Hautirritation durch MedikamenteMedikamente und Sonne: Nicht immer ein Sonnenbrand

Nicht immer ist rote Haut nach der Sonne ein Sonnenbrand
Nicht immer ist rote Haut nach der Sonne ein Sonnenbrand
Foto: Istock
Inhalt
  1. Woran erkenne ich einen Sonnenbrand?
  2. Welche Medikamente sind gefährlich zusammen mit Sonne?
  3. Was kannst du gegen Hautausschläge in Zusammenhang mit Medikamenten tun?

Du hast einen schönen Tag in der Sonne verbracht und am Abend kommt der Schock: Du bist total verbrannt. Rote Haut nach der Sonne muss nicht immer ein Sonnebrand sein. Zahlreiche Medikamente können einen Hautausschlag auslösen, der aussieht wie Sonnenbrand. Denn Medikamente und Sonne sind ein gefährlicher Mix.

Woran erkenne ich einen Sonnenbrand?

Ein Sonnenbrand entsteht in Etappen: Nach nur ein bis sechs Stunden nach dem Sonnen kommt der Sonnenbrand. Es entsteht eine lokal begrenzte Rötung mit Hitzegefühl. Ein Sonnenbrand ähnelt einer Verbrennung ersten bis zweiten Grades. Wer einen so schweren Sonnenbrand hat, dass Blasen schlagen, kann davon ausgehen, dass er Verbrennungen zweiten Grades hat. Seinen Höhepunkt erreicht ein Sonnenbrand 12 - 24 Stunden nach dem Sonnenbad. Bei einem großflächigen, schweren Sonnenbrand können ach Fieber und Schwächegefühl hinzukommen.

Bei einem Ausschlag durch die Einnahme von Medikamenten sind die Symptome anders. Auch nach einem kurzen Sonnenbad können bereits Blasen entstehen. Die Haut tut weh und reagiert stark auf die Sonneneinstrahlung. Die Haut juckt und normalisiert sich auch nicht nach ein paar Stunden. Bei einer Hautirritation durch Sonne zusammen mit Medikamenten passiert eine phototoxische Reaktion (PTR) oder eine photoallergische Reaktion (PAR).

Bei der phototoxische Reaktion nehmen Moleküle die Sonnenenergie auf und schädigen damit die Hautzellen. Bei der photoallergische Reaktion entstehen durch Sonneneinstrahlung Antigene, die das Immunsystem aktivieren diese Antigene anzugreifen.

 

Welche Medikamente sind gefährlich zusammen mit Sonne?

Besonders Antibiotika sind im Zusammenhang mit Sonne gefährlich. Tetracycline, die bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen, Infektionen des Urogenitaltrakts, Infektionen des Magen-Darm-Traktes, Borreliose und anderen gesundheitlichen Störungen eingesetzt werden, sorgen oft für eine heftige Hautreaktion in der Sonne. Besondere Vorsicht ist wichtig, wenn du das Mittel Doxycyclin nimmst. Cinoxacin, das häufig bei Harnwegsinfektionen eingesetzt wird, ist bekannt dafür auch nach kurzer Zeit in der Sonne eine heftige Hautreaktion auszulösen.

Auch Medikamente, die Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen behandeln, können zu fiesen Hautreaktionen führen. Selbst natürliche Medikamente wie Johanniskraut sind manchmal schuld daran, wenn die Haut verrückt spielt nach der Sonne.  Ebenfalls nicht unbedenklich: Kosmetik. Günstige Cremes oder Make-up können in Verbindung mit Sonne die Haut reizen. Diese Ausschläge sind aber meist harmloser als Hautirritationen durch Medikamente.

Was kannst du gegen Hautausschläge in Zusammenhang mit Medikamenten tun?

Wer Medikamente einnimmt, sollte immer den Beipackzettel lesen, ob es Warnhinweise zur Sonnenstrahlung gibt. Generell gilt, wer krank ist und Medikamente nehmen muss, ist besser beraten, wenn er im Schatten bleibt.

Ist der Ausschlag durch Sonne im Zusammenhang mit Medikamenten erst mal da, solltest du ein einem nässenden Ausschlag einen Arzt aufsuchen. Bei einer leichten Reaktion kannst du dich auch in der Apotheke beraten lassen. Eine kühlende Creme, die den Juckreiz lindert, hilft dann oft schon.

 

 

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