Margot Hellwig über ihr Gästehaus "Hellwig"

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Heimatgefühle in Bayern

Eine knappe Stunde von München entfernt liegt es – das Dorf Reit im Winkl (Oberbayern). Hier ist Heimat nicht nur ein Wort: Die Gipfel der Alpen ragen majestätisch in den blauen Himmel. Von den Almen dringt leise das Läuten der Kuhglocken und die Anwohner rufen sich ein herzliches „Grüß Gott!“ zu.

Exklusiv für NEUE POST reise ich in den kleinen Ort, an dem sich die Sängerin Maria Hellwig († 90) vor über 40 Jahren ihren Lebenstraum erfüllthatte. Ein Gästehaus für Urlauber, die sich der deutschen Heimat ganz besonders verbunden fühlen. Das Haus soll jetzt offiziell in den Besitz der Familie Thomas und Eva Maria Berger übergehen.Neugierig blicke ich mich um. Das Haus wirkt einladend und so, wie ich mir ein typisch bayrisches Haus immer vorgestellt habe: Eine weiße Fassade, Holzbalkone, die mit blühenden Geranien in allen Farben bepflanzt sind. Sängerin Margot Hellwig empfängt mich stilecht in einem blauen Dirndl an der Eingangstür.„Grüß Gott“, lächelnd reicht sie mir die Hand: „Ich zeige Ihnen das Haus.“ Neugierig betrete ich den Eingangsbereich, über dem in großen, eisernen Lettern der Name „Hellwig“ prangt: „Seit meine Mama verstorben ist, wurde hier einiges umgebaut.“ Über die Treppe führt mich Margot Hellwig in den großen Frühstücksraum. An den Wänden hängen Bilder von Maria Hellwig. Ein getrockneter Strauß rote Rosen, eine Autogrammkarte, ein Musikalbum, überall sind kleine Erinnerungsstücke an die Volksmusiksängerin verteilt. Die gemütliche Sitzecke und den sechsarmigen Leuchter im angrenzenden Nebenraum gab es schon, als Margot Hellwig noch eine junge Frau war: „Dort wo Mami früher sang, frühstücken heute die Urlauber.“ Die Sängerin tritt auf die sonnendurchflutete Terrasse, der Blumenduft ist überwältigend: „Hier saß sie immer und hat sich an der Natur gefreut. Mama brauchte nie viel. Wenn die Vögel gesungen haben und sie einen Igel füttern konnte, war Mami überglücklich und mit sich zufrieden!“

Auch wenn Familie Berger das Gästehaus jetzt übernommen hat, wollen sie es ganz im Geiste Maria Hellwigs weiterführen. Für Margot Hellwig zählt nur eins: „Ich bin hier jederzeit willkommen! Der Ort, den meine Mama so geliebt hat, wird mich immer an sie erinnern.“

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