Mein Sex im Urlaub

mein sex im urlaub
Erotische Geschichte: Sex im Urlaub
Foto: Thinkstock
Inhalt
  1. Heißer Quickie im Meer
  2. Sündig auf der Alm
  3. Verbotene Spiele im Hamam
  4. Vienna Calling
  5. Das „O“ im „Om“
  6. Scharfer Seegang
  7. Atemlos in N.Y.
  8. Nymphen und Nixen
  9. Mile High Club
  10. Ciao, Bello!

Erotisches Tagebuch

Von New York bis Marrakesch: Deutschlands erfolgreichste Erotik-Autorin Sophie Andresky öffnet ihr erotischesTagebuch und verrät die heißesten Episoden ihrer Urlaubsaffären.

Heißer Quickie im Meer

Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen. Im Reiseführer stand klipp und klar, dass das Sonnen oben ohne in Tunesien verboten ist. Und spätestens der Anblick der arabischen Frauen, die sich wenige Meter weiter mit kompletter Badeburka in die Wellen stürzten, hätte mir klarmachen müssen, dass es keine gute Idee war, irgendetwas auszuziehen – und schon gar nicht irgendetwas beziehungsweise – jemanden anzufassen.

Aber dass der Bruder meiner Freundin, der ganz spontan mitgereist war, dermaßen schöne graue Augen hatte, bemerkte ich eben erst an diesem Strand. Und als er dann noch, ohne rot zu werden, einen heißen Quickie im Meer vorschlug, fand ich ihn so scharf, dass ich mich nur kurz zierte und schließlich mitging. Immerhin würde ich ja nicht topless sein, sondern bottomless, und das auch noch unter Wasser. Niemand würde es also mitkriegen. Wir schwammen ein Stück, küssten uns und streiften die Badehosen ab.

Mit möglichst unbeteiligtem Blick streichelten wir uns, und die Strömung fühlte sich an, als hätte ich nicht nur seine Finger zwischen meinen Beinen, sondern ganz viele überall. Plötzlich stieß eine schrille Frauenstimme einen Wortschwall aus, von dem ich nur „Police! Police!“ verstand. Eine aufgebrachte Tunesierin sprintete aus dem Wasser und ihr Mann zeigte empört in unsere Richtung. Einige der Strandverkäufer sprangen ins Wasser und kraulten auf uns zu. Ich paddelte hektisch auf der Stelle. Aber dann griffen sie sich einen Mann in einiger Entfernung von uns und zogen ihn aus dem Wasser.

Er war splitternackt und hatte offensichtlich masturbiert , vielleicht sogar wegen uns. Unter Geschrei wurde er abgeführt. Von da an trafen wir uns nur noch in meinem Hotelzimmer – und zwar bei zugezogenen Vorhängen.

Sündig auf der Alm

Dirndl sind eines der erotischsten Kleidungsstücke, die man in der Öffentlichkeit tragen kann. Die Brüste quellen kurz unterm Schlüsselbein aus dem Mieder, die Figur ist so weiblich wie in nichts sonst. Und egal, was Schotten unterm Rock tragen, unter ein Dirndl kann man gerüschte Höschen ziehen oder eben … nichts.

Meinen neuen Freund und mich hatte es eher zufällig nach Südtirol verschlagen, und weil noch Nebensaison war, sahen wir nur vereinzelt ein paar einsame Wanderer. Wir hatten eine kleine Kabinenbahn für uns allein. Auch in den entgegenkommenden Gondeln saß kein Mensch. Mein Freund kniete sich vor mich auf den Boden, schob meinen Rock mit der Schürze bis über die Oberschenkel und nuschelte zwischen zwei Küssen: „A bisserl Sünd auf der Alm?“

Lecken bis zur Zwischenstation

Man kann über diesen Freund viel sagen, er war anstrengend, quasselte ununterbrochen und machte mich mit seiner Unruhe ganz konfus, aber lecken konnte er wie ein Weltmeister. Er hatte Bewegungen im Repertoire, als ob seine Zunge Tarantella tanzen würde – oder Schuhplattler auf Ecstasy. Und während die kleine Kabine den Berghang aufwärtsruckelte, war auch ich mit Gipfelstürmen beschäftigt, und zwar so sehr, dass ich erst im letzten Moment japsend bemerkte, dass kurz vor uns eine Zwischenstation lag, an der wir in eine andere Bahn umsteigen mussten.

Ich zog meinen Freund auf die Füße und atmete noch schwer, als ein gelangweilter Bauernbursche mit Handy am Ohr die Tür aufriss. Angesichts meiner Kurzatmigkeit und dem Schweiß auf meiner Stirn schüttelte er den Kopf und grummelte abschätzig etwas von „Höhenluft“ und „Städtern“. Ich nahm meinen Freund bei der Hand und versprach ihm erst ein kühles Radler und danach eine heiße Talfahrt.

Verbotene Spiele im Hamam

Obwohl es in dem Hotelpalast in Marrakesch überall hölzerne Läden vor den Fenstern gab, die die Sonne fernhalten sollten, war es so heiß, dass man sich kaum bewegen konnte. Ich lag tagsüber meistens im Innenhof mit einem Buch im Schatten und versuchte, den Eistee schneller zu trinken, als er warm wurde. Ich kam mir vor wie eine Eidechse auf einem heißen Stein und ich liebte dieses träge Glühen und die Schwüle auf der Haut.

Mein Liebster dümpelte im Pool oder spielte am Rand Schach gegen sich selbst. Das andere Pärchen sahen wir zum ersten Mal beim Abendessen, beide dunkelhäutig wie Schokolade, hochgewachsen und in lange Kaftane gewandet. Wir nickten uns freundlich zu. In den nächsten Tagen trafen wir uns immer mal wieder und ich bemerkte, dass mein Liebster die Augen kaum von der glutäugigen Schönheit lassen konnte. Eines Nachts war es so unerträglich heiß, dass wir beschlossen, im Dunkeln schwimmen zu gehen, und am Pool, der nur von wenigen Lichtern beleuchtet war, stießen wir wieder auf die beiden.

Sex im Pool

Sie saß ungeniert nackt am Rand und er winkte uns vom Wasser aus zu. Wir schlüpften aus den wenigen Sachen, die wir noch anhatten, und schwammen auf sie zu. Der Mann berührte zärtlich die Brust seiner Frau, dann meine, und wir lächelten uns an. Mein Liebster rutschte näher zu der Frau und strich ihr vorsichtig über den Rücken. Sie drehte sich zu ihm und küsste ihn wahrscheinlich. Sehen konnte ich das nicht, denn in dem Moment küsste mich der Mann, und zwar so inbrünstig und hungrig, dass mir die Luft wegblieb.

Ihn machte die Hitze offenbar nicht träge. Wir alberten herum und küssten uns immer wieder, mal unsere eigenen Partner, mal den anderen. Als wir zwei Angestellte den Weg heraufkommen hörten, schlichen mein Liebster und ich uns aus dem Pool und sahen uns erst wieder an, als wir allein in unserem Zimmer waren. Wir haben gerne mal Sex außerhalb unserer Beziehung, aber wir hatten uns noch nie dabei zugesehen. Wir wussten auch nicht genau, ob wir das überhaupt wollten, lagen eng umschlungen auf dem Bett und redeten lange.

Liebesspiele zu viert

Zwei Tage später trafen wir die beiden im Dampfbad, wo es kaum wärmer war als draußen. Erst saßen sie uns gegenüber, aber als die Frau lasziv ihre Beine spreizte und uns zwischen ihre Schenkel sehen ließ, wo sie sich streichelte, wechselte mein Liebster zu ihr auf die Bank und der dunkle Mann kam zu mir. Ich setzte mich auf seinen Schoß. Er massierte meine Brüste und leckte mir den Schweiß von den Spitzen. Ich sah durch den Dampf hindurch, wie mein Liebster vor der Frau kniete und die Innenseite ihrer Oberschenkel küsste.

