Michael Fassbender: „Für die Richtige würde ich alles tun“

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Interview Michael Fassbender
Foto: Getty Images

Star-Interview mit Michael Fassbender

Michael Fassbender (36) ist gerade Hollywoods heißester Mann für komplexe Rollen. JOY fragte nach: Bleibt da überhaupt noch Zeit für die Liebe?

Seit er 2012 in „Shame“ als Sexsüchtiger die internationale Filmwelt beeindruckte, ist Michael Fassbender Hollywoods erste Wahl, wenn es um anspruchsvolle Männerfiguren geht. Aktuell spielt er neben Brad Pitt, Penélope Cruz und Cameron Diaz in dem Thriller „The Counselor“ (seit 28.11. im Kino) einen Anwalt, der in kriminelle Machenschaften verstrickt ist.

Den Style von Michael Fassbender zeigen wir hier!

Doch mit dem Hype um seine Person geht der Deutsch-Ire gelassen um. Aufrichtig gibt der 36-Jährige beim Interview im „Trump SoHo“-Hotel in New York Einblicke in sein Leben und seine Gefühle. Dabei wirkt er wie jemand, der mit sich im Reinen ist – wenn nur nicht eins fehlen würde – oder besser: die Eine.

JOY:  In „The Counselor“ machen Sie Penélope Cruz mit einem sehr teuren Verlobungsring einen Antrag. Würden Sie privat auch so etwas Kostspieliges verschenken?

Michael Fassbender: Ich neige nicht zu Extravaganzen. Für so ein Geschenk gibt es bei mir gerade auch gar keinen Anlass, weil ich Single bin. Aber ganz ehrlich: Mein Job kommt an erster Stelle, weil ich so lange darauf warten musste, an gute Rollen zu kommen. Es gab Zeiten, da spielte ich einen Patienten auf dem OP-Tisch, wobei ich vor Langeweile prompt eingeschlafen bin. Natürlich hoffe ich, dass ich eines Tages heirate und eine Familie habe. Aber im Moment sieht es nicht danach aus.

Und wenn die richtige Frau um die Ecke kommt?

Würde ich alles tun, um sie zu erobern.

Sie sind also nicht so ein cooler und abgebrühter Frauenheld wie viele Ihrer Filmfiguren?

Nein, in meinen Adern fließt heißes irisches Blut! Und es ist natürlich auch schon vorgekommen, dass Frauen mir das Herz gebrochen haben.

Als Nächstes sind Sie in „12 Years A Slave“ (Start: 16.1.) zu sehen. Für Ihre Darstellung als Sklaventreiber gelten Sie bereits als Oscar-Anwärter.

Solche Filme drehen zu dürfen, übertrifft meine kühnsten Träume. Aber was potenzielle Awards angeht, sollte man sich nicht von der Hoffnung einwickeln lassen zu gewinnen . Eine Trophäe sagt auch nichts darüber aus, wie gut du bist. Ich finde sowieso, dass unsere Gesellschaft vom Erfolg besessen ist. Jedem geht es nur um sein Ego. Wir sollten uns darauf konzentrieren, was wir für andere tun können. Das macht glücklicher als alle Egozentrik.

Nehmen Sie sich denn genug Zeit für andere?

Ich mache auch Pausen. Letztes Jahr habe ich ein Jahr nicht gedreht. Für eine ernsthafte Beziehung bin ich trotzdem zu viel unterwegs. Aber ich versuche, meine Eltern und engen Freunde so oft zu sehen, wie es geht.

Wie erholen Sie sich, wenn Sie nicht arbeiten?

Beim Gokart-Fahren! Und ich habe mit dem Surfen angefangen, aber da gebe ich noch eine komische Figur ab.

Bei Ihren Rollen mögen Sie es dagegen ernst und extrem: als Sexsüchtiger, fieser Sklaventreiber und aktuell krimineller Anwalt. Gehen Ihnen solche Figuren nicht unter die Haut?

Am Ende eines Drehtages bekomme ich die Rolle ganz gut wieder aus meinem Kopf. Manchmal bleibt ein Rest von den Gefühlen dieser Figur übrig. Dann sperre ich sie ganz bewusst geistig weg. Sonst hätte ich längst ein Burn-out.

Bestand je die Gefahr?

Nur zu Zeiten, in denen ich pausenlos gedreht habe. Es gab Phasen, da dachte ich, jetzt wirst du verrückt. Vor lauter Stress war ich total durcheinander. Dann habe ich mich dazu gezwungen, auf die Bremse zu treten, um meine inneren Dämonen zu bekämpfen. Aber verglichen damit, was ich in meinem früheren Job erlebt habe, war das harmlos.

Und zwar?

Ich arbeitete als Barkeeper in einer Londoner Kneipe. Samstags dauerte meine Schicht elf Stunden, am Sonntag dann noch mal neun. Und wenn Not am Mann war, ging’s noch länger. Trotzdem hatte ich zu dieser Zeit meistens nur um die 15 Pfund in der Tasche.

Vom Tellerwäscher zum Schauspieler. Hier verraten wir, welche Stars ihre Brötchen ähnlich verdienten wie Michael Fassbender!

Was bedeutet Ihnen Geld jetzt?

Natürlich leiste ich mir heute ein paar Dinge mehr. Aber ich brauche keinen Luxus. Die Klamotten von Armani bekomme ich meistens geschenkt.

Wie sollte die Frau sein, der Sie eines Tages Geschenke machen? Es muss ja kein Diamantring sein ...

Was die Optik angeht, habe ich überhaupt keine festen Vorstellungen. Aber sie sollte selbstbewusst sein und sich nicht um die Meinung anderer scheren. Das ist für mich die attraktivste Eigenschaft überhaupt.

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