Mutterglück? Ja, bitte! Warum ich unbedingt ein Baby wollte

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Kathrin freut sich sehr auf die Geburt ihres ersten Sohnes.
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Der Moment, in dem ich wusste, dass ich ein Baby will

Kathrin ist 34, seit knapp 2,5 Jahren verheiratet und im 8. Monat schwanger. Sie freut sich endlos auf ihr Baby und verrät uns hier, warum sie so gerne Mutter werden wollte.

"Beim ersten Schwangerschaftstest hatte ich noch Panik"

Als kleines Mädchen stand für mich fest, dass ich mal selbst eine Familie mit Kindern haben möchte. Da wollte ich aber auch noch eine Karriere als Blumenverkäuferin auf dem Frischemarkt machen. Auch in der Pubertät war der Wunsch nach einem oder mehreren Kindern da. War ja auch weit weg. Denn ich als extrem vernünftiger Mensch wollte natürlich erstmal Schule und Studium hinter mich bringen, bevor ich selbst erzieherisch tätig werde.

Umso größer war die Panik als ich mit 17 meinen ersten Schwangerschaftstest machen musste. Noch größer war aber die Erleichterung, dass er negativ war.

Seit diesem Tag machte ich mir sehr viel gewissenhafter Gedanken über meinen Wunsch später Kinder haben zu wollen. Ich fühlte mich plötzlich „brainwashed“, da ich in einem so klassisch geprägten Umfeld aufgewachsen war.

War der Wunsch nach einem Baby etwa nur der Tatsache geschuldet, dass ich eine Frau war und es einfach biologisch vorgegeben sein müsste?

Die folgenden zehn Jahre war ich mir sicher: Kinder? Nicht so meins ! Trotz längerer Partnerschaften und fortschreitendem Alter verspürte ich keinen Kinderwunsch mehr. Die Option zu haben, aber zu können, wenn ich wollen würde, war mir trotzdem sehr wichtig.

Deshalb spielte ich auch sofort mit offenen Karten, als ich mit 28 meinen jetzigen Ehemann kennenlernte. Da er bereits sehr jung zweimal Vater wurde, klärte ich innerhalb der ersten Wochen ab, ob er bereit wäre, noch weitere Kinder zu bekommen. Seine positive Antwort beruhigte mich.

In der neuen Beziehung keimte dann auch plötzlich und unerwartet der Wunsch nach einem Kind auf. Ich bin selbst nicht der mütterliche Typ und gehe auch nicht steil, wenn ich ein Baby sehe, aber kurz nach unserer Hochzeit sprach ich es dann laut aus: „Schatz, ich möchte ein Kind!“

Die äußeren Bedingungen schienen endlich zu stimmen: Haus, Job und Finanzen konnten sich sehen lassen. Immerhin bietet einem niemand in unserem Land einen Anreiz ein Kind in die Welt zu setzen. Die Nachteile überwiegen die Vorteile und selbst die sind eher emotionaler und ideeller Natur.

Ich bekomme Kinder, weil wir es uns leisten wollen, einen kleinen Menschen zu erschaffen und nach bestem Wissen zu einem wertvollen Mitglied unserer Gesellschaft zu machen. Wir wollen die große Liebe , die wir teilen, verdoppeln und an unseren Sohn weitergeben, uns kümmern, Verantwortung übernehmen.

Noch sind es sieben Wochen bis zum Geburtstermin: Angst habe ich keine – nicht vor dem Tag der Entbindung, noch vor dem, was mich als Mutter erwartet. Denn ich habe absolut keine Ahnung, was auf mich zukommt. Ich schaffe das schon. Bekommen so viele hin…

Aber ich hatte bisher auch eine Bilderbuch-Schwangerschaft , nicht ohne Zipperlein, aber mal ehrlich: Ich wollte es doch so. Jetzt zu jammern, wäre doch auch irgendwie gemein. Mein Mann ist immerhin täglich neidisch, dass ich so etwas tolles erleben darf."

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