Mama-Bloggerin SilkeZugfahren mit Kind im Bauch und an der Hand

silke h
Unsere Mama-Bloggerin Silke ist Mutter von einem Sohn und schwanger mit Baby Nr. 2 - da ist Zugfahren eine echte Herausforderung!
Foto: Silke Schröckert

Ein krankes Kind schläft wenigstens. Ein mauliges Kind MAULT.

Ich weiß, ich weiß – Zugfahren nervt auch ohne Kleinkind und Babybauch. Aber vielleicht könnt ihr alle euren nächsten kinderlosen Trip mit der Deutschen Bahn ein wenig mehr genießen, wenn ich euch kurz von meinem Wochenende berichte …

Die goldene Regel mit Kind(ern): schlimmer geht immer

Meine Schwester wohnt in Velbert. Das sind von Hamburg rund 3,5 Stunden mit dem Zug und dann noch einmal 30 Minuten mit der S-Bahn. Bei meinem letzten Besuch dort hatte mein Sohn Tom die gesamte Hinfahrt über plötzlich akuten Durchfall. 3x musst ich ihn komplett umziehen und waschen. (So gut das eben geht in einer Zugtoilette.) Den Geruch in unserem Abteil könnt ihr euch vielleicht vage vorstellen … oder lieber nicht, falls ihr gerade am Essen seid.

Was ich sagen will: Ich war mir zu 100% sicher – dieses Mal KANN die Reise nur besser werden! Was habe ich mich getäuscht …

 

Ein krankes Kind schläft wenigstens. Ein mauliges Kind MAULT.

Vorab zu seiner Verteidigung: Tom bekommt gerade seine Backenzähne. Das tut sicher weh und nervt. Aber bestimmt nicht halb so sehr, wie eine 4-Stunden-Zugfahrt mit Dauer-Gejammer im Ohr: „Mamaaa, Naschi! Mamaaaa, Bagger gucken! Mamaaaaa, Arm!“

Natürlich waren die Gummibärchen, die ich für so einen „Notfall“ dabei hatte, das falsche Naschi („ANDEREEEEEES NASCHIIIIII“). Das Handyvideo von einer Baustelle, das ich extra runtergeladen hatte, zeigte den falschen Bagger („ANDEREEEER BAGGEEEER!“). Und im mittlerweile 6. Schwangerschaftsmonat kann ich mein 15-Kilo-Kind einfach nicht mehr stundenweise durch den Zug tragen („WILL ABER AAAAAARM!“). Also heulte das Kind. Und jammerte. Und plärrte. Und ich war macht- und hilflos.

Die anderen Leute im Zugabteil haben uns gehasst.

Und ich kann es ihnen nicht einmal verdenken. Die vollen 4 Stunden ging das so. Und zuhause natürlich noch weiter: 6,5 Stunden am Stück war meinem Sohn nichts rechtzumachen. Sogar beim Einschlafen wählte ich – natürlich – das falsche Vorlesebuch („ANDEREEEEEES BUUUUUCH!“).

Und dann? Dann wirft diese kleine Nervensäge plötzlich ihre kurzen Ärmchen um meinen Hals, drückt mir samt Schnulli im Mund einen Kuss ins Gesicht und haucht „Das war ein schöner Tag, Mami.“

Und soll ich euch was sagen: Allein für diesen wunderbaren Moment würde ich sofort wieder mit ihm in den Zug steigen.

Eure Silke

 

Nächste Kolumne von Silke:

Ab in die Sauna!? Mama-Bloggerin Silke über (Schw)Anfängerfehler

 

 

Lust auf noch mehr Mama-Geschichten?

Hier berichten Mama-Bloggerin Anja und Verena von ihrem Familienleben - langweilig wird es bei ihnen nie!

Kategorien: