Mach’s mir, Harald!

mach s mir harald
Sex-Kolumne: Sex-Toys to go
Foto: Thinkstock

Sex to go: Sex Toys

Sie sind immer bereit und tun genau, was ich will. Und sie bescheren zuverlässig intensive Orgasmen. Was kann es Entspannenderes und Lustvolleres für den schnellen Kick zwischendurch geben als Sex-Toys? Nichts, findet Sophie Andresky.

Er macht ausschließlich das, was ich will

Harald ist der unermüdlichste, selbstloseste Liebhaber, den eine Frau sich wünschen kann. Benannt nach Harald Schmidt, den ich mit 14 echt sexy fand, wartet er geduldig auf seinen Einsatz, ist immer hart und hat nie Kopfschmerzen. Er klagt nicht über Stress im Job und zieht auch nicht die Sportschau einem Schäferstündchen mit mir vor. Katzenhaare im Bett oder unrasierte Beine an mir sind ihm wurscht. Und er macht ausschließlich das, was ich will. Wann ich will. Wie lange ich will. So zart oder hart, wie ich’s gerade brauche.

Lilafarbener Lieblingsvibrator

Harald ist mein Lieblingsvibrator. Ein schmuckloser Silikondödel in einem echt hässlichen Lila. Aber was sind schon Äußerlichkeiten, wenn man solche Qualitäten hat. Sex-Toys sind girl’s best friends und die ideale Ergänzung zum Partner. Meinen echten Lover schätze ich für die großen Gefühle und den aus Gummi für die schnelle Nummer. Letztere haben eigentlich nur Vorteile: Man konzentriert sich ganz auf sich selbst. Ich kann in Ruhe ausprobieren, ob ich heute gern von vorn oder hinten, oben oder unten beglückt werden möchte. Und ich kann mich jederzeit zigmal umentscheiden.

Die Haralds dieser Welt nehmen so was ganz gelassen und vor allem ohne jeden Kommentar. Bei Sex mit Toys geht es nicht um Erregung, es geht um Orgasmen, denn die sind damit praktisch garantiert. Ich lasse mir – auch ohne vorher schon heiß zu sein – innerhalb kürzester Zeit einen Höhepunkt liefern, sehr angenehm bei Stress oder Ärger. Drei Minuten Freudenspender und schon ist das Leben wieder rosig und der Kopf frei. Das schaffen in dieser Geschwindigkeit weder Yoga noch Shoppingrausch.

Hightech-Höhepunkte

Hightech-Höhepunkte sind nicht nur schnell und zuverlässig, sie fühlen sich auch anders an als beim Bio-Freund. Nicht besser, aber anders – und wer will schon immer nur Nougatpralinen, wenn es außerdem Marzipan gibt. Natürlich kann man die Elektro-Casanovas auch zusammen mit dem Partner verwenden. Der Gipfel der Ekstase ist für mich, gleichzeitig geleckt und mit einem Vibrator verwöhnt zu werden. Da freut sich der Nachbar über meine spitzen Schreie und presst sein Ohr an die Wand.

Drei Freudenspender gehören immer unter mein Bett: einer in Penisform, lieber eher schmaler als der des Partners, weil Solo- Sex eine schnelle Nummer ist und die Muskeln deshalb nicht so entspannt sind. Schön, wenn er sich dabei etwas biegen lässt und nur an der gewünschten Stelle vibriert und zwar mit Schmackes. Zweitens ein Klitorisvibrator zum Auflegen. Der soll nicht nur eine gute ergonomische Form und eine weiche Oberfläche haben, sondern auch blind zu bedienen sein und die leisen Töne beherrschen.

Sex mit der Schlumpfmütze

Mein absolutes Lieblingsspielzeug ist allerdings der „Cone“, der zugegebenermaßen aussieht wie eine große rosa Schlumpfmütze und der mit seinem tellergroßen Durchmesser eher ein Lust-Hocker als ein sexy Accessoire ist, der aber extrem starke Orgasmen verursacht. Und das Beste an all diesen Lovern: Sie haben keine Mutter, mit der ich am Wochenende spazieren gehen muss.

Statt sich Kinderfotos des Liebsten anzusehen und gigantische Rinderrouladen zu bewältigen, werfe ich einfach Batterien ins Fach und gönne mir eine Runde beglückender Tiefenentspannung. Anschließend muss ich nur noch daran denken, den Harald des Tages wieder irgendwo zu verstauen, damit nicht der erstbeste Heizungsableser oder die Schwiegermama entdeckt, warum ich so ausgeglichen lächle.

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