"Manchmal fühle ich mich zu Hause ein wenig fremd…"

semino rossi
Frank Gerdes von DNB mit Semino Rossi
Foto: Das Neue Blatt

Semino Rossi: Familienprobleme?

Auf der Bühne ist er ein Herzensbrecher. Strahlend. Um¬schwärmt. Berühmt. Aber was ist, wenn der orhang fällt? Wenn das Licht aus und das Mikrofon abgeschaltet ist? Dann ist er nicht mehr Deutschlands erfolgreichster Schlagerstar, dann ist er „nur noch“ Semino Rossi (47) – ein ganz normaler Mann. Aber das ist gar nicht so einfach…

Semino verrät im Gespräch mit DAS NEUE BLATT: "Wenn ich nach meinen Auftritten wieder allein zu Hause bin, muss ich mich an die Routine des Alltags gewöhnen. Dann bin ich müde. Dann brauche ich eine Pause."

Dann fühlt sich der Sänger fremd. Einsam. Es ist gerade so, als würde er in ein Loch fallen.

Dieses Gefühl kann eine Ehe belasten. Vor allem, wenn es immer wiederkommt.

Nachdenklich sitzt Semino auf seinem Balkon und trinkt Mate-Tee. "Ach, weißt du", erklärt er, "wir akzeptieren uns so, wie wir sind. Mit allen Höhen und Tiefen. Auch wenn es nicht leicht ist, aber Gabi schafft es, mich auf den Boden der Tatsachen zu holen."

Oft hilft ein schönes Essen, dazu ein guter Wein – und die Welt ist wieder in Ordnung. Semino erzählt: "Gabi kann wunderbar kochen. Das genieße ich. Wenn wir dann bei Tisch zusammensitzen, schaue ich ihr in die Augen und weiß, das alles richtig und gut ist."

Warum arbeitet Gabi eigentlich noch? Müsste sie doch nicht mehr.

"Sie hat den schönsten Job der Welt: Gabi ist Hebamme", erklärt Semino Rossi. "Sie liebt diesen Beruf genauso wie ich meinen. Also, warum sollte sie aufhören?"

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