Lustgeheimnisse der Sexpertinnen

lustgeheimnisse der sexpertinnen
Sexpertinnen
Foto: Privat

Profi-Tricks fürs Bett

Die Wege auf den Gipfel der Lust kennen Profis naturgemäß am besten. Wir haben fünf von ihnen gefragt – nach dem heißesten Striptease, dem besten Blowjob, dem effektivsten Orgasmusbringer.

Christine Janson

Beruf: Tantra-ExpertinAlter: 50 JahreVita: Als Erotik-Coach gibt sie Seminare und unterrichtet Paare wie auch Singles in Liebe, Lust und Sinnlichkeit. Zudem hat sie mehrere Bücher verfasst, unter anderem „Fremde Haut“Webseite: www.christinejanson.de

Was empfehlen Sie als Einstieg für ein tantrisches Sexerlebnis ?

Tantra bedeutet Verschmelzen, eine besonders intensive Verbindung zum Partner herzustellen. Gut geeignet als Start ist der „Breath of Love“. Der Mann sitzt im Schneidersitz, sie setzt sich auf ihn, die Beine um seine Taille geschlungen. Man atmet entweder im gleichen Rhythmus oder der eine atmet ein, während der andere ausatmet, und umgekehrt. Dabei entsteht ein Energiekreislauf, der wohlige Wellen auslöst, ohne dass der Lingam, also sein Penis, in die Yoni, die Vagina, eindringt.

Was macht man stattdessen? Zum Beispiel eine Massage?

Ja, dabei darf man ruhig kreativ werden. Neben Massageöl kann man auch Haushaltsobjekte benutzen, einen Küchenquirl oder einen Gummihandschuh.

Wie kann man den sexuellen Akt möglichst lange genießen?

Er kann in ihr innehalten, um eine Ejakulation zu verhindern. Man kann über fünf, zehn Minuten still ineinander verschmolzen sein, spürt dabei den Partner körperlich und seelisch besonders innig. Erst wenn er abzuschlaffen droht, massiert sie seinen Penis mit ihren Vaginalmuskeln, indem sie an- und nach ein paar Sekunden wieder entspannt. Ausprobieren!

Welche Stellung empfehlen Sie für einen Superorgasmus?

Die Tigerstellung fördert die animalische Lust. Die Frau kniet, stützt sich mit den Händen auf dem Boden ab, der Mann dringt von hinten in sie ein. Indem sie die Beine öffnet oder etwas schließt, kann sie die Intensität perfekt steuern.

Wie geht es dann weiter?

Aus dieser Haltung wechselt die Frau in die Libelle über, indem sie ihr rechtes Bein nach hinten streckt und sich über ihre rechte Seite rollt, bis sie auf dem Rücken liegt. Geübte Paare schaffen es, dass der Lingam dabei nicht aus der Yoni rutscht. Der Mann hält dabei ihr linkes Bein langgestreckt in die Luft, bleibt knien oder stellt ebenfalls ein Bein auf. In dieser Position kann er sehr tief vorstoßen – bis zum Höhepunkt!

Cleo van Eden

Beruf: EdelhureAlter: 28 JahreVita: Statt nach ihrem BWL-Studium Karriere im Büro zu machen, entschied sie sich für das Rotlichtmilieu. Über ihre Erfahrungen hat sie ein Buch geschriebenWebseite: www.cleovaneden.tv

Was wünschen sich die Männer, die Sie buchen?

Da gibt es zwei Gruppen: Die einen wollen einfach nur Sex, die anderen bevorzugen extremere Varianten wie S/M- oder Fetisch-Spielchen. Das sind häufig Männer, die sich nicht trauen, ihren Frauen zu sagen, dass es sie anturnt, wenn jemand eine Peitsche auf ihren Po knallen lässt und Brustklemmen an ihren Nippeln anbringt. Oder dass sie auf Lack- und Leder-Outfits stehen.

Von den S/M- und Fetisch-Liebhabern mal abgesehen, was ist für Männer das Nonplusultra beim Sex?

