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Schluss mit Dauerstress!


Glücklich mit Ritualen


Von SUSANNE SCHULZ
Momente der Ruhe statt viel Hektik - kleine Alltagsrituale entschleunigen das Leben, geben Kraft und stimmen zuversichtlich.
rituale
Foto: © Prof. Dr. Gerald Hüther - www.lernwelt.at
Wer Fernseher, Computer und Handy auslässt, gönnt seinem Gehirn eine echte Pause vom Stress, weiß Prof. Dr. Hüther.

Sie greifen jeden Abend, ohne nachzudenken, zur Fernbedienung? Wenn Rituale zur Routine werden, wir sie also nicht mehr bewusst genießen, gehören sie auf den Prüfstand. Für die alltägliche Nutzung digitaler Medien wie Fernseher, Computer und Handy gilt das ganz besonders, sagt Prof. Dr. Gerald Hüther von der Universität Göttingen und Mannheim/Heidelberg. Denn statt uns zu entspannen, stressen uns die Geräte mit noch mehr Reizen. Auf Dauer verändert sich dadurch sogar unser Gehirn und unser Denken. Inwiefern, darüber haben wir mit dem Hirnforscher gesprochen.

bella: Welchen Einfluss haben denn Fernseher, Handy und Computer auf unsere grauen Zellen?

Gerald Hüther: Die Netzwerke im Gehirn passen sich daran an, wie und wofür wir unser Gehirn benutzen. So bekommen Medienjunkies zum Beispiel ein Hirn, mit dem sie eine rasche Bildwahrnehmung und einen ständigen Aufmerksamkeitswechsel leisten können.

Und was sind die Folgen?

Starke Mediennutzung verändert die Wahrnehmungsgewohnheiten, mindert Konzentration, Erinnerungsvermögen und Lernfähigkeit. Dazu kommt: Wer zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt, verliert soziale Fähigkeiten. Es verkümmern dann jene Hirnregionen, die gebraucht werden, um sich in andere Menschen hineinzuversetzen, ihre Mimik und Gestik zu entschlüsseln, Konflikte lösen und zuhören zu können.

Gilt das auch für Kinder, die mit den unterschiedlichen Medien aufwachsen?

Sogar ganz besonders. Denn diese Kinder und Jugendlichen werden im Dauerfeuer digitaler Technik groß. Und ihr Gehirn passt sich den Dauerreizen bestens an.

Haben Sie ein konkretes Beispiel?

Man sieht das beispielsweise an einer Hirnregion, dem sensomotorischen Kortex. Der ist zuständig für die Daumenbewegung. Dieser Bereich ist bei 15-Jährigen heute fast doppelt so groß wie noch vor zehn Jahren. Die Jugendlichen entwickeln ihr Hirn also so, dass es optimal an die Erfordernisse, wie eben in diesem Beispiel das Tippen von Kurznachrichten mit dem Handy, angepasst ist.

Was hingegen passiert in unserem Kopf, wenn Ruhe herrscht?

Dann wird eine spezielle Hirnregion im mittleren Scheitellappen aktiv. Dieses Areal wird auch Leerlauf-Netzwerk genannt. Ruhe ist also ein aktiver Zustand.

Womit beschäftigt sich das Gehirn dann?

Wenn wir vor uns hinträumen, in die Luft starren, wenn das Gehirn ohne konkrete Aufgabe ist - dann verändert es die Richtung seiner Aufmerksamkeit, lenkt sie auf die eigene Person. Es lauscht quasi in sich hinein. Und dann, wenn die Stimulation von außen aufhört, kann es passieren, dass einem plötzlich kreative Gedanken kommen, einem gute Ideen einfallen.

Wir werden also kreativer. Was spricht noch für regelmäßige Ruhe?

Wer täglich Momente der Einkehr erlebt, regt nicht nur die eigene Vorstellungskraft an, sondern fördert auch die Selbstreflexion und verbessert seine Konzentrations-und Aufmerksamkeitsfähigkeit. Das alles wiederum kann helfen, Probleme im Alltag leichter zu lösen.

