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 WUNDERWEIB » MODE & BEAUTY » Mode

Kennen Sie diese Mode-Klassiker?

Mode-Klassiker

Seit wann gibt es eigentlich Twinsets? Und wer designte das Wickelkleid?

In unserer Bildergalerie erklären wir Ihnen die wichtigesten Mode-Klassiker! Die meisten davon sollten in keinem Kleiderschrank fehlen - einige jedoch bleiben Ihrem persönlichen Geschmack überlassen...

Trenchcoat

Der "Trench" ist ein Dauerbrenner, der Sie unabhängig von Trends immer gut aussehen lässt. Das Original stammt von Thomas Burberry, der 1914 für die britischen Soldaten im Ersten Weltkrieg einen wetterfesten Militärmantel entwarf (englisch: "trenchcoat" = "Schützengrabenmantel").

Berühmt wurde der Trench in den 40ern durch Stars wie Humphrey Bogart, Greta Garbo und später Sophia Loren (siehe links). Bis heute ist er ideal für die Übergangszeit.

Trenchcoat

Die Merkmale eines Trenchoats:

Schulterklappen: erinnern an Uniformen und heißen im Fachjargon Epauletten

Wetterfester Gabardine: mit Wachs imprägniertes dichtes Baumwollgewebe, das Thomas Burberry 1879 erfand

Metallösen: Minidetail, das aber dazugehört, denn in diesen wurden früher z. B. Feldflaschen eingehakt

Twinset

Grace Kelly, Jackie Kennedy und Audrey Hepburn, die Ikonen des guten Geschmacks, wussten es: Ein Twinset verleiht jeder Frau Eleganz und Klasse.

Entworfen vom österreichischen Designer Paul Weisz im Jahr 1934 für das schottische Label Pringle. Zunächst löste die Kombi aus Pulli und Jacke einen kleinen Skandal aus. Schließlich trug man Feingestricktes bis dahin nur drunter.

Doch die Aufregung legte sich und das Strick-Ensemble avancierte vor allem in den 50ern und Anfang der 60er zum Modeliebling - auch dank der prominenten Trägerinnen wie Königin Elizabeth II.

Erst in der Hippie-Zeit fiel das Twinset modisch durch. Es galt als spießig und passte nicht so recht zur Freiheitsliebe. Seit den 90ern begegnet es uns wieder öfter.

Oversize-Blazer

Ein alter Bekannter!

Die aktuellen Oversize-Blazer ( englisch "oversize" = übergroß) glänzen mit vielen neuen Details.

Erstmals wurde der Blazer im 19. Jahrhundert in englischen Ruder- und Tennisclubs getragen - als sportlich-elegantes Gegenstück zu akkuraten Anzugjacken. Von da an war er aus der Mode nicht mehr wegzudenken und besonders in den 80ern beliebt...

Markenzeichen:

Er hat übergroße Schulterpolster und gekrempelte Ärmel. Von beidem fehlt jetzt zum Glück jede Spur. Bloß kein breites Revers. Die neue Form im Smoking-Stil ist schmal, langgezogen und lässt den Blick aufs Top frei. Die Passform ist schön weit, lässig und untailliert. Der Blazer soll aussehen, als hätten Sie ihn sich gerade von Ihrem Mann geliehen...

BH

Der BH

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts trugen Frauen entweder unbequeme Korsetts oder Hemdchen, die weder formten noch stützten. Unpraktisch, nicht nur für sportliche Übungen, die damals für Frauen in Mode kamen.

Das dachte sich auch die Amerikanerin Mary Phelps Jacobs. Sie meldete 1914 ein Patent für den BH an. Er bestand aus zwei Tüchern und Bändern. Von da an war der BH ein Mode-Muss mal rund, mal spitz geformt. Letzter Höhepunkt: 1994 kam der Push-up-BH.

Marlene-Hose

An der Taille hoch und schmal geschnitten, an Oberschenkeln und Knöcheln weit und lässig - so sieht die Marlene-Hose aus, die charmant auch kräftigere Schenkel umspielt und lange Beine endlos scheinen lässt.

