Mutter darf nicht mehr stillen wegen Tattoo

mutter stillt
Eine Mutter stillt ihr Kind
Foto: Istock

Unglaublich, was ein australischer Richter jetzt für ein Urteil gesprochen hat. Eine Mutter darf ihr Kind nicht mehr stillen, weil sie sich vier Wochen zuvor tätowieren lassen hat. Das stelle ein Gesundheitsrisiko für das Kind dar.

Tattoo-Nadeln können Hepatitis oder Aids übertragen. Das hält das Gericht für zu risikoreich und verbietet der Mutter deshalb zu stillen. Denn sollte sich die Mutter infiziert haben, dann könnte sich das Kind über die Muttermilch ebenfalls anstecken. Natürlich hat die Mutter daraufhin einen Aids- und Hepatitistest gemacht. Beide waren negativ. Das Gericht hält dennoch weiter an der Entscheidung fest.

Geklagt hatte der Vater des Kindes. Es handelt sich daher um einen Einzelfall. Ein Gesetz gegen das Stillen von frisch tätowierten Müttern wird es sicherlich nicht geben.

Trotzdem sind Experten alarmiert: Eine Mutter muss selbst entscheiden können, wann und wie sie stillt. Hier sollte das Gesetz nicht einwirken. Solange die Mutter ein kontrolliertes Studio besucht hat und keine Infektionsgefahr zu erwarten ist, sollte niemand ins Stillen eingreifen können. Die Anwältin der Mutter hat bereits Einspruch gegen das Urteil eingelegt.

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