Nail Art im Redaktionstest

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Foto: Thinkstock

Die Redaktion hat getestet

Graffiti-Lack, Nail-Art-Pen, Stempelset, Nagelsticker: Nail Art ist im Trend. Doch halten die Produkte, was sie versprechen? Die Redaktion hat sie getestet.

Gestreift, gemustert, gepierct: Fingernägel müssen diese Saison eine Menge aushalten, denn der Trend zur Nail Art will – im Gegensatz zu so manchem Fingernagel – einfach nicht abbrechen.

Do-it-Yourself-Produkte gibt es in Hülle und Fülle. Sie versprechen coole Nail Designs im Handumdrehen. Doch lässt sich das wirklich so einfach umsetzen?

Wir haben einige Produkte auf die Nagelprobe gestellt und Graffiti-Lack, Nail-Art-Pens, Stempelset und Nagelsticker auf Handling, Aufwand und Haltbarkeit getestet. Die Ergebnisse unseres Redaktionstests lesen Sie auf den nächsten Seiten!

Zauberei auf den Nägeln

Rot, orange, schlammfarben oder glitzernd – Nagellacke zählen zu meinen Lieblings-Accessoires und ohne sie fühle ich mich nackt. Damit meine Hände aber zu einem echten Blickfang werden, möchte ich etwas Neues ausprobieren. Bei den „Graffiti Nails“ von Isadora soll der Überlack nach dem Lackieren aufbrechen, so dass ein Muster entsteht. Mal sehen, ob das funktioniert!

Auftragen: Ich entscheide mich für „Gold Sparkles“ als Basis und „Subway Green“ als Überlack. Los geht’s. Nachdem ich die Grundfarbe auf meine Fingernägel aufgetragen habe, muss ich laut Verpackung vier Minuten warten. Doch trotz der eingehaltenen Wartezeit verwischt der grüne Überlack den Unterlack. Zweiter Versuch, diesmal warte ich sechs Minuten. Es klappt!

Aufwand: Wer den Überlack nicht gleich beim ersten Pinselstrich ordentlich auf den Nagel aufträgt, muss leider wieder von vorne anfangen. Wenn man während des Lackierens mehrmals über eine Stelle geht, entstehen Streifen oder Klumpen. Der „Graffiti Nail Top Coat“ bricht nämlich sofort auf und nicht erst nach 30 Sekunden wie angegeben.

Effekt: Die „Graffiti Nails“ halten, was sie versprechen. Der Oberlack bricht tatsächlich wie von Zauberhand auf und es entsteht ein individuelles Nagel-Muster.

Haltbarkeit: Für die perfekte Haltbarkeit empfiehlt der Hersteller einen Überlack. Auf den habe ich bei meinem Test verzichtet. Der Look hält trotzdem.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Die originellen Nägel gibt es für circa 18 Euro (um 9 Euro pro Nagellack) – ein angemessener Preis für eine unkomplizierte Nail Art.

Fazit: Die „Graffiti Nails“ von Isadora sind eine schöne Spielerei für alle, die mal etwas Neues ausprobieren möchten. Aber mir ist die Gold-Grün-Kombination dann doch etwas too much.

Melanie Melzer, Praktikantin JOY Online

Malkunst mit Nailart Pens

Für großartige Nagelkunstwerke habe ich normalerweise weder Zeit noch Geduld. Heute soll ich aber die neuen „Nailart Pens“ von U.m.a. testen. Mal sehen, ob mich die bunten Stifte doch für Nail Art begeistern können.

Auftragen: Ich habe mich für ein Minnie-Maus-Design entschieden. Dazu lackiere ich den halben Nagel zunächst rot, trage dann weiße Punkte auf und setze kleine schwarze Schleifen dazu. Für einen Nail-Art-Anfänger wie mich kein leichtes Unterfangen! Zum Glück hat jeder Nail-Pen eine nadelgroße Spitze, mit der sich die Farbe punktgenau auftragen lässt. Für etwas größere Flächen eignet sich der integrierte Pinsel sehr gut.

Aufwand: Aufwendige Designs erfordern allerdings auch mit den Nagellackstiften eine Menge Geschick. Besonders das Malen mit der linken Hand finde ich schwierig. Das nächste Mal würde ich dabei wohl eine Freundin um Unterstützung bitten.

Effekt: Mit dem Endergebnis bin ich aber trotzdem recht zufrieden. Der Minnie-Maus-Look ist wirklich süß, auch wenn ich für meine Schleifchen und Punkte noch etwas Übung brauche, damit sie perfekt aussehen.

Haltbarkeit: Mit einem Überzug aus klarem Lack hält die Farbe der Nail-Pens einige Tage lang, ohne abzublättern. Für den günstigen Preis von rund 3 Euro pro Stift wirklich ein gutes Ergebnis!

Fazit: Falls ich also in Zukunft Lust auf Nagelkunst habe, werde ich gerne wieder zu den „Nailart Pens“ greifen.

Christine Butler, Volontärin COSMOPOLITAN Online

Nail Art mit Ketten, aber ohne Haken

Nail Art? Eigentlich nicht meine Welt. Anders bei diesen silbernen Gesellen: Die Produktbeschreibung der Metallic Chains aus der „Spice Up Your Nails“-Linie von Manhattan verspricht nämlich edle Blickfänge bei einer einfache Anwendung. Rock’n’Roll!

Auftragen: Die Rückseite der Nail Sticker beschreibt das Handling in drei Schritten: Kette in passende Teile schneiden. Abziehen. Auftragen. Doch statt mühsam mit dem Lineal an meinen Nägeln zu hantieren, lege ich lieber eine einzelne Kette in ganzer Länge quer über den entsprechenden Nagel und schneide den überstehenden Rest weg. Sind die Sticker-Stücke aufgedrückt, wird der Look mit einem transparenten Top Coat fixiert.

Aufwand: Der Zeitaufwand ist überraschend klein: Nur 15 Minuten braucht der Look, samt Wartezeit für das Trocknen beider Lacke. Eine besondere Fingerfertigkeit verlangt diese Nail Art nicht, denn die zarten Kettchen können bei kleinen Patzern vorsichtig wieder abgelöst werden.

Haltbarkeit: Dank Top Coat hält der rockige Stil ganze vier Tage, am fünften Tag sind nur wenige Stellen gesplittert. Auch der endgültig Abschied vom Rocker-Stil mit Nagellackentferner verläuft reibungslos.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Metallic Chains kosten 1,75 Euro à 15 Ketten. Das reicht für etwa sieben Anwendungen – und ist damit zweifellos ein Schnäppchen.

Fazit: Tolles Handling, super Haltbarkeit und ein Mega-Effekt für einen minimalen Preis. Ein Look ohne Haken!

Katrin Jahns, Praktikantin SHAPE Online

Einmal stempeln, bitte!

Als ich hörte, dass wir einen Nailart-Test machen, war der Kitsch-Fan in mir sofort begeistert. Testen soll ich das Stempelset von LCN mit fünf speziellen Stempellacken, sechs Schablonen mit jeweils mehreren Motiven, einem Scrubber für die überschüssige Farbe, einem Schablonenhalter und natürlich dem Stempel – alles in Rosa. Toll! Was sich so witzig anhört, muss einfach funktionieren, dachte ich ...

Auftragen: Als Unterlack wähle ich ein knalliges Pink. Dann pinsele ich den speziellen Lack auf das Motiv. Mit dem Scrubber wird die überschüssige Farbe einfach weggestrichen. Schnell stempeln, bevor der Lack trocknet ... nichts!

Das Motiv bleibt nicht auf dem Stempel haften. Ich versucht es einige Male, doch alles, was ich an silberfarbener Farbe auf meinen Nagel transportieren kann, sind ein paar verschmierte Sterne.

Aufwand: Theoretisch dürfte der Aufwand nicht allzu groß sein. Mein erster Versuch dauerte allerdings ganz schön lange.

Effekt: Ich hatte zwar kein tolles Motiv auf meinen Nägeln, dafür umso mehr Farbe auf der Unterlage, den Utensilien und meinem Pullover.

Haltbarkeit: Das, was ich an Motiven auf meinen zwei Nägeln hatte, wurde mit einem Klarlack versiegelt und hielt letztendlich auch.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Bei einem Preis von 100 Euro hätte ich immerhin erwartet, dass es funktioniert. Als kleiner Trost: Man kann die im Set enthaltenen fünf hochwertigen Nagellacke, die alleine schon bei 10 Euro pro Stück liegen, auch einfach ohne Stempel verwenden.

Fazit: Schaaade! Ein wenig enttäuscht bin ich schon, dass ich letztendlich keine süßen Blumen, Sternchen und Co. auf den Nägeln hatte. Die Idee an sich finde ich aber richtig gut.

Monika Fojcik, Volontärin JOY Online

Einfache Kunst

Blumen, Schmetterlinge und kleine Schnörkel – Nailsticker gibt es in allen möglichen Motiven. Eigentlich lackiere ich meine Nägel meistens einfarbig in Rot-, Rosa- oder Pastelltönen, aber die selbstklebenden „Nail Sticker“ von Beyu mit kleinen Glitzersteinchen haben es mir angetan und so probiere ich etwas Neues aus.

Auftragen: Als Basis trage ich einen einfachen Lack auf – darauf sollen die Sticker besser halten. Da die Aufkleber schwarz mit Glitzersteinen sind, entscheide ich mich für Metallic-Pink, um Farbe ins Spiel zu bringen. Nun löse ich die dünnen „Nail Sticker“ vorsichtig von der Folie. Dann klebe ich sie auf den Nagelrücken und drücke sie fest. Zum Abschluss fixiere ich den Look mit Klarlack.

Aufwand: Abgesehen von ein bisschen Geduld beim Lösen der Sticker ist der Aufwand gering. Lackieren, aufkleben, lackieren – nach etwa einer Viertelstunde bin ich fertig mit beiden Händen.

Effekt: Die verspielten Blümchen-Motive machen sich gut auf den einfarbig lackierten Nägeln und verwandeln sie in richtige Kunstwerke. Besonders auffällig funkeln die kleinen Glitzersteinchen. Der Effekt der kleinen Sticker hängt aber auch vom Kontrast zur Farbe des Unterlacks ab.

Haltbarkeit: Die Sticker halten gut auf den Nägeln und lösen sich nicht gleich wieder ab. Durch den Klarlack werden sie zusätzlich fixiert und halten auch mehrmaligem Händewaschen sicher stand.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Sticker kosten um 2 Euro und sind bei Douglas erhältlich. Ein angemessener Preis, da die Anzahl der Aufkleber für zwei bis drei Anwendungen ausreicht.

Fazit: Die „Nailsticker“ von Beyu sind einfach anzuwenden und haben trotzdem einen großen Effekt. Dadurch eignen sie sich besonders gut als glitzernder Party-Hingucker oder einfach als süße Spielerei zwischendurch.

Maren Breuer, Praktikantin COSMOPOLITAN Online

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