Nadias sechsundzwanzigster Post

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Nadias sechsundzwanzigster Post
Foto: Gastbloggerin Nadia

Nadias Ernährungstagebuch

Wenn es um die Frage geht, ob man besser in der kalten oder der warmen Jahreszeit mit dem Laufen beginnt, würde ich definitiv die kühlere empfehlen. Es läuft sich einfach besser bei pollenfreier und knackig-klarer Luft. Also im Prinzip ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um mit dem Outdoor-Running zu beginnen, auch wenn es vielleicht Überwindung kostet.

Was das Laufen betrifft, habe ich wirklich bei null angefangen. Ich habe es schon in der Schule gehasst. Durch mein Asthma habe ich es nie ernsthaft versucht, länger als eine Minute zu rennen. Seit einigen Jahren nun bin ich medikamentös richtig eingestellt und eine saubere, gesunde Ernährung hat dazu beigetragen, dass mein Körper gesund und leistungsfähig ist.

Ich fand immer, dass Laufen eine natürlichere Bewegungsform als Cardio-Training ist, auch weil man es überall machen kann. Also bin ich irgendwann vom Crosstrainer aufs Laufband umgestiegen. Allerdings war es sehr schwer. Bei allem Respekt für die Cardio-Maschinen in Fitnessstudios: Laufen beziehungsweise Joggen ist das intensivste Ausdauertraining. Manchmal fällt es schwer, das zu glauben, wenn man sieht, wie federleicht manche ihre Dreiviertelstunde auf dem Laufband runterreißen. Ich habe davor Respekt.

LAUFEN MACHT GUTE LAUNE

Ich konnte über eine Stunde auf dem Crosstrainer für meine Fettverbrennung sorgen, aber ich habe es nie länger als fünf Minuten auf dem Laufband ausgehalten. Das sagt viel über die Intensität des Laufens und seinen Effekt auf Atmung, Körperhaltung und Körperspannung aus. Das Ganze an der frischen Luft mitten in der Natur zu machen, verleiht dem Workout zusätzlich eine ganz besondere Qualität. Aber auch auf das Laufband freue ich mich, denn dann höre ich meine Lieblingsmusik und bekomme automatisch gute Laune.

Mit dem Laufen habe ich angefangen, indem ich jeweils 30 Sekunden gelaufen, und dann drei bis fünf Minuten gegangen bin. Das Ganze habe ich 20 bis 30 Minuten wiederholt. Irgendwann war ich in der Lage, zwei Minuten zu laufen und drei Minuten zu gehen. Und so ging es dann weiter: fünf Minuten laufen, drei Minuten gehen, fünf Minuten laufen, zwei Minuten gehen, und so weiter. Eines Tages habe ich zehn Minuten am Stück durchgehalten und war stolz darauf. Was für viele total banal ist, war für mich etwas sehr Besonderes. Ich habe einfach nicht locker gelassen und immer weitergemacht.

MAN DARF NIE AUFGEBEN

Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten mit dem Rhythmus meiner Atmung, bekam oft nach fünf Minuten Seitenstechen und musste abbrechen. Dann habe ich herausgefunden, dass ich weniger Probleme habe, wenn ich auf nüchternen Magen laufe, und habe bewusst versucht, während des Laufens mein Zwerchfell zu entspannen. Nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass die ersten fünf Minuten die schwersten waren und ich, wenn ich die einmal überstanden hatte, ein tolles Laufgefühl bekam. Lange Zeit bekam ich bei der Zehn-Minuten-Marke starke Schmerzen im unteren Rücken, sodass ich erneut abbrechen musste.

Zusätzlich musste ich meine Bauchmuskeln und den unteren Rücken mit Krafttraining stärken – und es ist mir gelungen. Seitdem laufe ich von Kopf bis Fuß mit Körperspannung, habe weder Rückenschmerzen noch Seitenstiche. Ich habe einfach immer versucht, die Hindernisse zu überwinden, und habe nicht akzeptiert, dass mein Körper für die natürlichste Bewegung der Welt nicht geschaffen sein sollte. Dieser ganze Prozess hat etwa zwei Jahre gedauert. Man darf einfach nie aufgeben.

Heute bin ich noch immer keine Marathonläuferin und will es auch nicht werden. Aber ich jogge jede Woche fünf Kilometer um meinen Lieblingssee und verbessere meine Zeiten. Im Urlaub laufe ich kilometerweit an weißen Sandstränden und in der Woche sprinte ich auf dem Laufband oder gehe morgens in den Park und genieße 30 Minuten kühle Herbstluft. Durch das Laufen bin ich nicht einfach nur fit, sondern auch athletischer geworden. Die gewonnene Fitness hilft mir in anderen sportlichen Bereichen. Und: Ich spare Zeit, denn ich stehe nicht mehr 60 Minuten auf dem Stepper. 30 Minuten Laufband haben denselben Effekt.

Bleibt fit - bis nächste Woche!

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