Mette Marit: So tapfer tröstet sie ihr weinendes Volk

Die Tragödie in Norwegen

Kronprinz Haakon von Norwegen (38) hat sich einst in ihre himmelblauen Augen verliebt. Jetzt sind diese Augen voller Schmerz. Doch Prinzessin Mette-Marit (37) bleibt tapfer, sie streichelt Kinderwangen, trocknet Tränen. Stark wie eine künftige Königin tröstet sie ihr weinendes Volk nach der Todes-Tragödie in Norwegen.

Mette-Marit ist eine Frau, die eine unglaubliche Veränderung hinter sich hat. Denken wir kurz zurück:Als sie am 25. August 2001 Kronprinz Haakon das Jawort im Dom zu Oslo gab, waren die Norweger nicht so recht glücklich mit der Wahl ihres Prinzen. Mette brachte Sohn Marius (damals 4) mit in die Ehe, musste eine Beichte über ihre Vergangenheit ablegen, in der Drogen und Alkohol eine Rolle spielten. Sie war schüchtern, wenig selbstbewusst, schien kaum belastbar. Man zweifelte, ob sie der Rolle einer künftigen Königin gerecht werde. Heute jedoch hat Norwegen eine Kronprinzessin, wie sie stärker und mutiger nicht sein könnte. Und das obwohl Mette-Marit bei dem Attentat auch ihren Stiefbruder Trond Berntsen (51) verlor. Er stellte sich dem Killer in einem Zeltlager auf der Insel Utøya mutig entgegen und konnte so seinen zehnjährigen Sohn und zwei Mädchen vor den tödlichen Kugeln bewahren. Der Verlust des Stiefbruders zerreißt der Prinzessin sicher das Herz, aber sie zieht sich nicht zurück, um im Stillen zu trauern. Sie geht hinaus zu den Menschen, die sie jetzt so sehr brauchen. Mette-Marit gibt ihrem Volk in dieser schmerzlichen Zeit Hoffnung. Als sie Überlebende in einer Klinik besucht, erklärt sie: „Ich denke, ich spreche für ganz Norwegen, wenn ich sage, dass wir zusammen hinter euch stehen.“

Das sind die Worte, die in diesen dunklen Stunden, nicht nur Trost, sondern auch wieder ein wenig Zuversicht schenken. Zu Tausenden versammeln sich die Norweger zurzeit auf den Straßen, mit Blumen in den Händen trauern sie in der Gemeinschaft. Und Mette-Marit verschanzt sich nicht in die sicheren Mauern des Palastes. Sie geht mit ihrer Familie nach draußen, hört zu, nimmt weinende Menschen in die Arme, zündet Kerzen in der Kirche an, die der Verstorbenen gedenken.Die Kronprinzessin Mette-Marit hat sofort erkannt, dass sie jetzt ein Zeichen setzen muss. Ganz nah an ihrer Seite ist Ehemann Haakon. Immer wieder sieht man ihn, wie er sanft ihren Arm berührt, wie er seine Frau für das, was sie jetzt leistet, bewundert. Tief ergriffen sagt er: „Heute Abend sind die Straßen von Liebe erfüllt!“ Und einen großen Teil dieser Liebe schenkt Mette ihrem Volk.

>> Mette Marit: Ihr Stiefbruder starb beim Terror-Anschlag in Norwegen

Kategorien: