Mehr Selbstvertrauen: Ich glaub an mich!

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Wer sich selbst vertraut, ist sein eigener Fels zum Anlehnen und weiß, was (oder wer!) ihn glücklich macht.
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Die Basis einer tollen Ausstrahlung? Selbstvertrauen!

Wie Selbstbewusstsein entsteht, was einer guten Ausstrahlung im Weg steht, und warum es sich lohnt, Selbstvertrauen zu lernen. Hier kommt alles über die Kunst, sich selbst zu vertrauen und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Selbstvertrauen ist wie ein unsichtbarer Magnet: Man kann es zwar nicht sehen, aber es wirkt auf andere wahnsinnig anziehend. Es versteckt sich in kleinen Gesten, einem entspannten Lächeln, einem charmanten Spruch. Anders als das Selbstbewusstsein , das sich gern souverän im Rampenlicht zeigt, ruht das Selbstvertrauen ganz lässig in uns selbst. Es stärkt in uns das gute Gefühl, uns selbst zu mögen - mit allen kleinen Schwächen. Es lässt uns eigene Talente erkennen, realistische Ziele anpeilen. Und richtig nett zu uns sein.

Der innere Kompass

Wenn wir uns selbst vertrauen und wissen, was wir können, müssen wir keine laute Maske aufsetzen und allen beweisen, wie toll wir sind. Klar freuen wir uns über ein Kompliment - aber wir lechzen nicht nach Bestätigung. Denn unser Selbstvertrauen ist wie ein Kompass, auf den wir uns immer verlassen können. Er hilft uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen und unseren eigenen Weg zu finden. Eigentlich brauchen wir also gar keine nette Verkäuferin, um zu entscheiden, welche Jeans uns am besten steht. Oder ein lieb gemeintes "Geh doch mal früher schlafen!" von unserem Schatz, um zu wissen, wann wir ins Bett müssen. Schließlich kennt uns niemand so gut wie wir selbst.

Was uns prägt

"Selbstvertrauen ist eine innere Haltung", sagt Dirk Schmidt, Motivationscoach und Autor des Buches "Wenn Sie wüssten, was Sie können" . Und besteht aus: Selbstkenntnis, Glauben und Gelassenheit. Wie viel wir davon haben, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab.

Die Basis für unser Selbstvertrauen wird in der Kindheit gelegt. Wer ein liebevolles Verhältnis zu seinen Eltern hatte und viel Bestätigung von ihnen bekam, traut sich später als Erwachsener mehr zu. Auch wichtig für unser Selbstvertrauen: Freunde . Denn sie geben uns das Gefühl, akzeptiert zu werden - genau so, wie wir sind. Und sie sind uns eine gesunde Konkurrenz. Freunde können uns motivieren, selbst etwas anzupacken, statt ewig darüber zu grübeln. Zum Beispiel einen Job zu wechseln, der uns auslaugt . Oder allein drei Wochen Surfurlaub in Australien zu machen.

Machen statt grübeln

Was aber können wir selber tun, um unser Selbstvertrauen zu stärken oder es wieder aufzubauen, wenn's mal nicht so gut läuft? Jeder kennt schließlich diese Tage, an denen unser innerer Kompass ein wenig spinnt. Und wir an einer Aufgabe zweifeln. Und an uns. Der Experte: "Grübeln ist meist schon ein Indiz dafür, dass wir etwas gar nicht wirklich wollen." Haben wir von Anfang an nicht wirklich Lust darauf, einen Halbmarathon zu laufen, ist uns plötzlich jedes Wetter zu mies, um zu trainieren. Oder wir finden auf einmal, dass unsere super Laufschuhe doch nicht optimal sind. Oder, oder, oder ... Die Folge dieses Sich-das-Ganze-Schlechtredens: Wir gehen halbherzig an die Sache heran und scheitern. Und schwächen damit unser Vertrauen in uns selbst. Besser wäre es, in solchen Fällen auf unser Bauchgefühl zu hören und bereits im Vorfeld Nein zu sagen.

Denn andersrum gilt: Wenn wir wirklich von etwas überzeugt sind, finden wir auch einen Weg, zu schaffen, was wir uns vorgenommen haben. Und: "Unser Selbstvertrauen wird durch die Summe der gemeisterten Aufgaben gestärkt", so Schmidt. "Das müssen keineswegs riesige Herausforderungen sein, alltägliche Kleinigkeiten zählen auch." Denn mit jedem Mini-Erfolgserlebnis wächst unser Selbstvertrauen .

Der Placebo-Effekt

Mit dem Satz "Ich glaub an mich!" können wir uns aber auch selbst programmieren. In dem Fall kann unser Glaube Berge versetzen - oder uns zumindest das Gefühl geben. Denn wenn wir positiv denken , gibt es in unserem Gehirn eine Art Placebo-Effekt. Normalerweise funktioniert der so: Indem man an die Wirkung eines Medikaments glaubt, werden im Körper schmerzstillende Hormone ausgeschüttet und man fühlt sich besser. Das passiert auch, wenn wir uns ein positives Mantra suchen. Dann verändert sich nämlich automatisch unsere Ausstrahlung und unsere Mitmenschen nehmen uns anders wahr. Sie lassen sich eher von uns mitziehen und haben mehr Respekt vor uns. Und unser Vorhaben klappt mit viel höherer Wahrscheinlichkeit.

Einstellungssache

Klar läuft nicht immer alles nach Plan. Aber wir können entscheiden, wie wir mit den Hürden umgehen. Denn seinen eigenen Weg zu gehen , heißt eben auch: ab und zu mal die Richtung zu ändern. Sich selbst einzugestehen, dass man vielleicht doch keine Lust darauf hat, in einem Haus auf dem Land zu leben - und lieber wieder in einer kleinen Stadtwohnung wäre. Oder dass einem Yoga doch keinen großen Spaß macht - man redete sich das nur ein, weil die beste Freundin und der Rest der Welt davon schwärmen.

Dann können wir vertrauensvoll wieder auf unseren inneren Kompass hören - und der zeigt eben gerade Richtung Couch.

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