Motor aus, Liebe an: Sex im Auto

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Sex im Auto kann etwas ganz besonderes sein...
Foto: Corbis

Lust und Liebe

Die lustvolle Begegnung zwischen Schaltknüppel, Fahrersitz und Rückbank ist mehr als ein Check-up der Gelenkigkeit. Ein Boxenstopp mit Liebe ist vor allem der Beweis für Spontanität.

Der Abend war wunderschön - eine Sommernacht wie weich gespült. Jetzt, auf dem Nachhauseweg, läuft Lounge-Musik im Radio, der Luftstrom aus dem Gebläse streichelt die Beine und die knisternde Spannung steigt mit jedem Meter. Der Mann an Ihrer Seite lächelt versonnen, scheint exakt den gleichen Gedanken zu haben wie Sie. Warum es also nicht hier tun, jetzt, im Auto? Anstatt zu warten, bis man zu Hause und die Stimmung verflogen ist...

Nur im Stehen

Also los, geben Sie der Leidenschaft nach! Eines aber muss klar sein: Sex während der Fahrt ist absolut tabu. Ist verboten und viel zu gefährlich - für die Allgemeinheit und Sie selbst. Hinzu kommt, dass wohl niemand so peinlich auffallen will wie jenes Pärchen, das unlängst in Norwegen von der Autobahnpolizei gestoppt wurde: sie rittlings auf seinem Schoß, er am Steuer (!). Mit 30 Sachen mehr als erlaubt und auf Schlingerkurs, weil er, logisch, kaum etwas sehen konnte durch die Frontscheibe. Wenn die Liebeslust Sie also im Auto packt, suchen Sie sich ein ruhiges, möglichst abgeschiedenes Plätzchen am Wald- oder Wiesenrand. Motor aus, Knöpfchen drücken und erst dann: viel Spaß!

Vorsicht, Technik!

Klar geht es auch anderswo, das Reizvolle am Sex im Auto aber ist der Flashback in vergangene Zeiten. Als es weniger Gelegenheiten und mehr Autokinos gab, war es üblich, dass ein Pärchen den fahrbaren Untersatz nutzte. Ford Escort, VW Golf, Papas Benz - für viele Liebende war die Rückbank unersetzlich. Weil es im Auto sicher, trocken und schön beengt war. Das ist auch heute noch so. Mit dem Unterschied, das viel mehr Elektronik verbaut ist. Dass birgt Risiken. Es genügt eine falsche Bewegung und das Navi plappert oder die Alarmanlage legt los. Glauben Sie mir: Das Hupkonzert ist höllisch. Vor dem Boxenstopp also möglichst viele Geräte abschalten.

Der Cool-Faktor

Damit es richtig gut wird, ist neben dem Standort noch ein Punkt wichtig: Sie sollten eine Heizung oder wenigstens eine kuschelige Decke im Auto haben. Egal, wie lau die Nacht oder wie schweißtreibend die Liebe ist, nach spätestens einer halben Stunde wird es kühl, die Feuchtigkeit an den beschlagenen Scheiben macht es zusätzlich ungemütlich. Falls vorhanden also kurz Sitzheizung und Klimaanlage anstellen und noch ein bisschen kuscheln - oder in die Decke mummeln und dann bald ab nach Hause.

Gut gelagert

Der Autotyp an sich ist übrigens Nebensache. Leidenschaft braucht nicht viel Platz, einzig im Smart ist etwas mehr Akrobatik gefragt - hier lassen sich die Sitze nicht umklappen. Einen Extra-Tick Romantik erhält das Liebeslager auf vier Rädern durch das Schiebedach (viele Autos haben das ja mittlerweile): wenn die Nacht klar ist, kann er Ihnen beim Schmusen danach sogar noch die Sterne erklären. Und dann wird der Song von "Hot Chocolate" Realität: "Heaven's in the Back Seat of My Cadillac".

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