Magenkrämpfe durch Rotwein oder Lippenstift?

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Auch in Kosmetikprodukten steckt Gluten. Die Folge: Heftige Magenkrämpfe.
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Bauchschmerzen

Stress, Anspannung oder ein Infekt - Magenkrämpfe können viele Ursachen haben. Manchmal stecken auch ganz andere Dinge wie Rotwein oder Lippenstift dahinter.

Magenkrämpfe durch Rotwein

8,9 Prozent der Frauen vertragen keinen Rotwein. Schuld daran ist vor allem das in ihm enthaltene sogenannte "Histamin". Aber auch bestimmte Eiweiße im Rotwein können folgende Symptome auslösen: Juckreiz, Hautrötungen, Schnupfen, Durchfall und Magenkrämpfe. Dann sollte der Wein gemieden oder nur in sehr kleinen Mengen genossen werden.

Magenkrämpfe durch Lippenstift

Wer auf Gluten (das Klebereiweiß in Getreide) mit Unverträglichkeitssymptomen wie Magenkrämpfe oder Durchfall reagiert, verzichtet natürlich auf Weizen, Roggen & Co. Was aber die wenigsten wissen: Auch in Kosmetikprodukten wie Lippenstift oder Zahnpasta steckt oft Gluten, wird aber nicht gekennzeichnet. Das Problem dabei: Über den Mund kann der Stoff direkt in den Stoffwechsel gelangen. Achten Sie daher bei den Inhaltsstoffen auf lateinische Namen wie Triticum (Weizen), Secale (Roggen) oder Hordeum vulgare (Gerste).

Magenkrämpfe durch Milch

Ein Milchkaffee zum Frühstück oder ein Stück Sahnetorte zum Dessert: Für zwölf Millionen Deutsche hätte dieses Vergnügen unliebsame Folgen - Bauchkrämpfe, Blähungen, Durchfall. Der Grund: Sie leiden an einer Laktose-Unverträglichkeit. Sie können den Milchzucker nicht richtig verdauen.

Fast 20 Prozent der Deutschen klagen nach dem Verzehr von Milchprodukten über Magenkrämpfe.

Feststellen lässt sich diese Intoleranz mit einem H2-Atemtest (Hausarzt, Kassenleistung). Wer daran leidet, sollte auf laktosefreie Milchprodukte ausweichen. Doch das ist nicht immer möglich. Viele Restaurants und Cafés bieten diese nicht an. Der Ausweg: Tabletten, welche die fehlende Laktase ersetzen (z. B. Lactostop, Apotheke). Magen-Darm-Beschwerden nach dem Genuss milchzuckerhaltiger Lebensmittel werden so spürbar reduziert.

Magenkrämpfe durch Salami

Eigentlich sollte der Abend beim Italiener so schön werden - doch schon nach ein paar Bissen Salami-Pizza geht es los: Die Nase rinnt, das Herz rast, das Atmen fällt schwer, manchmal kommen auch Bauchschmerzen hinzu. 1-3 Prozent der Deutschen kennen das Problem: Sie leiden an einer Histamin-Intoleranz. In schweren Fällen helfen Medikamente, ansonsten reicht es, stark histaminhaltige Lebensmittel wie Salami, Sauerkraut oder reifen Käse zu meiden.

Magenkrämpfe durch Knäckebrot

Wenn das Knäckebrot Stress macht, liegt das daran, dass der Schweden-Import oft Milchzucker enthält. Und den vertragen heute immer mehr Menschen nicht gut: Bei rund 15 Prozent der Deutschen reagiert der Körper rebellisch auf Milchprodukte, Knäckebrot, Schokolade oder Wurst. Die Folge: Bauchschmerzen, Übelkeit oder Nervosität. Ein Atem-Test beim Arzt zeigt, ob eine Milchzucker-Intoleranz vorliegt.

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