Eine Frau, die für alles offen ist und im Bett auch mal versaute Dinge macht, auch zu Analverkehr nicht Nein sagt. Ebenfalls ganz oben auf der Wunschliste steht der Blowjob . Zehn von zehn Männern möchten oral verwöhnt werden, weil es nun mal eine sehr intensive Art der Stimulation ist.

Im Stehen oder im Liegen?

Wenn eine Frau vor einem Mann kniet, hat das immer auch etwas Erniedrigendes. Ich empfehle daher, es im Bett zu tun. Überhaupt ist es äußerst vorteilhaft, wenn er auf dem Rücken liegt.

Klären Sie uns auf!

Sie kann sich dann seitlich von ihm positionieren und seinen Penis liebkosen, ohne ihn in eine andere Richtung biegen zu müssen. Und er kann sie dabei berühren und auch die Hotspots zwischen ihren Beinen erreichen, wenn sie neben ihm kauert. Das ist für beide lustvoller und bequemer.

Und wie bringt man ihn mit dem Mund um den Verstand?

Man lässt die Zunge wandern, leckt an der Eichel, streift am Frenulum entlang nach unten und kehrt zu seiner empfindlichen Spitze zurück, um immer mal wieder daran zu saugen. Wenn man allmählich das Tempo und den Druck erhöht, kommt er in Fahrt. Besonders erregend für ihn ist es, wenn man mit den Lippen seinen Schaft umschließt, etwas Luft aus dem Mund saugt und den Kopf ein wenig zurückzieht, sodass ein kleines Vakuum entsteht.

Was machen die Hände?

So einiges. Legt man eine Hand um die Wurzel des Schafts, während man seinen Penis in den Mund nimmt, kann man einen reizvollen Deep-Throat-Effekt erzielen. Danach erkundet man vielleicht die Innenseiten seiner Schenkel oder massiert seine Hoden. Und man kann seine Hände zu einer Orangenpresse werden lassen.

Wie geht die?

Man reibt die Hände und den Penis mit Öl ein. Dann umfasst eine Hand den Schaft und die andere gleitet mit der Handfläche in Drehbewegungen über die Eichel, als würde man eine Orange auspressen.

Was sollte man bei einem Blowjob auf keinen Fall tun?

Beißen, nicht mal zärtlich.

Dietlind Tornieporth

Beruf: AutorinAlter: 42 JahreVita: Ihr erstes Werk befasste sich mit der Kunst der Verführung, in ihrem aktuellen Buch beleuchtet sie zusammen mit Autor Thilo Mischke das Sexleben der „Generation Neon“

Wie liebt man heute?

Weder sexuell überdrüssig noch versaut. Auch YouPorn hat uns nicht alle zu Zombies werden lassen, die nur noch zu Internetpornos kommen können. Mit den Filmchen ist es wie mit McDonald’s: Wir konsumieren sie, weil wir manchmal faul sind und es manchmal einfach dreckig und schnell wollen. Daran ist nichts Verwerfliches.

Setzt uns das, was wir da sehen, nicht auch unter Druck?

Doch. Männer glauben, ihr Schwanz sei zu klein, Frauen, ihr Po würde wie ein verschrumpelter Pfirsich aussehen. Der Ausweg: einfach mit den Kleidern alle Bedenken ablegen. Ohne zu überlegen, wie attraktiv oder unattraktiv, schüchtern oder pervers man eigentlich ist. Sex könnte das Normalste der Welt sein, ist es aber nicht.

Weil wir immer öfter und besser kommen wollen?

Sex ist heutzutage auf Leistung getrimmt, Durchhaltevermögen und multiple Orgasmen sind Pflicht. Es existiert viel zu viel „Es sollte so und so sein“ anstelle des weitaus sinnvolleren „Scheiß drauf, lass es uns einfach machen“.

Was ist der größte Sexirrtum?

Altruistischer Sex sei guter Sex. Wer sich die ganze Zeit Gedanken macht, was dem anderen gefallen könnte, wird selber nur bedingt Gefallen daran finden. Abgesehen davon durchschaut ein Mann einen halbherzigen Blowjob. Und auch für eine Frau ist der Spaß schnell dahin, wenn er sie zwar pflichtschuldig leckt, dann aber fragt: „Und? Kommst du bald?“

Was tun?

Wir müssen natürlich unsere Wünsche äußern und können nicht erwarten, dass der andere errät, was uns anturnt. Und wenn einem das mit Worten schwerfällt, muss man eben Handschellen aufs Bett legen.

Experimentieren ist die Lösung?

Wichtiger ist: dranbleiben. Aber warum nicht mal Skype-Sex, Rollenspiele, Dreier, einen Quickie an einem ungewöhnlichen Ort ausprobieren?

Domaitresse Alexandra

Beruf: JungdominaAlter: 26 JahreVita: Sie ging bei einer Domina in die Lehre und tourt nun als Gastdame durch S/M-Studios in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien

Mit welchen Wünschen kommen Männer zu einer Domina?

Bei mir sind es vor allem Männer, die erfolgreich sind und viel Verantwortung haben. Sie haben das Bedürfnis, zwischendurch die Kontrolle abzugeben, sich fallen zu lassen und das Kommando einer Frau zu überlassen, die bestimmt, was geschieht.

Wie stellt man es an, wenn man beim Liebesspiel mit dem Partner komplett die Regie übernehmen möchte?

Man startet mit einem „Schatz, wie wär’s, wenn ich dir die Augen verbinden und dich streicheln würde …?“ Lässt er sich darauf ein, kann man sich weiter vorwagen.

Ihn ans Bett fesseln?

Ja, wenn er einverstanden ist. Besonders praktisch dafür sind diese Klett-Dinger aus dem Sexshop. Oder die Frau trägt halterlose Strümpfe, streift erst den einen, dann den anderen ab und bindet damit seine Hände ans Bettgestell oder den Lattenrost. Die Küche eignet sich übrigens auch prima für Fesselspiele.

Erzählen Sie uns mehr …

Nun, man kann den Partner an einen Stuhl binden und nur mit einer Schürze bekleidet ein Dessert zubereiten. Dann setzt man sich auf ihn und füttert ihn. Eine Stellung, die Lust auf mehr macht.

Die Wehrlosigkeit des anderen ist das, was kickt?

Es ist höchst reizvoll, jemanden vor sich zu haben, der einem komplett ausgeliefert ist, mit dem man tun darf, wonach einem der Sinn steht. Aber: Man geht immer nur so weit, wie es der andere möchte.

Sollte man sich da im Vorfeld absprechen?

Unbedingt! Man muss nicht alles verraten, was passieren soll, sonst geht die Spannung verloren, aber man muss Grenzen festlegen. Außerdem ganz wichtig: Für den Fall, dass sich der andere nicht mehr wohlfühlt, braucht man ein Codewort. Nicht gerade „Stopp“ oder „Nein“, weil es oft Teil des Spiels ist, sich zu zieren. In der S/M-Szene bittet man um Gnade, für den Hausgebrauch kann man „Mayday“ oder ein Fantasiewort benutzen.

Was ist noch wichtig?

Bei Fesselspielen niemals die Handgelenke oder den Hals abbinden! Außerdem sollte immer eine Schere griffbereit liegen, um die Fesseln bei Bedarf schnell lösen zu können. Überhaupt sollte alles bereitstehen, was man einsetzen möchte: zum Beispiel eine Feder, Massageöl, Honig. Denn wenn man mittendrin erst mal quer durch die Wohnung rennen muss, um danach zu suchen, ist die Stimmung hinüber.

Nele Sehrt

Beruf: TanzpädagoginAlter: 33 JahreVita: Von ihr wurde das Tanzkonzept „Dance ’n Strip“ entwickelt. In Workshops vermittelt sie Teilnehmern damit die Kunst des stilvollen StrippensWebsite: www.dance-n-strip.de

Was sollte man im Kleiderschrank haben, wenn man für den Liebsten strippen möchte?

