Mareijk Amado: „Durch Tiefschläge habe ich fürs Leben gelernt“

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Allround-Talent Marijke Amado zeigt sich hier schon mal in einem Kleid ihrer neuen Mode-Linie.
Foto: QVC

Job weg, Mann weg, Geld weg

Sicher erinnern Sie sich noch an die „Mini Playback Show“ mit Marijke Amado (55) auf RTL. Danach wurde es still um die Moderatorin. Was viele nicht wissen: Erst verlor sie ihren Job, dann den Mann und mit ihm ihr Geld! Marijke Amado war am Ende. Im Gespräch mit NEUE POST erzählt sie von der schlimmsten Zeit ihres Lebens, und wie es weiterging.

Frau Amado, Sie strahlen Kraft aus, obwohl Sie viel durchgemacht haben …Marijke Amado: Wissen Sie, ich sehe das Leben als Schule. Man muss viel lernen, und das meiste habe ich durch Tiefschläge gelernt. Heute haut mich so leicht nichts mehr um.

Wann haben Ihre Probleme angefangen? Marijke Amado: Als ich die „Mini Playback Show“ verlor, zeigte sich, dass der Mann, mit dem ich vier Jahre zusammen war, nur an meinem Geld interessiert war. Um mir zu „helfen“, bot er mir an, mir die Hälfte meines Hauses abzukaufen. Er meinte, so könnten wir gemeinsam in der schönen Villa alt werden. Ich unterschrieb den Vertrag – doch das Geld blieb aus.

Haben Sie sich daraufhin von dem Mann getrennt?Marijke Amado: Nein, ich hoffte ja, dass er noch zahlt. Aber stattdessen präsentierte er mir drei Jahre später Abrechnungen über 300 000 Euro für meine Haushälfte. Ich schaltete Anwälte ein – vergeblich. Weil ich das Geld nicht hatte, musste ich dann mit meinem Sohn in eine Mietwohnung ziehen.

Um wie viel Geld wurden Sie insgesamt betrogen? Marijke Amado: Eine Million Euro! Das war ein böses Erwachen, ein heftiger Schock. Mir war plötzlich schleierhaft, wie ich auf so einen Mann hereinfallen konnte.

Was hat Ihnen geholfen, nicht zu verzweifeln?Marijke Amado: Ich suchte nach weiteren Opfern und fand noch 13 Frauen, die er um ihr Vermögen gebracht hatte. Wir haben uns alle an einen Tisch gesetzt und erzählt. Ich beschloss dann, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, um andere Frauen vor solchen Männern zu warnen. Gesagt, getan. 2007 erschien mein Buch mit dem Titel „Mr. Bink – Vom Traummann zum Albtraum“.

Wie kamen Sie all die Jahre finanziell zurecht? Marijke Amado: Anfangs habe ich meinen Sohn und mich mit Übersetzungen, Präsentationen und Rundfunksendungen über Wasser gehalten. Dann entwickelte ich mit einem Ingenieur, der ein Genie auf dem Gebiet von alternativen Energieformen ist, ein Konzept, wie man aus Abwärme Elektrizität gewinnen kann. Und ich gründete die Stiftung „Water for the World Foundation“.

Das nenne ich clever! Sieht man Sie auch mal wieder im Fernsehen? Marijke Amado: Ja, ab dem 14. März präsentiere ich „Marijke Amado Cache-Couture“ im Verkaufssender QVC. Das ist schicke Damenmode, die kleine Problemzonen kaschiert.

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