Muskelzuckungen beim Einschlafen

ww muskelzuckungen
Woher kommen diese nervigen Muskelzuckungen?!
Foto: iStock

Was hinter dem Schlafphänomen der Muskelzuckungen steckt

Da schlummert man langsam aber sicher ein und zack - wird man geweckt von einem stromschlagähnlichen Zucken in Bein oder Arm. Doch woran liegen diese Muskelzuckungen?

Im Wachzustand ist unser Körper in Bewegung. Unsere Muskeln dehnen sich und ziehen sich wieder zusammen. Sogar wenn wir ruhig Liegen, Fernsehen oder Lesen, senden Nervenzellen kontinuierlich Signale an unsere Muskeln.

Sobald wir einschlafen, verlangsamen sich diese ganzen Prozesse im Körper. Dabei fällt die zeitliche Abfolge der einzelnen Körperfunktionen unterschiedlich aus, peu a peu also. Während wir also in Gedanken schon einschlafen und unsere Atmung bereits flacher geworden ist, ist die Gehirnregion, die für unsere Motorik zuständig ist, teils noch aktiv. Sendet sie Signale an schon erschlaffte Muskelpartien, macht sich diese ‚Fehlinformation‘ als Muskelzuckung bemerkbar.

Aber warum so oft gerade im Bein, fragen Sie sich nun wohl zu Recht. Die Antwort lautet Muskelzuckungen entstehen überall dort, wo sich auch Muskeln befinden – nur bemerken wir sie nicht nimmer. Denn liegen die zuckenden Muskeln nicht direkt unter der Haut, nehmen wir diese ruckartige Bewegung gar nicht erst wahr.

Verstärkt wird das Schlafphänomen der Muskelzuckungen durch Stress, da die einzelnen Gehirnregionen durch diese Anspannung noch etwas unregelmäßiger ‚herunterfahren', wenn man sich schlafen legt. Vermindern können Sie Muskelzuckungen durch viel Flüssigkeitszufuhr und genug Magnesium im Körper. Der durchschnittliche Tagesbedarf liegt etwa zwischen 24 und 400 Milligramm pro Tag - Schwangere und Sportler benötigen mehr Magnesium als passive Menschen.

Magnesium entspannt, lockert die Muskulatur und ist sogar am Muskelaufbau beteiligt. Magnesium steckt in Vollkornprodukten, Mineralwasser, Nüssen, Fisch, Fleisch und – erfreulicherweise – auch in Schokolade. Neben einer magnesiumreichen Ernährung können auch Dehn- und Entspannungsübungen vor dem Einschlafen helfen, Muskelzuckungen vorzubeugen.

Übrigens: Vor diesem sporadischen Einschlafphänomen sind auch die meisten Säugetiere betroffen. Auch das Einschlaf-Timing ihrer Körperfunktionen verläuft schrittchenweise ab und nicht auf Knopfdruck.

Kategorien: