Mehr bezahlen? Diese Kampagne rüttelt wach

armedangels kampagne made by humans
Warum diese Jeans teurer werden muss, hat einen guten Grund.
Foto: Armedangels

"Made by humans" von Armedangels sorgt für Gesprächsstoff

Die Message dieses Fotos wird erst auf den zweiten Blick sichtbar. Nein, dies ist keine normale Werbekampagne, sondern die Forderung eines Fairtrade-Labels: Schluss mit dem Billig-Wahnsinn – Faire Mode muss auch fair bezahlt werden!

Überall leuchten einem derzeit bunte Sale-Schildchen entgegen: Hier zwei Teile zum Preis von einem, da 20 Prozent auf alles. Tüten voll, nichts bezahlt. Dazwischen plötzlich dieses Plakat: Jeans früher 39,90 Euro, jetzt 60 Euro mehr. Erster Gedanke: Teurer, was soll das denn?! Doch dahinter steckt eine gut durchdachte Strategie. Ein Statement für Langlebigkeit , Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit. Denn was aus dem Augenwinkel erst mal wie eine durchschnittliche H&M-Kampagne aussieht, ist in Wahrheit die Anzeige eines deutschen Fairtrade-Labels. Armedangels wirbt mit dem Prinzip: Faire Ware, fairer Preis . Darunter der Zusatz "Made by Humans".

"Unser Ziel war es mit dem Plakat unsere Haltung klar zu machen", sagt Geschäftsführer Martin Höfeler gegenüber WUNDERWEIB.de. "Wir wollen auf das soziale Ungleichgewicht in der Modebranche aufmerksam machen und kämpfen dafür, dass sich hier etwas ändert. Mode soll Spaß machen, aber eben nicht nur dem, der sie trägt!"

Eine Message, die auch auf Facebook ankommt. "So gehört sich das! Qualität setzt sich durch", posten User unter das Bild. Doch auch Kritik kommt auf, die sich vor allem gegen den Zusatz "Made by Humans" richtet: "Schließlich sind die Arbeiter in den Fabriken für Primark und Co ja auch Menschen", heißt es in den Kommentaren. Doch genau um dieses Bewusstsein geht es Fairtrade-Labels wie Armedangels: "Natürlich sind es Menschen und so müssen sie auch behandelt, und bezahlt werden." Fakt ist nun mal: Wer bei dem, was er trägt, kein schlechtes Gewissen haben möchte, muss auch den Preis dafür bezahlen. Komplett fair hergestellte Kleidung für einen Spottpreis gibt es nun mal nicht. Und das machen ebensolche Kampagnen immer wieder eindrucksvoll klar.

Große Plakate mit dem Motiv finden sich zum Beispiel, wie hier, in Berlin. Schlau gemacht: Die Message der "Made by Humans"-Kampagne erkennt man erst auf den zweiten Blick.

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