Der Mann hatte leicht zu schaukeln begonnen, sodass ich auf seinem Schoß herumrutschte und spürte, wie es in mir zu wogen begann. Da immer mal wieder andere Gäste oder Leute vom Personal in den Wellnessbereich kamen, war es klar, dass wir dort nicht bleiben konnten. Die Frau stand auf und schrieb mit den Fingern ihre Zimmernummer auf die Glastür. Ich stellte mich hinter sie und küsste ihren Hals, weil ich neugierig war, wie weit sie gehen würde und ob die beiden mehr vorhatten als Partnertausch.

Sie ließ es nicht nur zu, sondern drehte sich zu mir und presste sich an mich. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie ihr Mann über den Bauch meines Liebsten strich. „Keinesfalls“, sagte mein Freund, als wir wieder allein im Hotelzimmer waren. „Es ist Marokko“, sagte ich. „Völlig abwegig“, sagte er und „Grenzerfahrung“, ich. Am nächsten Abend, dem Abend vor unserer Abreise, machte ich mich besonders schön. Wir hatten uns auf ein vages „Schauen wir mal“ geeinigt und schlichen reichlich nervös den Hotelkorridor entlang. Ich dachte an die harten Brustmuskeln des Mannes, an seine dunkle Haut, an die Lippen seiner Frau. Die nächste Ecke. Ich fragte mich, wozu es kommen könnte, ob ich wirklich sehen wollte, wie er mit dieser Frau schlief, und ob ich wollte, dass der Mann in mich eindrang.

Noch eine Ecke. Mein Liebster nahm meine Hand, wir lächelten uns an. Und dann gingen wir an der Tür des Pärchens vorbei zurück in unser eigenes Zimmer. Dort fielen wir übereinander her, vögelten, bis es hell wurde, und erzählten uns, was alles hätte geschehen können.

Vienna Calling

Wien hat viel mehr zu bieten als Kaiserin Sisi mit ihrem traurigen Liebesleben. Ich nutzte eine Geschäftsreise dorthin, um nebenher einen Mann zu treffen, den ich aus Chats unter dem Nickname „Kutscher“ kannte und der mir einen „erotischen Einspänner“ versprochen hatte. Das Erste, woran ich dabei gedacht hatte, war eine Nummer mit Ledergeschirr, was wirklich nicht mein Ding ist.

Der Ort allerdings bewog mich, doch zu kommen: Er bestellte mich per SMS ins „Café Sacher“, dem konservativsten und plüschigsten Ort Wiens. Ich setzte mich an einen der Tische, während um mich herum giggelnde japanische Mädchen Fotos von sich und ihrer Sachertorte schossen. Eine Bedienung stellte unaufgefordert ein Glas Kaffee mit einem gewaltigen Häubchen Sahne vor mich. Den Einspänner hatte ich nun, wo blieb die Erotik?

Mein Handy klingelte. „Hinreißend schauen’s aus“, sagte eine männliche Stimme mit vollem Wiener Schmäh. „Schlagen’s doch mal die Beine übereinander und ziehen’s das Kleid a bisserl höher.“ Ich drehte mich unauffällig um. Irgendwo musste er doch sitzen, wenn er mich sehen konnte. Allmählich wurde mir klar, worauf das hinauslaufen würde, und das Spiel begann, mir Spaß zu machen.

Telefonsex auf Wienerisch

„Versuchen Sie mich zu dressieren, Kutscher?“ Ich schob den Saum meines Rockes langsam bis zu den Oberschenkeln, während ich den Raum absuchte. Aber niemand telefonierte hier. „Und die zwei Knöpfe, öffnen Sie die doch bitt’ schön“, sagte er. Auch das tat ich. „Sind Sie ein ganz Schüchterner, Kutscher, oder einfach nur hässlich?“ Er lachte. „I hob’s gern kommod, drum is mia mei Privatsphäre so wichtig wie Ihnen die Ihre. Lassen wir’s dabei.“

Dann malte er mir aus, was er mit der Sahne auf meinem Einspänner anstellen würde, wenn wir jetzt allein wären. Wie er mir den Slip ausziehen und die Beine spreizen würde, wie er die Sahne verteilen und ablecken würde. Wie ich die Sahne von ihm lutschen würde. Und ich saß da, im Plüschcafé, hörte mir seine Fantasien an und merkte, wie ich immer feuchter wurde, als ich ihm beschreiben sollte, was ich im gegenüberliegenden „Hotel Corso“ mit ihm tun würde.