FOTOGALERIE

Die 15 Glücks-Rituale

15 Glücks-Rituale

Glücklich mit Ritualen

Acht von zehn Deutschen empfinden ihr Leben als stressig, zeigen repräsentative Umfragen. Der permanente Druck und das ständige Gefühl, keine Zeit zu haben, rauben Lebensfreude. Umso wichtiger sind Momente des Innehaltens und der Ruhe. Wie man das hinkriegt? Mit Ritualen! Das bestätigen auch immer mehr wissenschaftliche Studien. Doch nicht jede Gewohnheit ist gleich ein sinnvolles Ritual. Es lohnt sich, den Alltag einmal kritisch unter die Lupe zu nehmen - und sich gegebenenfalls von Angewohnheiten zu trennen. Etwa davon, jeden Abend den Fernseher einzuschalten. Denn wer die Flimmerkiste öfter auslässt, gönnt seinem Gehirn eine Pause von der Reizüberflutung. Genießen wir Rituale aber ganz bewusst, profitieren wir auf vielfältige Art und Weise von ihnen.

Momente der inneren Ruhe

Das Sudoku am Morgen, der Lieblingssong auf der Fahrt zur Arbeit, der Tee am Nachmittag - Rituale begleiten unseren Alltag, gliedern unseren Tag und sorgen dafür, dass wir überhaupt mal innehalten. Für einen Moment, der regelmäßig wiederkehrt, sind wir ganz bei uns. Das beruhigt.

Mehr Selbstbewusstsein

Der Kuss auf den Talisman vor einem wichtigen Gespräch oder das Telefonat mit der Freundin vor einem schwierigen Termin: Die Rituale, die uns zum Erfolg führen sollen, erzielen tatsächlich die Wirkung, die wir uns von ihnen erhoffen, zeigen US-Studien. Offenbar reicht schon der Glaube an ihre Kraft, um unser Selbstvertrauen zu stärken. Und viel mehr brauchen wir meist nicht, um zu gewinnen. Psychologen fanden jedenfalls heraus: Je erfolgreicher ein Mensch ist, desto stärker ritualisiert lebt er.

Kraft in Krisen

In schwierigen Lebenslagen können wir uns an Ritualen festhalten. Die Beerdigung eines geliebten Menschen etwa meistern wir besser, weil feste Abläufe vorgegeben sind. So nehmen uns Rituale an die Hand, wenn uns selbst die Kraft fehlt. Dass uns Rituale guttun, wissen wir intuitiv. Oft merken wir jedoch erst, wie wichtig sie für uns sind, wenn sie wegfallen. Zum Beispiel wenn morgens die Zeitung mal nicht geliefert wurde. Sie wünschen sich mehr Momente der Ruhe, mehr Glücksgefühle im Leben? Probieren Sie unsere 15 Alltagsrituale auf den folgenden Seiten.

Glücklich mit Ritualen

Natur sehen

Setzen Sie sich vor dem Schlafengehen in den Garten oder auf den Balkon, betrachten Sie die Natur. Die Forschung zeigt: Der bloße Anblick versetzt Ihr Gehirn in den Ruhezustand, lässt die Zeit nach einem hektischen Tag scheinbar langsamer vergehen.

Glücklich mit Ritualen

Gemeinsam essen

Versuchen Sie, die Familie wenigstens einmal am Tag zu einer Mahlzeit zu versammeln. Eine Studie der Universität Zürich zeigt, dass Familien, die täglich gemeinsam essen, glücklicher miteinander sind, als jene, die das nicht regelmäßig tun.

Glücklich mit Ritualen

Betten machen

Die Decke glatt streichen, das Kissen ausschütteln - diese Handlung schafft nicht nur Ordnung, sondern stärkt uns für den Tag. Forscher fanden den Grund heraus - es signalisiert dem Gehirn: "Alles geht in Ordnung."

Glücklich mit Ritualen

Paarzeit

Psychologen wissen, dass Paare, die gemeinsame Gewohnheiten pflegen, besonders innig verbunden sind. Wie wäre es denn mit einem Abendessen bei Kerzenschein, das man immer für den ersten Freitag im Monat einplant? Auch gut: Feiern Sie selbst nach 30 Jahren noch Ihren Kennenlerntag - als festes Ritual Ihrer Liebe.

