Maddie McCann: Wurde das Grab des Mädchens entdeckt?

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So hübsch und so unschuldig: 2007 verschwand „Maddie“ McCann (damals 3).
Foto: (c) dpa

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Hellseher Michael Schneider (43): "Ich weiß, dass Maddie tot ist." Hat er das Grab des verschwundenen Mädchens entdeckt?

Es ist still im Arbeitszimmer von Michael Schneider in Siegburg (Nordrhein-Westfalen). Langsam gleitet sein Zeigefinger über eine Landkarte – und stoppt plötzlich über einem Fleckchen Erde in Portugal. „Ich sehe, dass Maddie tot ist“, sagt der 43-jährige Hellseher. „Hier liegt sie begraben!“

Seit über sechs Jahren, seit Mai 2007, suchen Polizei, Detektive und die Eltern verzweifelt nach dem britischen Mädchen Maddie McCann. Damals verschwand die Dreijährige aus einer Ferienanlage an der Algarve. Es gab Tausende Hinweise, Entführungs- und Mord-Theorien – doch nie eine heiße Spur.

Kürzlich zeigte die Polizei das Bild eines neuen Verdächtigen, ein Mitarbeiter des Hotels. Allerdings kam Euclides M. 2009 bei einem Unfall ums Leben. Michael Schneider glaubt: „Er war es nicht.“

Doch wie kommt es, dass sich der Hellseher erst jetzt zu Wort meldet? Er hatte sich nie mit dem Fall befasst. Doch dann erhielt er eine E-Mail von einer Unbekannten. Sie forderte: „Wenn Sie wirklich Seher sind, warum helfen Sie nicht Maddies Eltern, diese quälende Ungewissheit zu beenden?“

Das perfekte Versteck

Sofort begann der frühere TV-Reporter, der seit sieben Jahren als Seher arbeitet ( www.findingthemissing.org ) und der Polizei schon in mehreren Fällen half, mit der Suche.

„Ich bin hellhörig“, erklärt er. „Glaskugeln brauche ich nicht. Ich höre nur auf meine innere Stimme.“ Die Gabe, „ein kleines Werkzeug Gottes zu sein“, ließ seinen Finger über dem Ort 40 Kilometer westlich der Ferienanlage verharren. „Ich kann die Stelle auf 30 mal 50 Meter eingrenzen“, so Michael Schneider. „Maddie McCann wurde entführt und danach relativ schnell umgebracht“, vermutet er.

Sofort alarmierte der Hellseher die Ermittler. Er reiste sogar nach Portugal. Was er dort fand? „Die Stelle, an der ich Maddies Leiche vermute, liegt am Ende einer Straße, direkt an einer Klippe.“ Es wäre das perfekte Versteck ...

Trugschluss oder wirkliche Chance?

Humbug oder der erlösende Durchbruch in einem Fall, der die Welt berührt? „Ich kann mich auch täuschen“, sagt Michael Schneider zurückhaltend. „Wir konnten nicht in die unzugängliche Schlucht klettern. Aber ich bin mir hier, wie in einem ähnlichen von mir gelösten Fall, sehr sicher, dass Maddie McCann in der Schlucht gefunden werden kann.“ Es wäre vielleicht die letzte Chance – hoffentlich hören die Behörden auf ihn.

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