Multitasking ist schädlich fürs Gehirn

gehirn multitasking h
Multitasking ist für unser Gehirn nicht gesund.
Foto: iStock

Achten Sie auf sich!

Gehirn auf Hochtouren: Multitasking schadet im Job

Unser Gehirn ist im stressigen Büroalltag oft Termindruck, Informationsflut und ständigen Unterbrechungen ausgesetzt. Mehrere Aufgaben entstehen meist zeitgleich und fordern sofortige Aufmerksamkeit. Im Job gilt Multitasking daher als vorteilhafte Arbeitsweise – doch das ist ein Irrtum.

Multitasking schadet dem menschlichen Gehirn

Multitasking hat als Fähigkeit zwar den Ruf, eine Qualität im stressigen und hektischen Berufsalltag zu sein, Studien belegen allerdings das Gegenteil: Mit dieser Arbeitsweise, so schlussfolgern die Experten, trainieren Sie Ihrem Geist eine Konzentrationsstörung an. Multitasker lassen sich schneller ablenken, sind daraufhin unkonzentrierter und insgesamt schlechter im Erledigen von Aufgaben. Somit sind sie nicht nur die ineffektiveren Arbeiter, sondern haben zudem auch eine höhere Fehlerquote. Wenn Sie also keine Zeit verschwenden, schlechtere Ergebnisse vermeiden und vor allem Gereiztheit unterbinden wollen, sollten Sie Aufgaben lieber nacheinander anstatt parallel erledigen, denn: Die Funktionen des Gehirns sind von Natur aus auf Monotasking ausgelegt.

Langfristige Folgen durch Multitasking

Wenn Sie auf jeden Faktor im Berufsalltag sofort eingehen und Ihre Arbeitsabläufe nicht selbst organisieren, geben Sie zwangsläufig Kontrolle ab, was wiederum Stress verursacht. Auf die Dauer kann so chronischer Stress entstehen, der seinerseits Befindlichkeitsstörungen und Erkrankungen auslösen kann. Der psychische Stresspegel steigt aber auch dadurch, dass Sie im Job höheren Zeitdruck empfinden, wenn sich durch das Multitasking immer mehr halb fertige Aufgaben auf Ihrem Schreibtisch stapeln.

So trainieren Sie Gehirn und Geist für eine bessere Konzentration

Der erste Schritt zu einer besseren Konzentration führt darüber, dass Sie ihre Aufgaben nach Dringlichkeit organisieren und sie der Reihe nach abarbeiten. Funktioniert das in Ihrer Jobsituation nicht, sollten Sie möglichst versuchen, Ihre Arbeit an einer Stelle zu unterbrechen, an der es Ihnen später leichtfällt, weiterzuarbeiten. Notizzettel helfen dabei, die geistige Orientierung wiederzugewinnen und damit leichter in die unterbrochene Aufgabe einzusteigen.

Darüber hinaus sollten Sie sich mit Ihren Kollegen vor dem Erledigen von Arbeiten gut absprechen und auch mal um Hilfe bitten. Das beugt nicht nur Überlastungserscheinungen vor, sondern hat ebenfalls die Funktion, den Arbeitsablauf effektiver zu gestalten. Im ersten Schritt kann es aber auch schon Wirkung zeigen, auf Onlineaktivitäten wie etwa das Mailprogramm zu verzichten, oder das klingelnde Telefon zu ignorieren.

Kategorien: