Nägelkauen: So gefährlich ist die lästige Angewohnheit

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Foto: Getty Images

Ist es eigentlich schädlich, an den Nägeln zu knabbern?

Es können unangenehme oder stressige Situationen sein, manchmal sogar einfach Langeweile - dann gehen bei vielen Menschen die Finger wie automatisch zum Mund. Aber hat das Knabbern an den Nägeln auch gesundheitliche Folgen?

"Ja!" lautet die einfache Antwort, die allein schon auf der Tatsache beruht, dass unsere Hände tagsüber mit allem Möglichen in Berührung kommen. Was dabei allerdings so alles entstehen kann, wird passionierte Nägelkauer schockieren!

Besonders unter unseren Nägeln wimmelt es nur so von Keimen, zu denen zum Beispiel auch Salmonellen und E.coli-Bakterien gehören. Beim Nägelkauen kommen diese direkt mit dem Mund in Berührung und gelangen so auch in den Darm - ein idealer Nährboden für Magen-Darm-Entzündungen, die Durchfall und Bauchschmerzen verursachen.

Stark zerstörte Nägel und Nagelhaut können sich natürlich auch entzünden, was in schweren Fällen mit Antibiotika behandelt werden muss. Durch das ständige Nägelkauen ist außerdem eine Infektion mit HPV (Humane Papillomviren) möglich, die Warzen auslösen, die sowohl Finger als auch Mundraum befallen können.

Wie kann man mit dem Nägelkauen aufhören?

Einfach ist es für die meisten Betroffenen nicht, mit dem ständigen Nägelkauen aufzuhören. In der Apotheke sind Lösungen erhältlich, die den Nägeln einen bitteren Geschmack geben und so daran erinnern, nicht an ihnen zu kauen.

Wer nicht in der Lage ist, das Nägelkauen auf diese Weise zu stoppen, sollte überlegen, einen Psychologen aufzusuchen. Das Knabbern hat meist andere Ursachen, bei deren Bekämpfung eine Verhaltenstherapie helfen kann.

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