Mythos Wassergeburt – Vorteile und Nachteile

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Wassergeburt: So ist das wirklich!
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Wassergeburt

Bei einer Wassergeburt befindet sich die gebärende Mutter in einem Wasserbecken. Dies soll einige Komplikationen der Geburt verhindern.

Die Wassergeburt im engeren Sinne ist noch eine sehr neue Erfindung. Im engeren Sinne bedeutet es, dass die Schwangere von der Eröffnungs- bis zur Austreibungsperiode im Wasser bleibt und das Kind auch unter Wasser bekommt.

Häufig verbringt die Frau allerdings die Wehen und die Austreibungsphase an Land und nur die Geburt geschieht unter Wasser. Andersrum verbringen auch viele Frauen die Eröffnungsphase zur Schmerzlinderung im Wasserbecken.

Eine Wassergeburt birgt keine besonderen Risiken, ist aber nicht für jede Schwangere erlaubt. Voraussetzungen sind eine risikofreie Schwangerschaft, ein voll ausgereiftes Kind ( Woche 37 oder später), keine Blutungen in der Spätschwangerschaft, keiner Vorerkrankungen wie HIV, Diabetes Mellitus oder Hepatitis B, keine schweren Infektionen während der Schwangerschaft, keine Mehrlinge und keine Steißlage des Babys.

Vorteile der Wassergeburt

Kürzere Wehen: Angeblich ist die Eröffnungsphase im Wasser kürzer.

Weniger Schmerzen: Studien haben bewiesen, dass ein Geburtsbecken den Einsatz von Schmerzmitteln während der Geburt senkt. Außerdem kommen Epiduralanäthesien seltener vor.

Seltenere Dammschnitte: Eine Wassergeburt senkt das Risiko eines Dammschnittes oder Risses.

Größere Bewegungsfreiheit: Der Frau ist ein fließender Wechsel zwischen Geburtspositionen möglich.

Vorteile für das Kind: Das Baby erlebt einen sanften Übergang vom Fruchtwasser ins Wasser mit gleichbleibender Temperatur.

Nachteile der Wassergeburt

Im Notfall kann bei einer Wassergeburt nicht so schnell eingegriffen werden wie bei einer Kreißsaalgeburt. Außerdem ist keine PDA möglich. Das Infektionsrisiko ist zwar höher, aber bei entsprechenden Vorkehrungen besteht kein Grund zur Sorge.

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