SchicksalMarwa: Baby erwacht aus Koma, als Ärzte die Maschinen abstellen wollten

Marwa: Französisches Baby erwacht aus Koma, als Ärzte die Maschine abstellen wollten
Marwa: Französisches Baby erwacht aus Koma, als Ärzte die Maschine abstellen wollten
Foto: facebook / Jamais sans Marwa

Marwa erkrankt an einem Virus und fällt ins Koma. Die Ärzte wollen die Maschinen abstellen, die Eltern sind dagegen. Zehn Tage später erwacht das Mädchen aus dem Koma.

Die einjährige Marwa ist klein und schwach, als ein Virus ihr zentrales Nervensystem angreift. Ihre Organe sind voller Viren, ihr Herz wird immer schwächer. Am 25. September diesen Jahres versetzen die Ärzte sie in ein künstliches Koma (mit Narkose-Medikamenten) - die einzige Möglichkeit, um Marwas Kräfte zu schonen. Und, um ihr Leben zu retten.

Zwei Monate später, glauben die Ärzte nicht mehr daran, dass Marwa das Virus besiegen wird. Ihre Empfehlung: Die Lebenserhaltungsmaschine im La Timone Krankenhaus im französischen Marseille abzuschalten - die Ärzte sehen keine Überlebenschance für das Mädchen. Doch die Eltern sehen es anders. Sie bitten die Ärzte, die Maschine noch für einige Tage angeschaltet zu lassen. Sie spüren: Ihre kleine Tochter hat eine Chance. Sie wird kämpfen und siegen. Immerhin glauben sie, in Marwas Gesicht ein Zwinkern gesehen zu haben, hier und da eine kleine Bewegung zu erkennen.

Die Ärzte halten dagegen: Was die Eltern da zu sehen glauben, sind bloß Reflexe - keine Anzeichen für eine Genesung Marwas. Die Eltern sehen keine andere Möglichkeit, als eine Petition ("Nicht ohne meine Marwa") zu starten und vor Gericht zu ziehen. Rund 140.000 Unterschriften später das Urteil: Die Maschinen bleiben noch weitere zwei Monate angeschaltet. Ein Sieg für die Eltern - wenn auch nur ein kleiner.

Wenige Tage später öffnet Marwa ihre Augen. Vater Mohamed Bouchenafa, gebürtiger Algerier, glaubt an ein Wunder.

Marwas Organe sind inzwischen wieder intakt - auch wenn die Behandlung noch weiter geht. Marwa reagiert auf Stimmen, sie lächelt sogar hin und wieder.

Trotzdem verfestigt sich ein seltsames Gefühl bei den Eltern: Um ein Haar, hätten die Ärzte falsch entschieden. Sie hätten ihrer Tochter das Leben genommen.

 

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