Mutter verschenkt Nachwuchs auf Facebook

drillinge ww
Nicht drei - sondern gleich sechs Kinder möchte diese Mutter verschenken
Foto: istock

Die rührende Geschichte einer künstlichen Befruchtung

Mutig und ehrlich hat diese Mutter bei Facebook etwas gepostet, was ihr so bestimmt noch nicht gesehen habt. Sie suchte nach anderen Eltern für ihre Kinder

"Es mag verrückt wirken" schreibt Angel Watts selber in dem Facebook-Posting. Und trotzdem haben sie und ihr Mann sich zu diesem offenen Schritt entschieden: Sie suchen auf Facebook Eltern für - ihre eigenen Kinder. Angel und ihr Mann Jeff wünschten sich eigentlich nichts sehnlicher als endlich eigene Kinder zu bekommen. Deshalb entschieden sie sich, es mit künstlicher Befruchtung zu probieren. Und ein Glück: Es klappte. Wie üblich waren aber mehrere Eizellen künstlich befruchtet worden, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass es mit einem Baby klappt.

Im Fall von Angel und Jeff Watts klappte die Besamung im Reagenzglas so gut, dass viel "zu viele" befruchtete Eizellen entstanden. Sechs der völlig intakten Mini-Embryos konnte sich die Mutter selbst nicht einsetzen lassen. Normalerweise werden solche Embryonen in den USA "verworfen" - ein beschönigender Ausdruck für „entsorgt“. Diese Vorstellung konnte das Ehepaar bei seinen eigenen Kindern nicht ertragen.

So kam es zum Entschluss, mit diesem Post auf Facebook nach einem anderen Paar zu suchen, dass sich nichts sehnlicher wünscht als Kinder und bei dem es leider noch nicht geklappt hat. Auch wenn es unüblich sei, dass unfruchtbare Paare auf Facebook mit ihren Sorgen und Problemen hausieren gehen, hielten die Eheleute das für den erfolgsversprechenden Weg. „Achtung, unfruchtbare Paare: Wir haben gute Nachrichten für euch. Wir suchen ein Paar (…), dass mithilfe künstlicher Befruchtung ein Kind bekommen muss, aber sonst gesund ist. Wir möchten 6 eingefrorene Eizellen guter Qualität von sechs Tage alten Embryos spenden – an jemanden, der sich eine große Familie wünscht.“ Damit die vier eigenen Kinder der Watts ihre Geschwister kennen lernen können, sollte die Familie möglichst in der Nähe wohnen.

Jeff Watts & I NEED YOUR HELP. PLEASE help if you can. Most of you were with me during our years of infertility...

Posted by Angel Fowler-Watts on Mittwoch, 17. Dezember 2014

Und es funktionierte: Rayn und Richard Galloway nahmen Kontakt zu den Watts auf, gleich im nächsten Monat kam es zum ersten Treffen. Seither hat Rayn Galloway sich etlichen Tests unterzogen, um herauszufinden, ob sie als Mutter für die Embryos geeignet wäre. Die Chance, dass es dann klappt, liegt statistisch bei 46 Prozent.

Auch in Deutschland dürfen überzählige Eizellen übrigens eingefroren werden. Eine Quer-Adoption wäre allerdings bei uns nicht möglich.

Kinderwunsch? Alle wichtigen Infos zur In-Vitro-Ferilisation findet ihr hier.

Kategorien: