Marianne & Michael: 40. Jahrestag

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Hand in Hand durchs Leben – Marianne & Michael trotzten manchem Sturm
Foto: Getty Images

„Wir wussten gleich – das mit uns ist für immer“

Zurzeit sind sie gut beschäftigt – Marianne & Michael arbeiten an einem neuen Album, planen eine Tournee, treten auf. Wie jetzt, bei „Immer wieder sonntags“. Dort, im Europa-Park Rust, nahmen sich die beiden Volksmusik-Stars Zeit für uns. Und plauderten über die Zukunft, den Jahrestag ihrer Liebe – und wie alles begann…

Herzlichen Glückwunsch – 40 Jahre miteinander! Wie haben Sie gefeiert?

Marianne: Mein Mann hat mich eingeladen in ein Schwabinger Café zum Champagnerfrühstück, daheim schenkte er mir noch 40 rote Rosen. Und abends haben wir mit den Kindern gegrillt. Anschließend sind Michael und ich drei Tage nach Österreich gefahren und waren einfach nur glücklich.

Und damals – war es Liebe auf den ersten Blick?

Michael: Das kann man schon so sagen.

Marianne: Es war der 17. Juli 1973, unser Kennenlern-Tag. Michael suchte eine Duettpartnerin, wir trafen uns vorm Lokal „Münchner Platzl“ – er kam mir von Weitem entgegen, ich fand ihn gleich so sympathisch. Und so gut aussehend …

Michael: ... und ich dachte dasselbe, logisch! Wir wussten beide gleich – das mit uns ist für immer.

Marianne: Wir haben uns auch an dem Abend schon geküsst. Vierzehn Tage lang waren wir danach fast unzertrennlich. Dann ist er gleich zu mir gezogen, mit zu meinen Eltern, bei denen ich damals noch wohnte.

Was ändert sich in der Liebe, wenn man so lange zusammen ist?

Marianne: Man wird geduldiger, akzeptiert oder liebt sogar die Fehler. Michael weiß: Mit meinem Ordnungssinn habe ich Probleme, nie finde ich die Schlüssel, nie mein Handy – es ist auch gerade mal wieder weg. Ich bin halt manchmal ein bisschen kopflos.

Aber nicht bei der Arbeit: Im Herbst kommt Ihr neues Album.

Michael: Ja, wir gehen nächste Woche wieder ins Studio. Es geht um Werte, um Lebensfreude, die Lieder passen gut zu uns. Es werden aber auch einige nachdenkliche Stücke dabei sein.

Marianne: Wir haben traurige Erfahrungen darin verarbeitet, wie den Tod der Eltern. Wenn man reifer wird, merkt man, dass das Maßband nicht mehr so lang ist, man verliert Freunde im gleichen Alter, oder sie werden plötzlich schwerkrank. Plötzlich studierst du auch Todesanzeigen. Das hat mich früher nicht interessiert.

Ernsthaft ist auch Ihr Einsatz für benachteiligte Kinder, denen später mal einen guten Schulabschluss zu ermöglichen.

Michael: Ja, daran arbeite ich mit, durch den „Lions Club“. Das ist mir sehr wichtig. Ich bin selber sehr arm aufgewachsen, wir hatten wirklich nicht viel.

Vor ein paar Jahren verloren Sie Ihre TV-Sendungen – können Sie diesen Umbruch heute auch positiv sehen?

Michael: Nun, wir waren damals schon wie der Hamster im Rad, haben nicht nach rechts und links geschaut vor lauter Arbeit.

Marianne: Also, es hat für uns als Paar ganz viel gebracht, wir genießen die Zeit, die wir heute füreinander haben. Es ist ein neues Leben, mit dem wir sehr glücklich sind. Und wir wollten nie Schmutzwäsche waschen, haben immer gesagt: Wir sind dankbar für den großen Erfolg, den wir hatten. Und jetzt legen wir langsam wieder los!

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