KinderkrankheitenMasern-Impfung: Warum sie für Babys notwendig ist

Babys sterben an Masern
Eine Masern-Impfung kann Leben retten
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Inhalt
  1. Was sind die Symptome von Masern?
  2. Wie schütze ich mich und meine Kinder am besten vor Masern?
  3. Wie sinnvoll ist eine Masern-Impfung?

Das Masernvirus ist hoch ansteckend. Vor allem für Babys und Kleinkinder kann eine Infektion mit Masern lebensgefährlich werden. Deswegen raten die meisten Ärzte zur Impfung - auch deshalb, weil sich die Viren durch Tröpfcheninfektion (also etwa Niesen oder Sprechen) rasant verbreiten können. Fatal: Die Krankheit ist auch schon ansteckend, bevor die ersten Krankheitsmerkmale auftreten.

Wer auf eine Impfung seines Kindes verzichtet, riskiert dabei sein Leben, wie jetzt Fälle in Rumänien - Mitglied der EU - auf erschreckende Weise belegt haben. Drei Babys - alle unter zwölf Monate alt - sind an Masern verstorben. Der Grund: Geimpft werden können sie erst nach Ende des elften Lebensmonats.

Heikel daran: Die Babies wurden von Schulkindern angesteckt - die schon längst hätten geimpft werden sollen. Eine gesetzliche Pflicht zur Masern-Impfung gibt es in Rumänien allerdings nicht.

Das rumänische Gesundheitsministerium meldete nach dem Masern-Tod der Babys eine Masern-Epidemie. Die Schuld sieht die Behörde bei diversen Kampagnen von Impfgegnern, unter anderem von christlich-orthodoxen Geistlichen und ultrakonservativen Vereinen. Die Impfquote geht in Rumänien rapide zurück, die Zahl der Infektionen steigt an. Erkrankten 2015 bloß sieben Menschen an Masern, gibt es 2016 schon 675 Infizierte.

Was sind die Symptome von Masern?

Typische Anzeichen für Masern sind

  • rote Hautflecken (Masern-Exanthem) ab dem 14. bis 15. Tag; beginnend hinter den Ohren, nach 24 Stunden auf dem ganzen Körper. Der Ausschlag sollte nach drei bis vier Tagen wieder verschwinden
  • Entzündung der Schleimhäute
  • Bindehautentzündung der Augen
  • Fieber
  • Übelkeit
  • Hals- und Kopfschmerzen, Schnupfen und weitere grippeähnliche Symptome  (etwa zehn Tage nach der Ansteckung)
  • allgemeine Schwäche

Weitere Folgen / Begleiterscheinungen sind ggf.

  • Lungen- und Hirnhautentzündung
  • Bronchitis
  • Mittelohrentzündung
  • Durchfall
  • Tod (laut dem Robert-Koch-Institut liegt die Sterbewahrscheinlichkeit an Masern bei 1:1000)

Der gesamte Krankheitsverlauf dauert etwa 20 Tage.

Wie schütze ich mich und meine Kinder am besten vor Masern?

Ein Heilmittel gegen Masern gibt es bislang nicht. Stattdessen werden bei Infizierten die einzelnen Symptome behandelt. Deshalb raten Ärzte zur Impfung - am besten schon im Kindesalter -  bestehend aus zwei Teilimpfungen: die erste zwischen dem elften und 14. Lebensmonat, die zweite zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat.

Wie sinnvoll ist eine Masern-Impfung?

Da Nebenwirkungen der Impfung sehr selten auftreten, ist eine Impfung empfehlenswert - nicht nur für sich selbst, sondern für alle (ungeimpften) Menschen, da Masern hoch ansteckend sind.

(ww7)

 

 

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