Mitten ins Herz

mitten ins herz

Film-Tipp

Man nehme einen alternden, ehemaligen Popstar mit Bindungsängsten und eine junge, quirlige Gelegenheitsjobberin, die noch an ihrem Exfreund hängt - fertig ist die romantische Beziehungskomödie dieses Frühlings. Wenn dann auch noch Hugh Grant und Drew Barrymore die Hauptrollen übernehmen, kann nichts mehr schief gehen!

Alex Fletcher (Hugh Grant) ist ein gescheiterter Achtzigerjahre-Sänger, der sich inzwischen durch Auftritte in Retroshows und Vergnügungsparks über Wasser hält. Mit seiner ehemaligen Band "PoP" hagelte es goldene Schallplatten, sein Solo-Debüt ist dagegen ein echter Ladenhüter. Dank Manager Chris (Brad Garett) erhält Alex die einmalige Gelegenheit zu einem Comeback: Er soll ein Duett für die amtierende Pop-Prinzessin Cora Corman (Haley Bennett) schreiben und es mit ihr zusammen aufnehmen. Leider hat Alex seit Jahren nicht mehr komponiert und noch nie einen Songtext geschrieben. Durch einen glücklichen Zufall tritt Sophie Fischer (Drew Barrymore) in sein Leben: Als neue Haushaltshilfe ist sie für die Versorgung seiner Pflanzen verantwortlich. Mit ihrer schrulligen Art mischt sie sich in die Arbeit des Komponisten und seines Texters ein und beweist überraschenderweise außerordentliches Talent. Fletcher ist von Sophies Ideen begeistert und engagiert sie kurz entschlossen für das Song-Projekt. Die beiden kommen sich am Piano schnell näher, geraten aber aus Dickköpfigkeit immer wieder aneinander. Bis sie bemerken, was sie wirklich füreinander empfinden, vergeht einige Zeit.

Ihre Kinokarte macht sich gleich in den ersten fünf Minuten des Films bezahlt: Der im Stil der Achtzigerjahre gedrehte Videoclip zu Anfang ist absolut gelungen. Sein Sound geht sofort ins Ohr und die Jungs von "PoP" bringen jeden Zuschauer unwillkürlich zum Schmunzeln. Der Zeitgeist der wilden Achtziger wurde hundertprozentig getroffen und bei einigen schrägen Einstellungen kann man sich das Lachen einfach nicht verkneifen.

Hugh Grant mimt den nicht mehr ganz taufrischen Sänger mit umwerfender Selbstironie. Der herrlich gequälte Gesichtsausdruck nach einer sexy Tanzeinlage, bei der er den Hüftschwung etwas übertrieben hat, spricht Bände. Auch sein Umgang mit den kreischenden - inzwischen mehr als erwachsenen - Fans zeigt, dass er den Rummel um seine Person satt hat. Eigentlich ist er nämlich ein echt netter Kerl. Das bemerkt man spätestens, als er sich rührend um Sophie kümmert, die gerade ihrem Ex über den Weg gelaufen ist. Hier geht's zum Trailer auf der offiziellen Website

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