Marianne & Michael: "Wir haben die Trauer durch den Glauben an das Gute besiegt"

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Gemeinsam sind sie stark: Nächstes Jahr feiert das Paar ihr 40. Jubiläum als Gesangsduo
Foto: getty images

Nach all den Schicksalsschlägen

Ansteckend war ihre Harmonie, einmalig der Erfolg. Doch plötzlich schien es, als habe das Glück Marianne (59) und Michael Hartl (63) verlassen. Beide verloren ihre geliebten Mütter. Ihre TV-Sendungen wurden abgesetzt. Und dann starb auch noch ihre treue Hündin Lucy (†12). Das Volksmusik-Traumpaar zog sich zurück.

Jetzt spricht Marianne über den geplanten Neuanfang und ihr heutiges Leben.

Haben Sie sich eine Auszeit gegönnt?

Marianne Hartl: Ja, aber unsere Fans sind sehr traurig, dass es unsere Shows nicht mehr gibt. Zu unserem 40. Jubiläum 2013 feiern wir deshalb unsere Rückkehr – mit Konzerten, neuer CD, und, und, und ... Unsere Lieder werden einen moderneren Stil haben, aber Dialekt und Gefühl bleiben.

Zuletzt mussten Sie ja viel verkraften ...

Marianne Hartl: Der Tod unserer Eltern war sehr schmerzvoll. Aber wir wollten uns nicht unterkriegen lassen, haben die Trauer mit unserem Glauben an das Gute besiegt. Heute ist da keine Wehmut, sondern viel Freude und Dankbarkeit. Wo eine Tür zugeht, geht die nächste auf !

Spielen Sie auf Ihren kleinen Enkel (1) an?

Marianne Hartl: Er ist unser größtes Glück! Heute kommt der kleine Bub wieder zu Besuch zu uns. Es gibt nichts Schöneres, als ihn aufwachsen zu sehen.

Hätten Sie gern noch mehr Enkel?

Marianne Hartl: Natürlich! Ein zweites Enkelchen wäre ein Geschenk.

Sie wirken sehr familienverbunden.

Marianne Hartl: Das ist mir sehr wichtig. Man kann und man muss den Älteren auch etwas zurückgeben. Das ist uns eine Herzensangelegenheit. So habe ich zuletzt meine Lieblingstante, meine Taufpatin, betreut. Sie lag mit Brüchen in der Klinik.

Ist Ihre Angst vor Krankheiten größer geworden?

Marianne Hartl: Wir leben sehr gesund und gehen einmal im Jahr zur Vorsorge. Das sollte jeder tun.

Sie mussten auch den Tod ihres Hundes verkraften ...

Marianne Hartl: Wir denken oft an „Lucy“. Auch dieser Schmerz ist tief.

Jetzt muss Winnie (7), Ihr West-Highland-Terrier, die Lücke schließen.

Marianne Hartl: Kürzlich wäre es mit ihm fast vorbei gewesen! Er bellte einen Rottweiler an. Und der biss zu. Zum Glück stellte der Tierarzt nur Blutergüsse fest. Mit einem Tier leide ich mit wie mit meinen Kindern.

Zurück zu Ihrer Auszeit: Was hat sich verändert?

Marianne Hartl: Die Zeit hat unser Leben neu geordnet. Wir haben angefangen, unsere Häuser zu entrümpeln. Wir haben gelernt, dass wir loslassen müssen. Jetzt genießen wir jeden Tag – es ist unsere schönste Zeit.

Und jetzt wollen Sie sich wirklich wieder in den Rummel stürzen?

Marianne Hartl: Wir machen alles viel bewusster. Im Juli zum Beispiel feiert meine Schmuck-Linie ihren dritten Geburtstag. Mit dem Einkaufs-Sender QVC habe ich die Chance, Ketten, Ringe und Anhänger selbst zu gestalten. Meine Kunden wissen: Schöner Schmuck muss nicht teuer sein.

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