
Man stelle sich das mal vor: Lady GaGa, für gewöhnlich in Lack, Leder und einen Hauch von Nichts gekleidet, trifft bei einem offiziellen Event im britischen Blackpool auf die 83-jährige alte Schirmherrin, die bevorzugt klassische Kostüme aus Tweed trägt, auf gute Manieren großen Wert legt – und nebenbei auch noch die Königin von England ist. Klingt eigentlich nach einem Ereignis, bei dem das Total-Desaster vorprogrammiert ist. Aber Pustekuchen!
Beim Hand-Shaking mit Queen Elizabeth II. benahm sich Lady GaGa ausnahmsweise einmal nicht daneben, sondern gab sich so brav, wie es bei ihr möglich ist. Auch, was ihr Outfit anging. Statt auf durchsichtige Fummel, Hot Pants, die eher als Gürtel als als Hosen durchgehen würden, oder Ausschnitte bis zum Bauchnabel setzte die Sängerin auf eine knallrote, bodenlange Lack-Robe mit riesigen Puffärmeln und gerafftem Stoff im Brustbereich. Dazu: ein dramatisches rotes Augen-Make-up, das bei Hofe sicherlich nicht akzeptiert worden wäre, im Rahmen der Veranstaltung aber sogar der Queen ein kleines Lächeln entlocken konnte.
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Und auch sonst gab es eigentlich keinen Grund zur Beschwerde: Bei ihrem Auftritt hielt sich Lady GaGa artig an die Vorgaben und verzichtete auf die Selbstmord-Szene, in der sie auf der Bühne so tut, als würde sie sich selbst erstechen, und daraufhin das Kunstblut sprudeln lässt. "Mir wurde zugetragen, das sei nicht angemessen. Auch sonst musste ich eine Menge harmloser machen, aber das ist okay. Ich bin ein Riesen-Fan der Queen." Wer hätte das gedacht!
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