Mutter verliert 4-jährige Tochter wegen Codein im Hustensaft

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Mutter verliert 4-jährige Tochter wegen Codein im Hustensaft
Foto: iStock

Auf einmal hörte ihr Kind auf zu atmen.

Sandra Parmetler aus Österreich ging mit ihren beiden Zwillingen Melanie und Denise wegen starken Husten zum Arzt. Jetzt ist eins ihrer Kinder tot.

Denise letzte Worte wird sie nie vergessen

Sandra Parmetler gibt ihrer kranken 4-jährigen Tochter Denise auf Rat einer Ärztin Hustensaft mit Codein. Als die Mutter ihre Tochter am nächsten Morgen wecken will, findet sie das Mädchen leblos und blauen Lippen und blauer Zunge in seinem Bett liegend. Sofort ruft sie den Rettungswagen – doch jede Hilfe kommt zu spät.

Besonders traurig: " Mami, ich hab dich lieb" sind die letzten Worte ihrer Tochter bevor diese für immer einschläft.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt

Mittlerweile hat sich die Staatsanwalt der Sache angenommen. Dabei geht es um die Frage, ob die Ärztin die Mutter Sandra Parmetler ausreichend über die Risiken bezüglich des Hustensaftes informiert hat. Denn Codein, das im Körper zu Morphin umgewandelt wird, kann zum Atemstillstand führen. In Deutschland warnt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die Ärzte schon länger vor den Risiken. Prof. Dr. Julia Stiengel sagt gegenüber RTL dazu : "Ärzte bekommen Warnungen und aktuelle Anwendungsbeschränkungen und sind daher schon seit längerem informiert, dass Codein bei Kindern in der Anwendung sehr gefährlich ist."

Aktuell darf Hustensaft mit Codein in Europa zwar noch verschrieben werde, doch unter Experten ist er bereits stark in Kritik geraten. Darum rät eine europäische Experten-Gruppe, den Wirkstoff Kindern unter zwölf Jahren keinesfalls zu geben.

Leider kommt dieser Rat für die kleine Denise zu spät. Auch drei Monate nach dem Tod ihrer Tochter hat ihre Mutter noch Schlafstörungen und sieht regelmäßig nach, ob ihre andere Tochter Melanie noch atmet.

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