Max Irons: „Ich höre immer auf mein Bauchgefühl“

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Max Irons
Foto: Getty Images

Max Irons im Interview

Newcomer Max Irons steht der ganz große Durchbruch la Robert Pattinson bevor – und das sieht der Brite mit gemischten Gefühlen. Das intime Interview!

Max Irons wird im Oktober 28 , wirkt aber immer noch wie ein großer, etwas zurückhaltender Junge. Durch die Hauptrolle in der Sci-Fi-Romanze „Seelen“, deren Buchvorlage aus der Feder der „Twilight“-Erfolgsautorin Stephenie Meyer stammt, dürfte ihn bald jeder kennen. Ein solcher Karrierebooster scheint dem höflichen Briten fast etwas unangenehm zu sein.

Warum man Max Irons einfach lieben muss, erfahren Sie in der Galerie!

Bisher stand immer sein Vater, der bekannte Schauspieler Jeremy Irons, im Scheinwerferlicht. Max arbeitete sich langsam nach oben: Von 2006 bis 2008 studierte er an der Drama School in London und spielte danach Theater. 2010 war er in der englischen TV-Serie „The Runaway“ zu sehen. Im gleichen Jahr hatte er in „Dorian Gray“ einen Mini-Auftritt und 2011 flirtete er im Fantasyfilm „Red Riding Hood“ als Hufschmied mit Amanda Seyfried.

JOY : Nach dem „Twilight“-Hype sind die Erwartungen an den Nachfolger „Seelen“ natürlich extrem hoch. Haben Sie die Bücher von Stephenie Meyer gelesen?

Max Irons: Kein einziges! Ich habe nicht mal die „Twilight“-Filme gesehen. Erst als ich das Skript von „Seelen“ bekam, beschäftigte ich mich damit, da ich Angst hatte, es könnte ein Abklatsch der Vampirgeschichten sein. Denn eine Kopie von einem Phänomen funktioniert nie. Beim Lesen merkte ich schnell, dass „Seelen“ auf ganz anderen Ideen basiert.

Trotz der komplett unterschiedlichen Thematik werden Sie bereits als der neue Robert Pattinson gehandelt. Wie finden Sie das?

Ich kenne ihn nicht persönlich, aber der Vergleich ehrt mich! Es gibt viele englische Jung-Schauspieler - aber er hat sich durchgesetzt. Doch jede Münze hat zwei Seiten: Robert hat mit dem Erfolg seine Freiheit verloren. Andererseits genießt er jetzt das Privileg, mit großen Regisseuren wie David Cronenberg zu arbeiten. Davon träumt jeder Schauspieler.

In „Seelen“ hat ein Alien den Körper Ihrer Freundin eingenommen und Sie wissen nicht, ob Sie ihr noch vertrauen können. Sind Sie privat auch eher vorsichtig oder gutgläubig?

Mir sagte mal ein Mädel beim ersten Date, dass man sich Vertrauen bei ihr erarbeiten müsse. Sie beginne immer bei Null und steigere sich langsam, bis sie sich irgendwann komplett öffne. Bei mir ist es umgekehrt: Ich vertraue Menschen immer sofort hundertprozentig und muss ab und zu später Abstriche machen. Kein Wunder, dass aus ihr und mir nichts geworden ist (lacht). Prinzipiell sehe ich eher das Gute im Menschen, aber ich vertraue nicht jedem blind, sondern verlasse mich auf mein Bauchgefühl. Vertrauensbruch ist für mich das größte No-go in einer Freundschaft. Zum Glück habe ich ganz normale, verlässliche Freunde – keiner von ihnen ist Schauspieler.

Dafür ist Ihr Vater berühmt. War es bei Castings eigentlich ein Vorteil, der Sohn von Jeremy Irons zu sein?

Eher ein Nachteil! Natürlich weckt mein Nachname bei Casting-Agenten erst mal schneller Interesse, aber dafür wird auch mehr von mir erwartet. Jeder hat mal einen schlechten Tag, aber wenn ich als Sohn von Jeremy Irons einen habe, merkt sich das jeder. Außerdem schenkt kein Filmboss einem Newcomer eine Rolle, nur weil er berühmte Eltern hat.

Hat Ihr Vater Ihnen Tipps für das Leben im Showbiz gegeben?

Meine Eltern sind der Überzeugung, dass ich meine eigenen Fehler machen muss. Allerdings legte mir mein Vater ans Herz, nie zu vergessen, worum es eigentlich geht: den Spaß an der Schauspielerei. Nicht den Ruhm, den Celebrity-Status oder Fotoshootings. Außerdem könne ich mich darauf einstellen, dass nach großartigen Momenten in der Regel eine Niederlage folgt und dass es immer andere gibt, die besser sind als man selbst.

Fällt es Ihnen nach diesen Ratschlägen leichter, mit Ablehnung umzugehen?

Na ja, ich versuche, mit Absagen im Job oder auch Abfuhren von Frauen möglichst rational umzugehen, und sage mir dann: „Es hat nicht sein sollen!“ Das funktioniert natürlich nicht immer, ich habe auch schon aus Frust geweint – so viel zu meiner tollen Taktik (lacht).

Sind Sie mittlerweile eigentlich schon nach Los Angeles gezogen?

Nein, ich lebe nach wie vor in London und fliege nur für Drehs rüber. L. A. ist mir zu surreal. Meine Mutter ist auch erleichtert, dass ich in England bleibe, denn sie hat Angst, dass Hollywood junge Schauspieler wie mich zerstören kann. Ich soll zwar meine Erfahrungen selbst machen, aber auch mit 27 Jahren will sie mich immer noch beschützen (lacht).

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