Machen Chemikalien uns dick?

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Nicht nur Ernährung und Bewegung beeinflussen das Körpergewicht
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Warum Diät und Sport nicht bei allen anschlagen

Menschen, die ein paar Kilos zu viel auf den Rippen haben, dürfen sich vor allen Dingen diesen Satz oft anhören: "Du bewegst dich zu wenig, isst zu viel - da bist du selber Schuld!" Forscher enttarnen jetzt andere Übeltäter: Chemikalien.

Internationale Wissenschaftler haben in der Zeitschrift "Environmental Health" ein "Parma Statement" veröffentlicht. Es handelt von sogenannten "metabolen Disruptoren", also Substanzen, die den menschlichen Stoffwechsel negativ beeinflussen.

Im Verdacht stehen unter anderem Bishenol A, Perfluorierte Tenside (PFT) und Weichmacher (z.B. Phtalsäure).

 

Wie stören die Chemikalien unseren Stoffwechsel?

 

Diese Substanzen stehen im Verdacht unsere Fettzellen zu vergrößern und zu vermehren, unsere Darmflora zu beeinflussen, die Funktion von Leber und Bauchspeicheldrüse zu verändern, unseren Appetit und das Sättigungsgefühl zu steuern und sogar unsere Gehirnprozesse im Hinblick auf unseren Energiehaushalt zu verändern.

Kurz gesagt: Diese Chemikalien können unsere Körperfunktionen dermaßen manipulieren, dass wir leichter zunehmen und schwieriger abnehmen.

Besonders anfällig sind diejenigen, die am wenigsten Einfluss auf die Ernährung haben: Ungeborene im Mutterleib. Nimmt eine schwangere Frau diese Chemikalien auf, verändern sie auch den späteren Stoffwechsel des Kindes, wie Tierversuche andeuten.

 

Wie machen die Chemikalien das?

 

Die Gifte beeinflussen unser Hormonsystem, also das System, das unsere Stoffwechselvorgäge (u.a. unseren Zucker- und Fettstoffwechsel) und die Organfunktionen reguliert.

 

Wo sind die Chemikalien enthalten?

 

Die meisten dieser Chemikalien nehmen wir über unsere Nahrung auf, speziell über industriell vorgefertigte Lebensmittel oder deren Verpackungen. Die Chemikalien können von der Verpackung auf die Lebensmittel übergehen.

Bishenol A: Konservendosen, Wasserkocher, Lacke, Farben, Klebstoffe, Kunststoffe

PerfluorierteTenside (PFT): Kleidung, Papier, Imprägnier- und Schmiermittel, Wildschwein, Gewässer (u.a. Ruhr), Dünger, Lebensmittel auf Fischbasis, Pommes (frittiert), Pfannenbeschichtungen, Polituren

Weichmacher (z.B. Phtalsäure): PVC, Spielzeug, Olivenöl, Kunststoffe, Medizinartikel (z.B. Tabletten), Textilien

 

Achtung: In dieser Liste sind Beispiele angebracht, wo sich die Chemikalien befinden können. Ob und wie viele Chemikalien in den angegebenen Produkten enthalten sind, variiert von Fall zu Fall.

 

(ww7)

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