Alltag einer Mutter Mutterliebe: Heute brauchte mich mein Sohn einfach

Mutterliebe kennt keine Grenzen - auch, wenn man mal genervt ist
Mutterliebe kennt keine Grenzen - auch, wenn man mal genervt ist
Foto: Istock

Jede Mutter kennt diesen Moment, wenn die Kita oder Schule anruft und mitteilt, dass das Kind krank ist und abgeholt werden muss. Neben der Sorge ums Kind immer eine doofe Situation, wenn man bei der Arbeit ist ...

Kara Lawler kennt dieses Gefühl: Auf Facebook teilte sie offene und emotionale Worte darüber, was es bedeutet als Mutter aus dem Job gerissen zu werden, wenn das Kind krank ist.

"Meine Morgen hatte gerade erst begonnen und ich fuhr auf den Parkplatz der Schule, wo ich als Englischlehrerin arbeite, als ich einen Anruf bekam. Mein Sohn, den ich erst vor einer Stunde bei der Schule abgesetzt hatte, fühlte sich krank und wollte abgeholt werden. Er bettelte mich an, ihn abzuholen.

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich in meiner Schule alles geregelt hatte. Nach rund 30 Minuten holte ich ihn dann ab. Er begrüßte mich mit den Worten: "Ich habe dich vermisst, Mami." Und mein großer-kleiner Junge nahm sofort meine Hand.

Zuhause angekommen macht ich im einen Snack und gab ihm was zu trinken. Ich habe ganz schnell gemerkt, dass er längst nicht mehr so "krank" war wie in der Schule. Ich habe wirklich versucht darüber nicht sauer zu sein und meine Gefühle zurückzuhalten. Und dann fielen mir seine Hände auf. Aus irgendeinem Grund konnte ich nicht aufhören seine Hände anzustarren.

Auf einmal habe ich gemerkt, wie groß mein kleiner Junge schon ist. Der Babyspeck ist verschwunden. Seine Arme und Beine bekommen Muskeln. Seine Hosen sind zu kurz und sein Haar wird dunkler. All diese Dinge erinnern mich daran, dass mein Baby schon sieben Jahre alt ist. Nur seine Hände erinnern mich immer noch an meinen kleinen Jungen.

Und als er da so saß und ich in beobachtet, wie er sein Brot aß und ich mich fragt, ob er anstatt krank nicht einfach nur hungrig war, haben mich seine Hände daran erinnert, dass mein Junge immer noch seine Mama braucht. Und aus welchem Grund auch immer, musste er einfach heute meine Hand halten. Und für fast den Rest des Tages saßen wir einfach nur da und ich hielt seine Hand.

Später schrieb mein Sohn mir ein Gedicht. Als er es mir gab, sagte er, dass er sich schon gar nicht mehr krank fühle.

'Du sagst, du hast mich lieb.

Ich habe dich viel mehr lieb.

Ich hab dich 100 Mal + 44 Mal mehr lieb.

Du bist mein bester Freund'

Da war mir endgültig klar, mein Sohn brauchte mich heute einfach. Und obwohl wir beide wissen, dass so ein Tag eine totale Ausnahme ist, bin ich froh, dass mein Sohn weiß, dass ich immer komme, wenn er mich braucht. Obwohl er meinen Job wohl nie mögen wird, ist es eine große Ehre für mich, immer für ihn da zu sein. Und an Tagen wie diesen schätze ich umso mehr, dass seine Babyhände sich mehr und mehr in die eines Mannes verwandeln.

Deshalb wünsche ich mir, dass du heute Nacht die Hand von jemand, den du liebst, eine Weile länger hältst."

 

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