Ich hörte ihn immer lauter keuchen, dann sagte er nur „Dank’ schön, merci“ und legte auf. Verdutzt sah ich auf mein Handy. Sex hatte ich später auch noch: in meinem Hotelzimmer – und zwar allein. Wie mein Phantom des „Café Sacher“ aussieht, weiß ich bis heute nicht.

Das „O“ im „Om“

„Fühl den Frieden in dir“, sagte der Meister des Workshops mit sanfter Stimme, während hinter ihm die toskanische Landschaft zum Sterben schön ausgebreitet lag. Und einen Moment lang meinte ich wirklich, den verlangten ruhigen Summton in mir zu hören.

Ich war herrlich entspannt, bis der Meister sich auf einmal auszog. Und zwar splitternackt. Als er dann auch noch mit schlenkerndem Penis vor uns hüpfte und sich auf den Brustkorb trommelte, war mir endgültig klar, dass ich im falschen Kurs war. Ich hatte gedacht, die angekündigte „Körperarbeit“ seien die üblichen Atemübungen zur Einstimmung.

Von Yonis und Lingams

Aber das hier war wohl ein Praxisseminar, und ehe ich so richtig wusste, was hier abging, waren auch die Kursteilnehmer nackt. Ich zog mich ebenfalls aus, um nicht aufzufallen. Der Meister wies uns Partner zu. Meiner hieß Tobias und sah nett aus. Offenbar hatte auch er sich im Kurs vertan, denn als der Meister uns anwies, das Lingam unseres Partners zu würdigen, bevor wir dann zur Yoni kämen, und die anderen Frauen beherzt ihren Partnern in den Schritt griffen, zischte er mir zu: „Spontaner Asthmaanfall, beide?“

Ich nickte und begann zu husten, Tobias röchelte etwas von „Inhalator auf dem Zimmer“ und schob mich zur Tür. Draußen zogen wir uns an und stellten uns noch einmal einander vor – dabei schüttelte ich ihm artig die Hand und nicht sein Lingam. Und als wir schließlich bei einem Spaziergang Sex auf einer Wiese hatten, in der die Grillen so laut zirpten, als käme das Geräusch aus Lautsprechern, war es einfach nur guter Sex und hatte mit Tantra nicht das Geringste zu tun.

Scharfer Seegang

Die Reise fing alles andere als vielversprechend an. Ich hatte eine Kreuzfahrt in einem Preisausschreiben gewonnen und mich schon auf den Luxus gefreut. Umso sprachloser war ich, als ich die Kabine sah: ein Bett mit Bad, fensterlos und bunt möbliert wie das Kinderparadies im Möbelhaus. Sich woanders aufzuhalten, war schwierig: Auf Deck goss es vier Tage in Strömen.

In den Bars und der Sauna feierten die Junggesellen, im Restaurant tobte die Schlacht am Buffet und im Theater gab es nur Musicals, die ich hasse wie Fußpilz und Kakerlaken zusammen. Also doch die Kabine, wo mein Freund und ich beschlossen, den Trip als erotischen Bildungsurlaub zu nutzen und den mitgebrachten Kamasutra-Band durchzuprobieren. Da uns die Stellung „Bootsfahrt“ (die Frau sitzt seitlich abgewandt auf dem Penis des Mannes) zu unromantisch war, probierten wir „Der Liegestuhl“.

