Lisa Parkisson: Plötzlicher Tod nach Geburt von Baby Zac

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Dies ist das letzte gemeinsame Foto von Lisa und ihrem Baby.
Foto: Manchester Evenig News

Tod im Wochenbett

Im Royal Oldham Hospital in England ist Lisa Parkisson nach der Geburt ihres Sohnes Zac im Wochenbett verstorben. Die junge Frau hatte starke Blutungen.

In der Nacht zum Samstag bringt Lisa in einem Krankenhaus in Manchester ihren kleinen Sohn Zac zur Welt. Papa Chris macht das wunderschöne Foto von den beiden, auf dem die junge Frau ihren Sohn zärtlich im Arm hält. Zwei Tage später stirbt sie. Lisa Parkisson hat das Wochenbett nicht überlebt. Ihr Sohn wird seine Mutter nie kennenlernen. Ihm bleibt nur dieses letzte Foto.

Die Familie von Lisa ist fassungslos. Keiner kann verstehen, wie es zu dem tragischen Tod kommen konnte. Lisas Mutter Judith Smith sagt über ihre Tochter: „Sie war wie ein helles Licht, so witzig, so warm, so freundlich und liebevoll. Jetzt ist dieses Licht verloschen“.

Mutter und Sohn ging es gut

Dabei verlief die Geburt nicht außergewöhnlich dramatisch. Am 26. Juni kam Lisa in das Royal Oldham Krankenhaus inder Nähe von Manchester. Sie hatte eine Wassergeburt geplant, doch es stellte sich heraus, dass das Baby in der falschen Richtung lag. Also wurde ihr Sohn per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Lisa und ihrem Baby ging es danach gut, nichts deutete auf Komplikationen hin. Stattdessen: pures Glück . „Ist er nicht wunderschön? Ist er nicht einfach perfekt?“ fragte Lisa immer wieder, als sie aus dem Kreißsaal geschoben wurde. Sie weinte vor Freude und verkündete: „Jetzt ist mein Leben mehr als vollkommen!“

Knapp drei Jahre waren Lisa und Chris ein glückliches Paar. Das Baby sollte die Krönung für ihre liebevolle Beziehung sein. Foto: Cavendish Press

Ihr Lebensgefährte Chris war furchtbar stolz auf sie. Er selbst hat schon zwei Kinder, doch für Lisa war ihr Sohn das erste Kind. Sie war sehr aufgeregt und sorgte sich, ob sie auch alles richtig machte. „Sie hat das Muttersein in den wenigen Stunden so sehr genossen. Sie hat Zac gewickelt und gebadet. Sie hat es wirklich toll gemacht.“

Am Abend schickte Lisa noch eine SMS an ihre Mutter

Doch am Tag nach der Niederkunft bekommt Lisa heftige Kopfschmerzen. Die Ärzte geben ihr Medikamente, die Schmerzen lassen nach. Am Abend schickt sie aus dem Krankenhausbett eine SMS an ihre Mutter, wünscht ihre eine Gute Nacht. „Ich antwortete ihr, dass sie schön schlafen sollte, um sich zu erholen. Ich konnte doch nicht ahnen, dass Lisa nie wieder aufwachen würde“, berichtet ihre verzweifelte Mutter.

Lisa war eine fröhliche junge Frau, die gerne ausgelassen auf Partys feierte. Foto: Facebook

Am Montagmorgen, drei Tage vor ihrem 36. Geburtstag, kollabiert Lisa. Die Ärzte versuchen noch sie zu retten, doch vergeblich. Als die Familie eintrifft, ist Lisa bereits tot. „Sie lag im Bett, alles war voller Blut, es war so schrecklich“, berichtet Lisas Schwester Ally. Der Familie, die eben noch die Heimkehr von Mutter und Sohn plante, blieb nur noch die Vorbereitung der Beerdigung.

Das Krankenhaus bekundete Beileid, konnte den plötzlichen Tod der jungen Frau aber nicht erklären Die Todesursache blieb offiziell ungeklärt. Der Fall wird aber noch untersucht, denn natürlich bleibt für die Familie die bohrende Frage nach dem Warum.

Eine mögliche Erklärung für die starken Blutungen wäre, dass die Plazenta von Lisa sich nicht normal von der Gebärmutter lösen konnte. Das Risiko für solche Blutungen ist zum Beispiel bei Zwillingsgeburten erhöht, oder wenn das Kind besonders groß ist. Auch Gerinnungsstörungen oder Myome können die Ursache dafür sein.

Doch warum auch immer Lisa so viel Blut verlor, es bleibt dabei: Ihr Freund Chris und ihr Sohn Zac müssen jetzt ohne sie weiterleben. Chris kann es nicht fassen: „Ich habe Lisa so sehr geliebt und sie mich. Ich kann nicht glauben, dass das passiert ist. Wir werden immer über sie sprechen, unser Sohn wird alles über seine Mutter wissen. Ich wünschte so sehr, Lisa wäre noch hier.

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