Mutter vergisst ihr Baby im Supermarkt

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Cherish Peterson vergaß ihren kleinen zwei Monate alten Sohn in einem Einkaufswagen im Supermarkt.
Foto: iStock/ Symbolbild

Nun äußert sie sich zu den schlimmen Vorwürfen

In der letzten Woche machte die vierfache Mutter Cherish Peterson international negative Schlagzeilen, weil sie ihr Baby in einem Einkaufswagen vergaß. Nach einem Interview scheinen nun mehr Leute Verständnis für die Mutter zu haben.

Im Eifer des Gefechts vergisst Cherish Peterson vergangene Woche ihren zweijähirgen Sohn Huxton samt seinem Autositz in einem Einkaufswagen. Ihre dreijährige Tochter und ihr einjähriger Sohn sitzen bereits im Auto, als die Mutter sich auf den Weg macht - in dem festen Glauben, dass auch ihr zwei Monate alter Sohn direkt hinter ihr sitzen würde. Doch dann der große Schock: Als schon 40 Minuten vergangen sind, fragt sie ihre Tochter, wo denn Baby Huxton sei. Cherish dreht sich nach hinten um und stellt fest, dass ihr jüngster Sohn nicht mit im Auto sitzt.

Voller Panik ruft sie ihren Mann an und fährt dann auf dem schnellsten Weg zurück zu dem Supermarkt, wo sie zuvor mit ihren Kindern angehalten hat, um ein Geschenk für ihren Neffen zu seinem 16. Geburtstag zu kaufen. Völlig aufgelöst spricht Cherish Peterson eine Mitarbeiterin an, die ihr erklärt, dass ein Polizist, der zu diesem Zeitpunkt nicht im Dienst war, ihren Sohn bereits nur wenige Minuten nach ihrer Abfahrt gefunden hätte. Huxton sei inzwischen im Krankenhaus, weil man nicht gewusst hätte, wie lange er schon alleine in dem Einkaufswagen gewesen wäre und man nicht wusste, wann er zum letzten Mal etwas gegessen hatte.

Die Mutter darf schließlich ihr Kind wieder mit nach Hause nehmen. Zunächst sagte man ihr noch, dass man das Ganze als Unfall betrachten würde. Doch nachdem die Geschichte von dem vergessenen Baby an die Öffentlichkeit gerät, ändert sich dies. Auf einmal sieht sich Cherish mit einem gewaltigen Shitstorm konfrontiert.

Während sie online von Fremden beschimpft wird, die ihr vorwerfen drogensüchtig zu sein oder sagen, dass man ihr ihr Baby gar nicht hätte zurückgeben dürfen, muss sich die vierfache Mutter auch mit dem Child Protective Service auseinandersetzen. Unter anderem wird ihr sechs Jahre altes Kind, das zum Zeitpunkt des Geschehens im Kindergarten war, befragt. Cherish stimmt allem zu. Sie hat nach eigener Aussage nichts zu verbergen. Dennoch weiß sie nicht, wie ihr geschieht und wo all der Hass, der ihr auf einmal entgegenschlägt, herkommt.

Nach einem Interview mit KPHO scheinen sich nun aber auch Menschen zu finden, die sich in Cherishs Situation hineinversetzen können. Denn hier schildert die Mutter das Geschehen aus ihrer eigenen Sicht.

An dem Tag, an dem Cherish ihren zwei Jahre alten Sohn im Einkaufswagen vergaß, war ihr plötzlich eingefallen, dass sie noch ein Geschenk für ihren Neffen zu seinem 16. Geburtstag besorgen musste. Da sie ihren Nichten und Neffen zu diesem Anlass entweder ein Blumen- oder ein Süßigkeiten-Bouquet schenkt, machte sie sich zusammen mit drei ihrer vier Kinder auf in den Supermarkt. Sie parkte direkt neben dem Eingang, nahm sich einen Einkaufswagen und setzte ihren einjährigen Sohn in den Sitz. Baby Huxton lag in seinem Autositz im Wagen. Ihre dreijährige Tochter lief neben ihr her. Da der Autositz ihres Babys den gesamten Einkaufswagen einnahm, legte Cherish das Süßigkeiten-Bouquet oben auf den Sitz. Nach dem Bezahlen ging sie direkt zu ihrem Auto, nahm sich das Bouquet, setzte das kleine Mädchen ins Auto, dann den Einjährigen und schnappte sich die Wickeltasche. Dann fuhr sie los - in dem Glauben, dass ihr zwei Monate alter Sohn hinter ihr sitzen würde. Sonst war ihr Einjähriger Sohn immer das letzte Kind, was sie in den Wagen setzte.

Cherish bezeichnet sich selbst in dem Interview als "gute Mutter, die einen schrecklichen Fehler gemacht hat". Ihr Statement führte dazu, dass nun mehr Menschen Verständnis für die 27-jährige Mutter haben, die ihr Kind nicht etwa aus Böswilligkeit oder mit Absicht vergessen hat. Mithilfe des Hashtags #IStandWithCherish möchten sie Cherish unterstützen.

Die Familie Peterson ist nach wie vor einfach nur froh, dass ihrem Sohn nichts passiert hat. Cherishs Mann steht voll und ganz hinter seiner Frau.

Zu diesem Zeitpunkt ist allerdings noch nicht klar, welche rechtlichen Folgen der Vorfall für die Familie haben könnte.

CBS 5 - KPHO

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