Mutter stillt Sohn mit fast 4 Jahren

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Foto: Screenshot Instagram / jadebeallphotography

Langes Stillen: Gut fürs Kind oder ein entwicklungstechnisches Desaster?

Jade Beall ist Fotografin und stillt ihren Sohn Sequoia mit 3,5 Jahren immer noch. Für sie völlig normal, doch sie fühlt sich gesellschaftlich diskriminiert deswegen...

Die 36-Jährige wurde als Kind selber bis sie fünf Jahre alt war von ihrer Mutter gestillt. Vielleicht ist das auch der Grund, dass Jade Beall es völlig normal findet, ihrem fast vierjährigen Sohn immer noch die Brust zu geben. Jetzt postete die Fotografin auf ihrem Instagram-Profil ein Foto von sich mit Sequoia, der gerade einen Schluck aus Mamas Brust nimmt. Damit will sie für mehr Verständnis sorgen.

"Ich muss es zugeben: Ich stille meinen Sohn nie in der Öffentlichkeit. Ich habe dann immer das Gefühl, als ob ich bei einer kriminellen Handlung gesehen werde, obwohl ich nur meinem Sohn Trost spende und ihn Versorgen will", schreibt Jade Beall auf ihrer Facebook-Seite.

Natürlich bekommt ihr Sohn auch ganz normales, festes Essen - doch trotzdem verlangt der kleine Junge immer mal wieder nach Mamas Brust. "Ich habe immer noch Milch, und mein Sohn möchte immer noch ab und zu seine 'Nah-Nahs' (so nennt er sie) und es gibt wirklich nichts, was ihn mehr beruhigt", so Beall weiter.

Schon öfters habe sie versucht, ihren Sohn zu entwöhnen, was allerdings nie funktionierte. Mittlerweile hört die 36-Jährige nur noch auf ihr Gefühl und den Lauf der Natur ihrer Beziehung zu Sequoia. Wenn er also noch gestillt werden will und das eben für sein Wohlbefinden braucht, wird Jade Beall nichts unternehmen, um dem entgegen zu wirken.

Trotzdem möchte die Fotografin, dass die Gesellschaft toleranter mit lange stillenden Müttern umgeht. "Lasst uns keine Angst mehr vor unseren Unterschieden haben. Lasst und neugierig und barmherzig sein. Wenn dich öffentliches Stillen beleidigt, dann sprech mich an, statt mich zu beschimpfen. Lasst und voneinander lernen", erzählt sie weiter.

Ihre Fans sind begeistert - und auch Frauen, die sich stillend vor ihrer Kamera haben ablichten lassen, unterstützen Jade Beall in ihrer Meinung. Doch ungewöhnlich wird der Anblick einer Mutter die statt einem Baby ein Kind im Arm hält, in nächster Zeit wohl immer noch bleiben.

Self-portrait taken today with my son. There are many ways breastfeeding begs to be normalized. For me right now, it's normalizing full-term/child led weaning/extended breastfeeding with my 3.5 year old. I admit that I never breastfeed my son in public anymore. I feel like somehow I would be committing a criminal act when all I am doing is providing comfort and nourishment for my son. I see that with my discomfort in breastfeeding my son in public these days that there is a whole new way for me to promote and support feminism. I still have milk, he still wants his "nah nahs" as he calls it and nothing, absolutely nothing soothes him better... I have tried to wean him multiple times and I have at last surrendered to the flow of my relationship with my son. If this offends you, ask a me a question rather than call me names. Let's learn from one another. Let's be fee from fear of our differences and let's be filled with curiosity and compassion!

Ein von Jade Beall Photography (@jadebeallphotography) gepostetes Foto am

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