Entstanden ist unser heutiger Mode-Liebling vor gut 90 Jahren nach männlichem Vorbild:

In den Künstlerkreisen der 20er-Jahre, etwa in Berlin, trugen die sich emanzipierenden Frauen statt Röcken erstmals Herren hosen - mit seitlichen Taschen, Bundfalte und Aufschlag am Saum. Ein Skandal!

Eine der Modemutigen: Marlene Dietrich. Sie setzte sich in der Hose so selbstbewusst in Szene, dass die sogar nach ihr benannt wurde.

Leo-Look

Der wilde Mode-Rebell ist nicht zu zähmen - und pirschte aktuell wieder bei allen Sommer-Shows über die Laufstege. In den 30er-Jahren setzten sich die Hollywood-Ladys erstmals in Leopardenfell-Mänteln in Szene, um aufzufallen. Später verliehen Stars wie Elizabeth Taylor und sogar First Lady Jackie Kennedy dem Muster Glamour und animierten Frauen weltweit zum Nachstylen...

Aber Achtung! Beim Leo-Look bewegt man sich auf einem schmalen Grat:

Er wirkt schnell übertrieben und zuweilen billig. Darum gilt bis heute: Ein Leo-Teil reicht, das restliche Outfit in Schwarz oder Beige halten. Einsteigerinnen setzen z. B. mit einem Schal Akzente. Dazu nur dezentes Make-up und schlichte Frisur.

Bermuda

Luftig geschnitten, der Saum knapp über dem Knie:

So sieht die klassische Bermuda aus. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie von auf den Bermuda-Inseln stationierten britischen Soldaten erfunden, die ihre Hosen wegen der Hitze einfach kürzten.

"Skandal!" soll es durch die Flure des Buckingham Palace geklungen haben. Aber der Siegeszug der Bermuda war nicht zu stoppen. Touristen trugen die neue Mode-Erscheinung in die Welt hinaus. Zunächst nur eine Freizeitbekleidung, aber dann wurde die Bermuda 1968 von der Haute Couture entdeckt.

Yves Saint Laurent entwarf einen Smoking mit knielanger Hose - ein Mode-Highlight. In den 70ern bekam die Bermuda mit den Hot Pants eine flippige kleine Schwester.

Jetzt ist sie zurück auf dem Laufsteg.

Wickelkleid

Kein Reißverschluss, keine Knöpfe stören den fließenden Fall des Stoffes. Das in der Mitte geknotete Kleid betont wunderbar Dekolletee und Taille, setzt dabei auch vollere Hüften schmeichelhaft in Szene.

Anfang der 70er wurden Wickelkleider zum Verkaufshit - bis heute.

Inspiriert von traditionell gebundenen asiatischen Gewändern wie Kimono und Sari sowie Vorläufern aus den 40er-Jahren entwickelte die Designerin Diane von Furstenberg 1972 ihr erstes "wrap dress".

Ihr waren die Kleider der damaligen Mode zu unweiblich. Sie wollte nicht die Form, sondern das Material in den Mittelpunkt stellen, setzte auf weichen Jersey, der jeder Figur schmeichelt. Das Kleid wurde sofort zum Erfolg. Allein 1976 fand es fünf Millionen Käuferinnen.

Jodhpur-Hose

Am Knöchel schmal geschnitten, damit sie in den Stiefel passt, am Ober schenkel pludrig:

So sieht die ideale Hose zum Reiten und Polospielen aus. Doch um ihre Effizienz geht es kaum noch, denn die Jodhpur-Hose ist heute vor allem eines: ein absoluter Modetrend.

Der Erste, der sie trug, war allerdings ein Mann: Maharadscha Sri Pratap (1845 - 1922) aus dem damaligen Staat Jodhpur in Indien...

So, und jetzt los mit Ihnen zum Trenchcoat oder Bermuda-Kauf!

Oder doch mal ein richtig gutsitzender BH...?

Und, welche Mode-Klassiker besitzen Sie?


Veröffentlicht in Laura

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