Im Liegestuhl mit dem Junggesellen

Ich winkelte auf ein Kissen gestützt die Beine an, er hob mich auf seinen Schoß, woraufhin ich die Knie gegen seine Schultern stemmte. Es sah wohl eher aus wie „Die eingequetschte Schildkröte“. Später dachten wir uns eigene Positionen mit seetauglichen Namen aus. Mein Liebling: „Galionsfigur auf Oktopus reitend“.

Der Mann liegt auf dem Rücken und stützt sich mit den Füßen an der Wand ab. Seine Partnerin sitzt rittlings auf ihm und beugt sich so weit vor, dass er an ihren Brustwarzen züngeln kann, während sie sich an der gegenüberliegenden Wand festhält. Für diese Position und ihre spezielle Statik braucht man unbedingt einen hundehüttengroßen Raum. Und bei Wellengang ist das Ganze gleich noch mal so lustvoll.

Atemlos in N.Y.

Die Stadt, in der ich von allen Reisezielen am wenigsten Sex hatte, ist New York. Morgens wollte ich nur raus in den Trubel, tagsüber war ich immer viel zu weit weg vom Hotel für einen Quickie und abends fiel ich erschlagen vom Lärm, den vielen Menschen und dem ständigen Staunen nur noch ins Bett, weil kein bisschen Energie mehr übrig war.

Dabei hat der Big Apple erotisch viel zu bieten. Zum Beispiel das „Museum of Sex“, an dessen Eingang eine große Tafel verbietet, die Ausstellungsstücke „anzufassen, zu belecken oder zu besteigen“. Die werden schon wissen, warum das nötig ist. Drinnen erfuhr ich, dass es Menschen gibt, die sich zum Sex gern als Plüschtier verkleiden und wiederum andere, die es am liebsten mit Clowns treiben. Ich sah Luftballon-Fetischisten-Filme und Gasmasken für Atemkontrollspiele.

Außerdem Masturbations-Maschinen für die Freunde des Cyborg-Vögelns und lebensechte Love Dolls aus Silikon, bei dem der Käufer sogar über Nagellackfarbe und Schamhaarlänge entscheiden kann. Ein Sammelsurium der Merkwürdigkeiten. Deutlich Aufregenderes erblickte ich im Museumsshop – in Form des extrem gut aussehenden asiatischen Angestellten, der ihn beaufsichtigte. Er hatte hohe Wangenknochen, einen sinnlichen Mund und tiefschwarze Augen, dazu kinnlanges Haar und ein umwerfendes Lächeln.

Vibrator-Test im Sex-Museum

Als ich bei einem Klitorisvibrator den Regler nicht gleich fand, ließ ich mir das Maschinchen von ihm näher erklären. Dabei nahm er meine Hand, führte sie über das sirrende Sextoy und strich mir über die Halslinie. Ich bekam eine Gänsehaut am ganzen Körper. Er redete mit einem so starken Akzent, dass ich von dem Flüstern an meinem Ohr nur das Wort „Diner“ verstand. Ich bezahlte das Spielzeug und ging über die Straße in das nächste Café.

Ich hatte keine Ahnung, ob er wirklich nachkommen würde. Notfalls würde mich ein Stück Cheesecake trösten. Aber er kam! Er zwinkerte mir zu und verschwand direkt in der Toilette. Ich folgte ihm, er zog mich in seine Kabine und küsste mich lang. Den Wortschwall, während er am Reißverschluss meines Etuikleides nestelte, verstand ich wieder nicht, aber glücklicherweise ist das Hochhalten eines Kondoms ja international.

Er nahm mich stehend von hinten, ans Waschbecken gepresst, küsste meinen Nacken und verwöhnte mich währenddessen mit dem Maschinchen – das war alles dermaßen eingespielt, dass ich mich fragte, ob er wohl öfter Besucherinnen des Museums hierherbrachte. Ich war jedenfalls froh, dass ich kein Ausstellungsstück war, denn so wurde ich doch noch angefasst, beleckt und bestiegen.

