Ihre Lippen. Sie werden sehen, in der Kirche machen das fast alle so. Bis auf die Bibelstreber in den ersten beiden Reihen, die das gesamte Gesangsbuch auswendig können.

Hochzeitsknigge Benimmregel 3:

Darf ich beim Diavortrag Fotos der Braut im Bustier, mit Joint in der Hand, zeigen?

Geht’s noch? Garantiert schauen ja einige Leute zu, die Ihren morbiden Humor nicht unbedingt teilen. Also keine Nacktaufnahmen, keine Drogen, keine intimen Handlungen. Was Geschmacksverirrungen wie Minipli-Dauerwelle, Möhrchenjeans und Fransenweste betrifft: nur zu!

Hochzeitsknigge Benimmregel 4:

Muss ich als Trauzeugin eine Rede halten, auch wenn ich schon in der Uni Schweißausbrüche beim Kurzreferat hatte?

Schwierig. Die Braut wird es erwarten. Zwei, drei nette Sätze würden schon reichen. Falls Sie tatsächlich kneifen, dann unbedingt vorher Bescheid sagen. Und etwas anderes bieten (vielleicht keine Konfettimaschine oder ähnlich sinnlosen Quatsch, aber mindestens einen rührenden Artikel in der Hochzeitszeitung).

Hochzeitsknigge Benimmregel 5:

Wie ehrlich darf meine Rede sein? Sind Sätze wie „Du hast ja eigentlich nie einen von der Bettkante gestoßen, liebe Julia“ akzeptabel?

Wir sprechen doch über Ihre Freundin, also bitte!!! Späßchen sind okay. Als Hochzeitsredner dem gnadenlosen Zwang zu verfallen, die Festgesellschaft zu erheitern, indem man Anekdoten mit Indiskretion oder Boshaftigkeiten würzt, ist echt mies. Und auch nicht wirklich Ihr Niveau, oder?

Hochzeitsknigge Benimmregel 6:

Ich finde Geld schenken blöd. Darf ich dem Brautpaar entgegen seiner Wünsche was anderes schenken?

Auf gar keinen Fall. Das Brautpaar will sich damit offenbar einen Herzenswunsch erfüllen, also halten Sie sich gefälligst daran. Und auf keinen Fall in Verlegenheitsaktionismus verfallen und ein Kilo Münzen im Kuchen verbacken. Eine hübsche Karte mit einem Scheinchen drin ist genau die richtige Lösung.

Hochzeitsknigge Benimmregel 7:

Ich halte Dresscodes wie „Mittelalter“ oder „Bitte in Tracht erscheinen“ für eine Zumutung. Darf ich freestyle aufkreuzen?

Mogeln Sie lieber. Tragen Sie ein Puffärmel-Blüschen mit Stickerei als Hommage ans Trachtenmotto. Oder eine Flechtfrisur als Mittelalter-Reminiszenz. Zumindest ein Accessoire sollte darauf hinweisen, dass Sie kein Spielverderber sind.

Hochzeitsknigge Benimmregel 8:

Junggesellinnenabschied: Die Braut ist eher der zurückhaltende Typ. Darf ich sie zwingen, mit Bauchladen durch die Innenstadt zu laufen und schlüpfrige Heftchen zu verkaufen?

Nein. Nein. Nein. Dieser Abend ist nicht dazu da, dass schadenfrohe Freundinnen ihre Demütigungsfantasien ausleben können. Und nicht vergessen: Irgendwann holt das Pornoheft-Verkaufsspiel Sie ein, nämlich wenn Ihr eigener Junggesellinnenabschied ansteht. Die Rache der Braut wird fürchterlich sein.

Hochzeitsknigge Benimmregel 9:

Walzer kann ich nicht. Darf ich also abwinken, wenn der Bräutigam mich auffordert?

Nein. Nein. Nein. Die meisten unter 40 stellen sich genauso plump an wie Sie. Es wird also nicht weiter auffallen, wenn Sie mit Ihren 12-cm-Pumps die Kalbslederschuhe des Bräutigams piercen. Danach werden Sie Ihre Ruhe haben.

Hochzeitsknigge Benimmregel 10:

Darf ich zwei Stunden vors Autoradio verschwinden, weil das Brautpaar sich ausgerechnet den Tag des WM-Halbfinales ausgesucht hat und Deutschland gegen Argentinien spielt?

Ja. Ist zwar unhöflich, aber Notwehr. Das Brautpaar hätte den Kalender nach wichtigen Sportereignissen durchforsten müssen. Verschwinden Sie bloß dezent, damit keine Massenflucht entsteht.

Hochzeitsknigge Benimmregel 11:

Muss ich wirklich bei seltsamen Spielen mitmachen, bei denen die Festgesellschaft Polonaise tanzend durch den Saal wankt und das Brautpaar entwürdigende Fragen aus seinem Intimleben beantworten muss?

Nein. Am besten, Sie verkrümeln sich zum Frischmachen oder in den Garten. Auf keinen Fall sauertöpfisch an einem leeren Tisch sitzen bleiben.

Hochzeitsknigge Benimmregel 12:

Ich bin betrunken am Dessertbuffet in den Schokobrunnen gestürzt. Und jetzt?

Haltung bewahren, zumindest einen Rest davon. Nicht weinen oder hysterisch lachen – unauffällig verschwinden.

Hochzeitsknigge Buchtipp:

Zum Weiterlesen

Theresa Selig: „Wer Ja sagt , muss auch Onkel Horst einladen“

(Deutscher Taschenbuch Verlag, 8,95 Euro)

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Tags:   Hochzeit |  Hochzeitsknigge

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Veröffentlicht in Maxi

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