Lungenembolie: Ursachen und Symptome

lungenembolie h
Eine Lungenembolie kann tödlich enden.
Foto: Fotolia

Das sollten Sie wissen

Philipp Mißfelder wurde nur 35 Jahre alt. Der CDU-Politiker verstarb völlig überraschend in der Nacht zum Montag an einer Lungenembolie. Der Tod des CDU-Bundestagsabgeordneten schockiert vor allem deswegen, weil Mißfelder auf den ersten Blick nicht zu der Risikogruppe gehört. Vor wenigen Tagen noch war der Vater zweier Kinder in London, machte einen gesunden Eindruck. Wie konnte es also zu seinem plötzlichen Tod kommen?

Eine Lungenembolie ist eine ernsthafte Erkrankung. Ursache dafür ist meistens eine Thrombose. Die Embolie äußert sich durch unterschiedliche Symptome - im schlimmsten Fall kann sie zum Tod führen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

Symptome einer Lungenembolie

Von Medizinern wird zwischen einem versteckten Krankheitsbild und akuter Lungenembolie unterschieden. Eine Erkrankung kann nämlich unbemerkt verlaufen, denn kleine Embolien sind nicht stark genug, um Symptome zu verursachen. Sollten Sie bei sich allerdings Symptome wie schnelle Atmung mit über 16 Zügen pro Minute, akute Luftnot , Schmerzen im Brustkorb, einen schnellen Puls oder Bluthusten entdecken, sollten Sie sofort das nächstgelegene Krankenhaus aufsuchen. Im schwersten Stadium der Erkrankung kann ein durch die Lungenembolie ausgelöster Herz-Kreislaufschock nämlich zum Tod führen.

Ursachen von Lungenembolie: Vor allem Thrombose

In den meisten Fällen wird eine Lungenembolie durch eine vorangegangene Venenthrombose ausgelöst, die sich oft in den Oberschenkeln bildet, aber auch im Bereich des Beckens vorliegen kann. Seltener findet sich eine Thrombose hingegen in den Waden- oder Oberarmvenen.

Aber auch andere Ursachen sind möglich, allerdings liegen deren Wahrscheinlichkeiten bei unter fünf Prozent. Verschleppte Fettpartikel, die im Rahmen von Operationen in die Venen gelangen, können ebenso die Ursachen für Lungenembolie werden wie Fruchtwassermengen, die während eines Kaiserschnitts in die Venen laufen. Auch Luft kann ein auslösender Faktor sein, wenn sie bei Verletzungen größerer Venen in den Organismus gelangt.

Vererbbare Erkrankungen, die mit einer erhöhten Gerinnungsbereitschaft einhergehen, können ebenfalls das Risiko für eine Lungenembolie erhöhen. Bei diesen Erbkrankheiten handelt es sich vor allem um verschiedene Proteinmängel: Bestimmte Proteine hemmen die Gerinnung des fließenden Blutes in den Gefäßen, sodass bei ihrem verminderten Vorkommen die Blutkörperchen verklumpen.

Wie entsteht eine Thrombose?

Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel, das sich meistens in den Venen bildet, aber auch in Arterien entstehen kann. Den Beginn machen Blutplättchen, die sich zusammenlagern. In der Folge bildet sich im Rahmen einer Gerinnungskaskade ein Netz, in dem sich weitere Körperchen verfangen. Somit verengt sich oder verstopft das Blutgefäß.

Neben Gerinnungsstörungen und Änderung der Flussgeschwindigkeit können auch Schäden der Gefäßwände zu einer Thrombose führen. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, Schwangerschaft, die Anti-Baby-Pille, Tumorerkrankungen und Übergewicht. Frauen sind häufiger von Thrombosen betroffen als Männer.

Kategorien: