Nach der Trennung: Männer verarbeiten den Schmerz nie

trennung maenner leiden lae
Im Vergleich zu Frauen leiden Männer länger unter der Auswirkungen einer Trennung.
Foto: Fotolia

Langfristge Schäden für Männer nach Beziehungsende

Natürlich geht jeder Mensch anders mit einer Trennung um. Doch eine neue Studie aus England hat jetzt ergeben, dass vor allem auch unser Geschlecht eine Rolle dabei spielt, welche Wirkung das Ende einer Beziehung auf uns hat.

Weinen, Eis essen, gemeinsam mit den Freundinnen einen dramatischen Liebesfilm nach dem anderen schauen: Jeder bedient sich unterschiedlicher Methoden, um mit einer Trennung umzugehen. So weit nichts Neues. Doch englische Forscher haben nun die Entdeckung gemacht, dass auch unser Geschlecht beeinflusst, wie wir uns nach dem Ende einer Beziehung verhalten.

Während Frauen nämlich gerade unmittelbar nach der Trennung besonders leiden, machen Männer sofort weiter und setzen sich nicht großartig damit auseinander. Klingt erst einmal gar nicht so schlecht: Keine Tränen vergießen, Schmerzen einfach überspringen. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Denn Frauen profitieren davon, dass sie sich mit dem Beziehungsende befassen und die Trennung reflektieren. Sie können so am Ende sogar emotional gestärkt aus der ganzen Sache hervorgehen. Männer hingegen können durch eine Trennung langfristig geschädigt werden, da sie diese und den damit verbundenen Schmerz nie ganz überwinden.

Zu diesen Ergebnissen kamen Forscher der Londoner Binghamton Universität, nachdem sie insgesamt 5.705 Menschen aus 96 Ländern befragt hatten. Die Studienteilnehmer sollten auf einer Skala von 0 (keine Schmerzen) bis 10 (unerträgliche Schmerzen) angeben, wie stark sie die emotionalen und körperlichen Schmerzen nach einer Trennung empfinden.

Sowohl die emotionalen (6,84 zu 6,58) Schmerzen wie auch die körperlichen (4.21 zu 3.75) überwogen bei den Frauen, dafür war erholten sie sich letztendlich vollständiger von der Trennung.

Video: 6 Dinge, mit denen du deinen Partner verletzt >>>

Kategorien: