Meine Oma ist meine beste Freundin

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Omi, ich liebe Dich!
Foto: tbel, fotolia

Familie

Trotz 53 Jahren Altersunterschied fühlt die Enkelin eine tiefe Verbundenheit. Warum ihre Oma ihre engste Freundin ist erfahren Sie hier.

Es ist so aufregend, ich habe einen Kloß im Hals, mein Herz pocht heftig gegen meine Brust.

Mein Freund Stefan (32) hat mir nach einem Jahr superglücklicher Beziehung einen Heiratsantrag gemacht, und ich habe Ja gesagt, denn er ist der Mann meines Lebens, mit ihm will ich alt werden und Kinder bekommen. Diese Eheschließung wird unser Glück besiegeln. Wir werden bei uns im Dorf heiraten und ein großes Fest mit der ganzen Familie feiern. Und ich brauche einen Trauzeugen! Ich will, dass es ein Mensch ist, dem ich alles anvertrauen kann, der mich in allen Lebenslagen und auch in der Ehe beraten kann.

Ich muss nicht lange überlegen, meine Trauzeugin wird meine Oma Brigitta (82)! Sie kennt mich wie kein anderer Mensch. Bei ihr habe ich in der Kindheit meine Sommerferien verbracht, sie hat mich bei Liebeskummer getröstet und ist bis heute eine wichtige Ratgeberin für mich. Meine Oma ist gleichzeitig meine beste Freundin.

Aufgewachsen bin ich bei meinen Eltern auf einem Hof in Bargfeld in der Nähe von Hamburg. Oma (sie ist die Mutter meiner Mutter) wohnt in Holdenstedt, das ist nur zehn Kilometer entfernt. Auch meine Großeltern sind Landwirte − das liegt wohl in der Familie. Ihr Hof war mein zweites Zuhause. Dort gab es Kühe, Schweine, Kälber, Katzen, Hund "Bobby" − und meine Omi eben. Auch wenn sie viel auf den Feldern zu tun hatte, für mich und meine beiden Brüder Christian (31) und Karsten (25) hatte sie immer Zeit.

Bei ihr durften wir auf dem Heuboden spielen, haben im Garten Käfer gesammelt und abends hat sie sich einen großen Laib Brot an die Brust gedrückt und mit einem riesigen Messer fingerdicke Scheiben abgeschnitten.

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