Man muss sich wohlfühlen in dem, was man trägt. Eine Hose elegant auszuziehen ist schwierig, daher nimmt man lieber einen Rock oder ein Kleid. Dazu Highheels, halterlose Strümpfe, scharfe Dessous. Man kann auch nur ein Negligé anhaben – oder in eine verführerische Rolle schlüpfen ...

… und die heiße Sekretärin mimen?

Ja, mit Brille und Hochsteckfrisur. Oder die Mafiabraut mit Trenchcoat, Hut und Krawatte.

Wie inszeniert man eine private Stripshow?

Eine geplante Inszenierung setzt Männer unter Druck, weil sie das Gefühl haben, gleich etwas leisten zu müssen. Reizvoller ist es, wenn ein Striptease aus einer lustvollen Situation entsteht, man zum Beispiel auf dem Sofa kuschelt und ihn aus der Reserve locken möchte.

Also lieber dezent als offensiv?

Ja. Man beginnt am besten mit dem „Waschprogramm“. Dabei streifen Sie mit den Händen über verschiedene Körperpartien, als wären Sie unter der Dusche. Das zeigt ihm, dass Sie wissen, was Sie wollen, und gleichzeitig, wo und wie Sie berührt werden möchten. Aber: Weniger ist mehr!

Das Teasen ist ja gerade das Reizvolle, oder?

Exakt. Deshalb setzt man erst Arme, Hals und Nacken, Beine, Fesseln und Füße in Szene und erst später Po und die Brüste.

Was raten Sie Frauen, die sich dabei komisch vorkommen?

Wichtig ist, dass man authentisch ist und nicht etwas vorführt, von dem man meint, es könnte dem anderen gefallen. Es muss einem auch selbst gefallen. Ein paar Posen kann man vorher ruhig mal vor dem Spiegel ausprobieren.

Auf was kommt es dabei an?

Man hält den Fuß auf halber Spitze, um das Bein optisch zu verlängern. Große Brüste hält und knetet man von schräg unten, bei kleinen Brüsten spielt man zudem mit den Knospen. Den Po leicht nach hinten strecken, damit die Rundungen besser zur Geltung kommen und die Oberschenkel gestrafft werden.

Wie bewegt man sich sexy?

Monotone Bewegungen machen ihn zwangsläufig schläfrig. Wenn er bei der Sache bleiben soll, muss man sich dynamisch bewegen. Aber nicht hastig oder sprunghaft, sonst fühlt er sich bedroht und flüchtet innerlich.

Was ist mit dem Blick?

Wenn eine Frau sich in ihren Bewegungen wohlfühlt, kommt ein sexy Blick von ganz allein. Wenn man einen bestimmten Ausdruck trainiert, wirkt das live oft gekünstelt. Und: zwischendurch mal weggucken oder die Augen schließen. Sonst traut er sich nicht, seinen Blick schweifen zu lassen.

Kommen wir nun zur entscheidenden Frage: Wie lässt man gekonnt die Hüllen fallen?

Das Ausziehen sollte von so wenigen Bewegungen wie möglich begleitet sein, damit er nicht abgelenkt wird. Öffnet man die Bluse, pausiert die Hüfte. Den Rock zieht man mit dem Rücken zu ihm aus, sodass er freie Sicht auf den Po hat. Schuhe und Strümpfe bleiben grundsätzlich an.

Wenn der Rock gerutscht ist, geht’s ans Eingemachte?

Nicht sofort. Der Po wird ganz langsam entblößt, den Slip zieht man dann seitlich aus, damit er nicht gleich alles sieht und eine Restspannung bleibt. Beim BH öffnet man entweder den Verschluss oder zieht ihn über die Träger aus. Und zwar so, dass die Brustwarzen zunächst noch bedeckt sind. Und nach ein paar langen Sekunden gibt’s dann die Totale.

Jetzt dürfte es um ihn geschehen sein …

Beim Anblick einer nackten Frau fällt das Gehirn eines Mannes in die Steinzeit zurück und dann will er nur noch das Eine. Aber das wollen wir ja auch, wenn wir uns beim Strippen freiwillig zum Lustobjekt machen.

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