Nymphen und Nixen

Natürlich hatte ich wie vor jedem Urlaub im Internet nach den schönsten Wellness-Angeboten gesucht, aber das „Aire“, ein arabisches Bad in Barcelona, war nirgendwo erwähnt. Erst als ich bei einem Ausflug zum Dalí-Museum in Figueras im Zug mit einer Spanierin ins Gespräch kam, erzählte sie mir von den unterirdischen Gewölben, den luxuriösen Fliesen und der ganz besonderen Atmosphäre dieses Bades.

Sie war sogar so nett, für mich anzurufen und einen Platz zu reservieren, denn es darf immer nur eine bestimmte Anzahl Gäste hinein, und zwar zu festgelegten Zeiten. Bereits der Warteraum, eine Halle mit offenen Bruchsteinwänden und Feuerschalen, in denen die Flammen züngelten, war beeindruckend. Dann wurde unsere Gruppe in die Tiefe geführt, wo es dämmrig war und nach Minztee roch.

Es gab verschiedene Becken, die geheimnisvoll leuchteten und dampften, dazwischen Gewölbe mit Saunen und Massageliegen und in einem dunklen Gang eine Kissenlandschaft mit Teekannen und Platten, auf denen kandierte Ingwerstückchen lagen. Ich glitt ins Wasser und suchte mir einen Platz in einer etwas dunkleren Ecke. Kurz darauf kam ich mit einer Frau ins Gespräch, die sich, obwohl sie einige Jahre älter war als ich, auf den glitschigen Fliesen unglaublich elegant bewegte.

Ihr Gesicht erinnerte mich an die junge Paloma Picasso, es war streng und schön. Wir redeten eine Weile, und ich hielt es für ein Versehen, als sie plötzlich ihre Hand auf meinen Oberschenkel legte. Erst als sie mich auf den Busen der Frau im Nachbarbecken aufmerksam machte, dabei mein Bein streichelte und sich nach den deutschen Begriffen für Brust, Po und Möse erkundigte, dämmerte es mir.

Ich lehnte mich zurück und wartete gespannt, was passieren würde. Ihre Hand bewegte sich sachte unter Wasser, während sie leise auf mich einsprach. Als ich mich leicht zu ihr drehte und mit der Hand ihre Brust streifte, schob sie sie nicht weg, sondern lächelte und schloss kurz die Augen. Ihre Finger glitten unter mein Bikinihöschen, während ich meine Hand über ihres legte und den Venushügel durch den dünnen Stoff hindurch presste.

Sie rutschte etwas tiefer und spreizte die Beine, damit ich besser an ihre Muschel herankam, und ich konzentrierte mich auf das elektrisierende Gefühl ihrer reibenden Finger zwischen meinen Schamlippen. Noch bevor der Bademeister an unserem Becken vorbeikam, war es schon vorbei. Sie seufzte leise, als sie kam, und auch ich ließ mir nichts anmerken. Wir lächelten uns an, sie erhob sich, küsste mich auf beide Wangen und verschwand im Dunst des Dampfbades.

Mile High Club

Ich liebe die Wüste. Diese Wellenbewegungen des Sandes haben etwas Magisches. Nach einiger Zeit schärfen sich die Sinne und man kann den Sand riechen, statt Stille hört man den Wind flüstern und rauschen. Ich hatte das bereits erlebt und wollte unbedingt wieder hin. Meinen Freund, der lieber nach Skandinavien gefahren wäre, hatte ich mit der Aussicht auf viel Sex bestochen – allerdings nur im Hotelzimmer, denn nachdem in Dubai ein britisches Pärchen wegen ihrer Liebesspiele am Strand zu drei Monaten Gefängnis verurteilt wurde, bin ich da vorsichtig.

Ich hatte ihm die arabische Variante versprochen (mit viel heißem Öl), die englische (mit einer Reitgerte, die ich mir extra dafür ausgeliehen hatte) und auch die Mitgliedschaft im berühmten „Mile High Club“. Dafür nahmen wir extra einen Nachtflug und suchten uns Plätze direkt hinter dem Businessclass-Vorhang aus. Wir saßen allein in unserer Reihe, als das Licht gedimmt wurde, breiteten eine Decke über uns und schmiegten uns aneinander.

