Schockierendes FotoMarienkäfer in Hundeschnauze: Gibt es Vampir-Marienkäfer?

Inhalt
  1. Vampir-Marienkäfer in Hundeschnauze - kann das echt sein? 
  2. Was die Marienkäfer wirklich in die Hundeschnauze lockte
  3. Vampir-Marienkäfer? Alles Blödsinn!

Schock-Foto: Blutsaugende Vampir-Marienkäfer im Gaumen einer Hundeschnauze? Was wirklich hinter dem gruseligen Foto steckt – eine Biologin klärt auf!

 

Vampir-Marienkäfer in Hundeschnauze - kann das echt sein? 

Es ist ein gruseliges Foto, das im Internet kursiert: Es zeigt eine Hundeschnauze, komplett befallen von Marienkäfern. Sie kleben im Gaumen des Hundes und es sieht ganz so aus, als würden die Käfer wie kleine Parasiten an dem Hund saugen.

Aber ist das wirklich so? Gibt es tatsächlich „Vampir-Marienkäfer“, die sich in einem Hundemaul festsetzen, um dort Blut zu saugen? Wunderweib.de hat dazu eine Expertin befragt!

Zum Glück gibt es klare Entwarnung für alle Hundebesitzer, die beim Anblick dieses Fotos panisch werden – Marienkäfer sind definitiv keine blutsaugenden Parasiten, die Hunde befallen!

 

Was die Marienkäfer wirklich in die Hundeschnauze lockte

Claudia Pfister, Biologin  und Pressesprecherin der Bundestierärztekammer, klärt das Mysterium der Marienkäfer in der Hundeschnauze auf: Es handele sich wohl um Marienkäfer, die lediglich einen warmen Ort zum Überwintern suchten und dabei im Maul eines Hundes landeten, der vielleicht nicht besonders gut von einem Besitzer versorgt wurde.

Dieses Bild ist alt und sorgt schon lange für (ungerechtfertigte) Panik innerhalb der Netzgemeinde. Fakt ist,“ erläutert Claudia Pfister, „es handelt sich um in den 1980er-Jahren aus Asien eingeführte Marienkäfer (Asiatischer oder Harlekin-Marienkäfer), die als biologische Schädlingsbekämpfer gegen Läuse nach Europa und in die USA gebracht  wurden.

Mittlerweile sind sie aber eine Bedrohung für die einheimische Marienkäfer-Population geworden, das ist das eigentliche Problem mit diesen Burschen! Besonders im Herbst fallen Schwärme der Asiatischen Marienkäfer auf, denn sie suchen Überwinterungsquartiere, zum Beispiel in Spalten von Fensterrahmen oder schmalen Ritzen. Das macht auch der heimische Marienkäfer so. Wahrscheinlich handelt es sich bei den Marienkäfern auf dem Foto um genau solche schutzsuchenden Käfer, denn sie sehen sehr inaktiv aus.“

 

Vampir-Marienkäfer? Alles Blödsinn!

Warum die Marienkäfer das Hundemaul als „Höhle“ gewählt haben, kann kein Experte mit Sicherheit erklären. Fest steht aber, so Claudia Pfister: „Diese Marienkäfer saugen kein Blut, sie können schon aufgrund ihrer kauend-beißenden Mundwerkzeuge - den Mandibeln, die alle Käfer haben -  nicht saugen, wie es zum Beispiel Wanzen tun, und auch nicht beißen, denn sie sind in der Überwinterungsphase ja relativ inaktiv und unbeweglich.“

Unangenehm können die Käfer aber trotzdem werden: Bei Gefahr sondern die Käfer eine orange-gelbe Flüssigkeit, genannt Hämolymphe, ab, die übelriechend ist und in seltenen Fällen eine allergische Reaktion hervorrufen kann.

Wer also tatsächlich mal einen Marienkäfer im Maul seines Hundes entdecken sollte, tut gut daran, den schnell zu entfernen. Mit einem Finger sollte das leicht möglich sein. Treten dann immer noch Symptome wie etwa verstärktes Speicheln oder Schaum vorm Maul auf, empfiehlt sich ein Besuch beim Tierarzt.

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