Foto: BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH
"Merkwürdig", denke ich, als ich abends im Biergarten in der Regensburger Altstadt sitze, "wir wissen mehr über Paris oder New York als über eine Stadt wie Regensburg. Nie hätte ich gedacht, dass es mitten in Deutschland so viel zu entdecken gibt!" Dabei müsste die 130.000-Einwohner-Stadt an der Donau, Hauptstadt des Bezirks Oberpfalz, weltberühmt sein. Regensburg ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Sie hat den am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern. 6.000 denkmalgeschützte Gebäude stehen hier, nirgends in Europa sind es mehr. Kein Wunder, dass die Altstadt zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.
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Den ganzen Tag war ich staunend unterwegs in dieser Pracht. Mein erster Weg führte ins Schloss Thurn und Taxis, mitten in der Altstadt gelegen. Genau, hier wohnt Fürstin Gloria! Die habe ich zwar nicht gesehen, aber ihre Schatzkammer kann man besichtigen (Eintritt: 4,50 Euro). Der ganze Prunk eines reichen Fürstenhofs ist dort ausgestellt: herrliche Möbel, glitzernder Schmuck und alte Gemälde entführen einen in eine glänzende Zeit. Natürlich musste ich auch in den berühmten Dom, den man aus den TV-Auftritten der Regensburger Domspatzen kennt. 600 Jahre lange wurde an diesem Prachtstück der bayerischen Gotik gebaut. Berühmt ist er zum Beispiel für seinen lachenden Engel Gabriel aus dem 13. Jahrhundert. An Regensburg ist auch die Lage einmalig. Die Flüsse Naab und Regen münden im Stadtgebiet in die Donau. Außerdem liegt es genau an der Schnittstelle von Bayerischem Wald, den Bergen des Fränkischen Juras und der Donau- Ebene. Es gibt also auch im Umland viel zu entdecken.
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Ich fahre zuerst nach Osten. Wiesent, ca. 20 Kilometer entfernt, heißt mein Ziel, genauer ist es der Pavillon, den Nepal im Jahr 2000 zur Weltausstellung nach Hannover schickte. Jetzt steht der Bau inmitten eines herrlichen Parks. Zu einer Hälfte ist er eine buddhistische Stupa, eine weiße Halbkugel, auf der ein goldener Aufbau mit aufgemalten Augen thront. Zur anderen ein hinduistischer Pagoden- Tempel, geschmückt mit unzähligen Holzschnitzereien. Die beiden Gebäude symbolisieren das friedliche Miteinander der großen Weltreligionen. In jahrelanger Handarbeit wurde er in Nepal gebaut. Jetzt unterstützt man mit dem Eintrittsgeld von 5 l das Hilfswerk "Wasser für die Welt". Und bekommt dafür nicht nur ein Kunstwerk zu sehen, sondern auch einen meditativen Ort der Ruhe. Ein ruhiges Plätzchen anderer Art ist der Bayerische Wald. Er war der erste Nationalpark Deutschlands und ist heute zu einem richtigen Urwald herangewachsen. Hier kann man sich ganz der sommerlichen Natur hingeben und wandern. Dabei pfeife ich mit den Vögeln ein fröhliches Lied um die Wette, so glücklich bin ich in der Oberpfalz.
Veröffentlicht in Alles für die Frau