Ich tastete zwischen seine Beine und begann, seinen Schwanz zu reiben, während er mich abfingerte. Ich gab mir Mühe, ganz leise zu sein, und räusperte mich nur manchmal. Ich fühlte, wie er unter der Decke kam und ein Stöhnen nicht unterdrücken konnte, was er mit einem Husten kaschierte. Ich war auch gerade gekommen und hatte die Augen für einen Moment geschlossen, als mich plötzlich jemand an der Schulter berührte. Ich zuckte zusammen.

Eine Stewardess stand neben uns und reichte uns eine Flasche Wasser. „Die Luft hier ist so trocken, da müssen viele mal husten“, sagte sie und verschwand, während ich die Flasche mit klebrigen Händen öffnete.

Ciao, Bello!

Schnell ein Wochenende weg – wie im Urlaub sollte es sein, ohne dass ich dafür lange reisen musste. Und da Bergamo direkt am Mailänder Flughafen Orio liegt, war das ideal. In der mittelalterlichen Festung der Altstadt bummelte ich durch die Gassen, folgte dem Duft des Olivenbrots und sah mir die blank gegriffenen Steinlöwen vor der Kirche an.

Tagsüber war es herrlich, aber abends in einer Bar packte mich der Katzenjammer, und ich war froh, als der Mann mit dem schwarzen Dreitagebart und den Lachfältchen mich ansprach und sich als Andrea vorstellte. Wir verständigten uns pantomimisch. Der Weißwein war genauso köstlich wie die kleinen zuckrigen Kuchen, die er mir als lokale Besonderheit dazubestellte – und als wir uns schließlich tief in der Nacht küssten, war auch er ausgesprochen lecker.

Vielleicht lag es an der romantischen Kulisse oder an der Hitze, die die dicken Wände aufgeheizt hatte wie Lavasteine, jedenfalls fand ich mich an einen kleinen Brunnen gepresst wieder, mit hochgeschobenem Rock und dem schönen Italiener zwischen meinen Knien. Ich schlang die Beine um seine Hüften, während ich in meiner Handtasche nach einem Kondom nestelte, und fühlte, wie er kurz darauf ohne Zögern in mich eindrang. Ich lehnte mich zurück, einen Arm bis zum Ellenbogen in dem Wasserbecken, das angenehm kalt war, und rieb mir mit der anderen Hand den Kitzler.

Andrea vögelte leidenschaftlich und schnell und zog seine Hose schon wieder hoch, als ich noch benommen keuchte. Nachdem er mich zum Hotel gebracht hatte, war ich fest davon überzeugt, dass unser kurzes Abenteuer damit vorbei war. Aber am nächsten Morgen stand er vor dem Hotel. Nach einer Weile heftigen Gestikulierens hatte ich verstanden, dass er mir Bergamo zeigen wollte, und freute mich auf malerische Aussichtspunkte und düstere Kirchen.

Stattdessen schleppte er mich von einem Laden in den nächsten, wo er mich Leuten vorstellte, die ich nie wiedersehen würde und bei denen ich nicht die geringste Ahnung hatte, was sie mir erzählten. Eine alte Frau in einer Bäckerei küsste mich auf die Wangen, eine andere zwang mich, so lange Halstücher anzuprobieren, bis ich aus Verzweiflung eines kaufte. Ich musste mit jemandem Espresso trinken, der Pietro oder so ähnlich hieß, und den Mann begrüßen, der die öffentliche Stehtoilette betrieb.

Irgendwann simulierte ich aus Verzweiflung einen Migräneanfall und verabredete mich mit Andrea für den Abend am Brunnen. Kurz darauf schlich ich mit gepackter Tasche aus dem Hotel und nahm ein Taxi zum Flughafen. Mag sein, dass Andrea mich auch diesem Taxifahrer vorgeführt hatte, jedenfalls grinste der während der ganzen Strecke anzüglich, aber die war zumindest sehr kurz.

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