Glücklich mit Ritualen

Kuss zur Nacht

Eine gute Sache für Paare ist der Gute-Nacht-Kuss. Zeigt die zärtliche Geste doch: Mit dir beschließe ich meinen Tag, und wir gehören zusammen. Ein wunderschönes Gefühl, das man mit in den Schlaf nimmt.

Glücklich mit Ritualen

Wochenend-Gewohnheiten

Am Freitag auf dem Heimweg einen Blumenstrauß kaufen, samstags auf den Markt, sonntags zum Bäcker gehen. Wochenendrituale entspannen und geben Kraft für den Montag, so Stressforscher.

Glücklich mit Ritualen

Jeden Tag in den Garten

Für mehr innere Balance raten Soziologen, es den Mönchen gleichzutun - und täglich simple Arbeiten zu verrichten, etwa den Garten pflegen. Der Grund: Das Vertiefen in eine Tätigkeit und ihre ständige Wiederholung entschleunigt die Gedanken.

Glücklich mit Ritualen

Aufs Gute fokussieren

Eine stärkende Angewohnheit - besonders, um Krisen gut zu überstehen: Fragen Sie sich jeden Tag, was gerade ganz toll in Ihrem Leben läuft, wofür Sie dankbar sind.

Glücklich mit Ritualen

Den Stift wechseln

Bringt ein wenig Abwechslung in den Arbeitsalltag: Jeden Morgen einen neuen Lieblingskuli küren. Denn jeder Stift schreibt anders, liegt anders in der Hand.

Glücklich mit Ritualen

Täglich anrufen

Der US-Therapeut John Gottman rät Paaren zum Telefon-Ritual. Am besten immer zur gleichen Zeit. Es zeigt: "Egal was gerade los ist, ich denke an dich."

Glücklich mit Ritualen

Achtsam werden

Nur im Moment leben, sich auf eine Sache konzentrieren? Mit Meditation kann man das lernen. Denn sie trainiert die Achtsamkeit. Dazu hinsetzen, Augen schließen und drei Minuten nur auf den Atem achten. Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass Meditations-Rituale die Nerven beruhigen, Stresshormone reduzieren und das Immunsystem stärken.

Glücklich mit Ritualen

Schau-Fenster

In Momenten starker Anspannung hilft regelmäßig dieser Trick: Treten Sie für fünf Minuten ans Fenster, schauen Sie hinaus, und lassen Sie den Blick schweifen. Das sorgt für Abstand.

Glücklich mit Ritualen

Feste feiern

Festtagsriten stärken das soziale Miteinander. US-Psychologen stellten fest, dass Familien, die Geburts- oder Hochzeitstage nicht groß feiern, in Konfliktsituationen leichter auseinanderbrechen.

Glücklich mit Ritualen

Wechsel-Hilfe

US-Forscher Donald Woods rät, Tagesübergänge wie das Heimkommen nach der Arbeit mit einer Mini-Handlung zu verbinden, z. B. dem Blick zum Himmel. Das hilft, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu trennen. Effekt: Man lässt den Job vor der Tür.

Glücklich mit Ritualen

Kuchen backen

Wie wäre es mit einem regelmäßigen Sonntagskuchen? Schon die Zubereitung hat eine beruhigende Wirkung. Und der Duft von Frischgebackenem spendet ein Gefühl von Geborgenheit.

Noch mehr Rituale gibt es im Buch "50 Rituale für das Leben", Anselm Grün, Herder Spektrum, 8,95 Euro. Den Augenblick genießen können Sie mit dem Ratgeber "Meditation im Alltag" plus Übungs-CD lernen. M. Williams und D. Penman, Arkana, 19,99 Euro. Klänge zum Relaxen liefert die CD "Entspannungsmusik für Körper und Geist 6", Electric Air Project, ca. 7 Euro.


Veröffentlicht in Bella
Tags:   Glück |  Glückshoroskop

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